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Freitag, 26. Juni 2009

Abriss der Weltpolitik

Ich habs versprochen, also gibts heute wiedermal ein bisschen was ueber die Politik dieses Planeten, wie ich sie sehe.
Meine Themen heute ( die eigentlich von Mittwoch stammen, da hatte ich in politischer Bildung mal wieder zuviel Zeit, deshalb vll nichtmehr ganz so brandaktuell): Afghanistan, Jemen, Iran, Benotungsportale.

Afghanistan
35 Tote bisher. Meine Fresse, da ist Krieg und im Krieg sterben Menschen! Die letzten 3 sind ja eigentlich in nem Unfall umgekommen. Der leichte TPz Fuchs ist einfach in nen Graben gerutscht/gekippt. Ungluecklich,dass die Soldaten da nicht rausgekommen sind. Die wurden nicht erschossen, da hat der Fahrer einfach ungluecklich reagiert! Die Oeffentlichkeit bzw. die BW-Fuehrung muss sich auch nicht wundern, dass die Bundeswehrverbaende jetzt verstaerkt angegriffen werden. Die Afghanen sind stolz, sehr stolz. Kein Wunder, schliesslich konnten nichtmal die unbesiegten Russen die bezwingen.

Jemen
Das Krisenteam in Berlin hat keine Ahnung ueber den Verbleib der Familie. Fuck the What? Wofuer bekommen die eigentlich Geld und warum sitzen solche Teams immer nur in Berlin? Es ist schliesslich kein Wunder, dass die von nix wissen, auf die Entfernung wuerde ich auch nichts in Erfahrung bringen koennen. Mich wundert auch hier die Entwicklung garnicht. Die Christen wollen ein muslimisches Land missionieren. Kein Wunder, dass das zu Gewalt fuehrt!

Iran
Aufstaende. Blut. Internationales Stillhalten. Die Iraner gehen auf die Strasse, sterben, demonstrieren werden niedergeknueppelt und die restliche Welt schaut zu. Ich hab selber noch keine feste Meinung, wie das ausgeht, obwohl es unwarscheinlich ist, dass sich da schnell was aendert. Im Sinne der Weltpolitik und des atomaren Bedrohungspotenzials ist es wuenschenswert, dass sich was andert und der radikale Staatspraesident abgesetzt und/oder gegrillt wird. Am besten setzen wir und zum Rest der Welt dazu und schauen was passiert.

Urteil Benotungsportale
Der totale Gegensatz zur Stasi 2.0. Die Achtung der Grundrechte wie Selbstbestimmung und Meinungsfreiheit duerften unseren Minister fuer Republiksicherheit und Wahrheitsfestlegung Schaeuble nicht sonderlich gefallen. Informelle Selbstbestimmung und Meinugsfreiheit, dass es sowas im heutigen 'Schaeubleland' 'Stasiland'... aeh DDR?.. ich meine natuerlich 'Deutschland' noch gibt...

Kommentare:

  1. Afganistan:
    Jeder Soldat der BW, der da hin geht weis auf was er sich einlässt. Es wir niemand gezwungen eine Waffe in die Hand zu nehmen. Tragisch ist deren Tod sicher, aber sie mussten damit rechnen das sie im Einsatz verletzt oder gar sterben können.

    Jemen:
    Warum die in Berlin sitzen?
    Weil in Berlin keiner aus sie schießt! ;-)

    Iran:
    Große Sauerrei aber würde es langfristig etwas ändern wenn die Welt eingreift? Sobald die Schutztruppen wieder weg sind geht der ganze kranke Scheiß doch wieder von vorne los.

    @Benotungsportale:
    Eine Zensur findet nicht statt. :D

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  2. @Imperator:
    Es müsste niemand sterben, wenn die Truppe sich als richtiges Militär gebärden könnte. Mit einer Regierung, die mit Soldaten eigentlich nichts am Hut haben will, und einen Käse verzapft wie einen Kriegseinsatz zur "Friedenssicherung" zu stilisieren kann das nichts werden. Zumal der Rückhalt an der Heimatfront nicht vorhanden ist, und vor Ort Verstärkungen, Luftunterstützung, und lauter anderes essentielles Zeug fehlen. Ganz zu schweigen davon, dass unsere vergleichsweise winzige Truppe vor Ort den gesamten Norden des Landes besetzen soll...


    Iran:
    Man sollte nicht alles glauben, was die Qualitätsjournalisten so von sich geben. Mit dem "Reformer" Mousavi ist es nicht weit her, der Mann war seinerzeit Premierminister, als im Iran die Todesfatwa gegen Salman Rushdie ausgegeben wurde. Das scheint ihn nicht sonderlich gestört zu haben. Der ist ungefähr so demokratisch wie die Gesellen die bei uns im Parlament hocken.
    Außerdem hat er die Wahl verloren. Auch wenn dem Westen das nicht gefällt, so funktioniert Demokratie nunmal. Über Wahlbetrug hierzulande regt sich aber natürlich niemand auf.

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  3. @Floh
    Deine Begründung hinkt. Krieg ist kein Spiel es sterben immer Menschen, selbst und vor allem wenn das richtige Militär eingreift, da genau dann auch Einsätze mit wesentlich höherem Risiko durchgeführt werden.
    Mit deiner Behauptung was unsere "Armee" und Regierung betrifft hast du allerdings leider recht.

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  4. Ja, klar sterben immer Leute. Aber gerade die drei letzten Gefallenen waren völlig unnötig. Hätten sie sich darauf verlassen können, dass eine Abrufbereite Staffel Tornados die Feinde wegbombt, dann hätten sie sich ja gar nicht zurückziehen brauchen. Genausowenig, wenn sie gewusst hätten dass gleich Verstärkungen eintreffen. Wenn aber die Ziegentreiber mit den AKs einer der teuersten Armeen der Welt lokal ständig überlegen sind...

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  5. Ja, im Krieg sterben Menschen.
    Der Großteil von ihnen sind übrigens keine Soldaten, denn die haben Ausrüstung, Ausbildung und Waffen. Aber das nur am Rande.

    Grundsätzlich möchte ich aber mal anmerken, dass die BW-Führung doch ein gewisses Talent hat, Todesfälle als "Unfall" abzuqualifizieren. Mal ehrlich, da wird man beschossen, fährt gegen eine Wand und stirbt. Natürlich an dem AuffahrUNFALL, mit dem Beschuss hat das nichts zu tun.
    Heuchelei, blöde...
    Nur um eine nette Statistik zu bestärken, dass sich unsere Jungs natürlich NICHT im Kriegseinsatz befinden...

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  6. Zu Jemen: Matze, du übersiehst dass das 1. Mormonen waren und hier nicht die "Christen versuchen ein muslimisches Land zu missionieren". Die Hilfsorganisation hatte volle Rückendeckung der ansässigen Bevölkerung und vor allem des vorherrschenden MUSLIMISCHEN Clans (stand laut deren Sprecher eig. sogar unter deren Schutz). Willst du etwa C´hristen verbieten, ausserhalb ihres Kulturkreises zu arbeiten? Ich finde die Einstellung sehr gut, in so einem Land Hilfe zu leisten und es ist nicht gerade schlau, gleich aus der Entfernung zu urteilen. Es ist ein Fehler zu denken, Christen tun alles nur, um zu missionieren. Du solltest wissen, dass es auch Menschen gibt, für die "Nächstenliebe" kein Fremdwort ist, auch wenn der nächste einer anderen Religion angehört. Aber es war eben nicht einmal die offizielle christliche Kirche sonder die Mormonen, streng betrachtet eine Sekte, deren Engagement ich trotzdem hervorragend finde.
    2. Wurde die Entführung nicht durch ortsansässige Jemeniten, sondern durch eine arabische Untergruppe von einer islamistischen Terrororganisation durchgeführt, die nicht die Unterstützung der Bevölkerung dort haben.
    3. Natürlich sitzt ein Krisenrat. Wie stellst du dir das sonst vor? Irgendwo müssen die Fäden zusammenlaufen, natürlich sind auch Leute im Jemen unterwegs. Die ruhen sich auch nicht aus, das ist harte Arbeit. In dem Punkt hätte ich echt mehr von dir erwartet. Glaubst du, es kommt mehr raus, wenn die persönlich in der Wüste rumrennen?? Es ist ziemlich einfach, bei Problemen alles auf "Die da oben" zu schieben.

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  7. Dazu kommt, dass es absurd ist, die BRD mit der DDR zu vergleichen. Selten so etwas bescheuertes gehört. Werden hier Menschen an der Ausreise gehindert?= Nein. Werden hier Menschen aufgrund ihrer Religion am studieren gehindert? Nein. Werden hier Menschen, die nicxhts weiter wollen, als gerechtigkeit psychisch und physisch gefoltert, ihnen die Kinder weggenommen und ihr Lebne zerstört? Nein. .....
    Erzähl nicht so einen Mist, wenn du nicht mal ein bisschen drüber nachgedacht hast.

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  8. @ Flo und Imperator... Ihr habt beide Recht, wie ich finde. Im Krieg sterben immer Menschen, nur koennten es weniger Deutsche sein ( und da bin ich ganz Egoist ), wenn die Bundeswehr sich ungestoert bewegen koennte.
    @ Fuchsi... Fuer sowas haben wir die Operative Information der Bundeswehr, das ist auch ein Teil vom Krieg. Vor nichtmal 60 Jahren hiess es noch Propaganda, heute nunmal so. Aber ob nun Unfall oder Gefecht, tot sind die Soldaten, das stimmt. Aber jeder, der nach Afghanistan geht, ist sich dieses Risikos bewusst, bzw sollte es sein.

    @ Goliathkiller... a.) Ich weiss immer gern, von wem ich mich rundmachen lassen muss! Aber immerhin hast du extra fuer diesen Komment ein Blogger-Profil erstellt.
    b.)1.) Wenn dem so ist, war ich falsch informiert. Ich will Christen nicht verbieten ihre Naechstenliebe zu praktizieren, allerdings unterstelle ich ihnen nicht immer nur als dieser heraus zu operieren. Schieb es auf Erziehung oder einfach auf Ignoranz, ich traue der Kirche und deren Splittergruppen nicht.
    2.) Wie gesagt, davon wusste ich nichts.
    3.) Mag ja sein, dass es immer eine Stelle geben muss, wo die Faeden zusammenlaufen. Aber es heisst immer 'Der Krisenrat'. Nie ist die Rede von den Menschen im Feld, welche die wirkliche Arbeit machen und nicht nur am Telefon rumhaengen udn auf die Ergebnisse anderer warten. Meine Empfindung.
    4.) Ich finde es durchaus legitim die beiden Staaten zu vergleichen. Wohl richtig, ist, dass es unterschiedliche Gesetze gab, die nach unserem jetzigen Demokratie- und Menschenrechtsverstaendnis nicht vereinbar sind, aber auch heute gilt es noch: wer gegen die Gesetze verstoesst, muss mit dem Folgen leben. Ob die berechtigt waren, ist eine ganz andere Frage.
    UND UNTERSTELL MIR GEFAELLIGST NICHT, NICHT NACHZUDENKEN!

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  9. Madse, es ist auch heute noch Propaganda, will ich in keinster Weise bestreiten. ;)
    Mich ärgert nur, wenn sie so dumm gemacht ist wie im Falle Bundeswehr. Ich bin ein großer Fan von intelligenter Propaganda - schön reden hingegen find ich ermüdend.

    Ansonsten denk ich, dass sich jeder Soldat durchaus (soweit möglich) bewusst ist, welches Risiko er eingeht - dennoch, der menschliche Geist neigt zum Verdrängen. Modell "MIR passiert schon nichts". Und zudem kann man sich manche Dinge nur sehr begrenzt vorstellen, ehe man sie real erlebt - deshalb reagiere ich immer ein wenig kritisch auf Aussagen wie "Die wussten doch. worauf sie sich einlassen." - es ist ein riesiger Unterschied zwischen dem, was man sich vorgstellt hat und der Realität.

    Warum ich das behaupten darf?
    Unter anderem weil ich diesem Fakt viele treue Patienten verdanke - ich habe in meinem Klientel (bin Psychologin) einige Soldaten, die sich den Einsatz ganz anders vorgestellt hatten und mit interessanten Traumata zurückkamen...

    Ja, man kann sich eines Risikos bis zu einem gewissen Grad bewusst sein, aber die Realität ist immer noch eine Nummer mehr und härter.

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  10. Mit deiner Qualifikation und Erfahrung will ich mich nicht anlegen, trotzdem halte ich das fuer Berufsrisiko bei Soldaten.

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