--- Meinungen, Berichte und Sinnloses aus meinem Nachrichtenbunker in der regnerischen Hansestadt ---

Librarium

Scriptorium

Freitag, 24. Dezember 2010

Frohe Weinachten!

Frohe Os... Aehm Weihnachten. Weihnachten, Weihnachten, Weihnachten. ( Wie komm ich bloss auf Ostern...)
Jedenfalls schoene Feiertage der gesamten Leserschaft. Im Februar wird die Abteilung 4 Jahre alt. Viele Leser und Mitblogger sind gegangen, viele gekommen. Also dazugekommen. Danke, dass ihr so lange dabei wart, dass ihr auch dieses Jahr dabei gewesen seit, trotz magerer Postzahl ( grademal 80, im Gegensatz zu so um 150 in den letzten Jahren ) und dem thematisch monotonen Sommer.


Achso: ab heute geh ich auf die 30 zu.

PS: Das da ganz oben ist mein persoenlicher, schwarzer, 30cm kleiner Plaste-( Ja, Plaste, der steht im Osten, da heisst das numal nich Plastik!)-Weihnachtsbaum mit roten LED-Sternen. Meine Interpretation vom traditionellen Wohnzimmernadler.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Anderweitig involviert

Also mal für alle, die sich wundern, warum hier in letzter Zeit so wenig los ist (falls das überhaupt jemanden betrifft): Ich bin derzeit vielfältig anderweitig involviert. Nicht um von 'in anderen Umständen' zu sprechen, da... bin ich weniger für qualifiziert. Jedenfalls nehm ich dieses Jahr an dem grossartigen Projekt vom ringvernichter teil, seinem virtuellen Adventskalender. Da dürfen/sollen/können dieses Jahr alle Leser, Bekannten etc... was schreiben. Wird, wenn ich das richtig einschaetze, auch ganz gut angenommen. Bisher sind glaub ich nur 2 Türchen vom Blogbetreiber selbst. Folglich darf jeden Tag jemand anderes zu Wort kommen, da macht der eine Werbung für ein Buch, die nächsten 3 erzählen eine Geschichte aus dem jeweiligen Blickwinkel, dann wird über Weihnachten, das Drumherum und heute sogar über die Realitätsnähe von Schneefall geschrieben. Das ist doch mal ein unterstützenswerter Adventskalender!

Desweiteren lähmt mich die Dunkelheit. Dass es finster ist, wenn ich aufstehe, ist ja normal, aber irgendwie macht es mir zu schaffen, dass ich auch Abends, nach der Arbeit kein natürliches Licht mehr sehe (Obwohl ich es verflucht habe, als es mir im Sommer auf den Bildschirm schien). Mein Arbeitstag ist wirklich nicht anstrengend oder so, aber ich komme komischerweise unter der Woche kaum mehr dazu, die aktuellen Blogs zu lesen.
Nichtmal für ne gepflegte Runde Battlefield oder Soulstorm ist Lust oder Zeit verfügbar.
Aber Weihnachten und Urlaub kommen ja!

Sonntag, 5. Dezember 2010

Dekadent

Weil Weihnachten vor der Tür steht, weil mir halt danach war, oder weil mir die 4 Dutrzend indischen/afrikanischen/sonstwie bedürftigen Kinder, die ich mit dem Geld hätte unterstützen können, egal sind.

Warhammer 40000: Squad Command und Worms: Open Warfare für PSP, beides Rundenstrategie, wobei bei die Gewichtung von 'Strategie' jeweils sehr unterschiedlich ist. Worms ist genau was man erwartet, nicht besser, nicht schlechter. Die KI ist allerdings sehr zielgenau. Muss noch unbedingt im Multiplayer getestet werden.
Squad Command ist praktisch eine Umsetzung des Tabletop auf die PSP. Vom Schwierigkeitsgrad schwer aber machbar, dafür sonst gut gemacht, ist auch von THQ. Dementsprechend toll sind die Renderzwischensequenzen.

Weiterhin Steelwing - Lord of the Wastelands, wirklich guter Heavy Metal der alten Schule. Die Jungs wären, obwohl zu der Zeit noch nicht geboren, auch in den glorreichen 80ern verdammt erfolgreich gewesen. Ausserdem Milking the Goatmachine - Back from the Goats. Nach eigener Aussage angeblich Goat Grind, aber wenn man ueber die inflationaere Verwendung des Wortes 'Goat' hinwegsieht, bleibt Death Grind vom Feinsten.
Eigentlich bin ich ausgezogen, um Resistance: Retribution für PSP und MTGM - Seven for one zu kaufen, aber die gab es beide nicht, daher hab ich letzteres bestellt und ersteres verschoben.

[Nachtrag] Beim Weihnachtsmarktbummel nebenbei im Buchladen des Vertrauens erstanden: Ian Watson - Inquisitor (WH40K, eine der 3 Inquisitor-Trilogien, die anderen sind Eisenhorn und Ravenor, wobei ich Eisenhorn schon besitze und Ravenor erwarte), Charles Stross - Die Kinder des Saturn (u.a. Asimov gewidmet, geht um Roboter, was kann noch gross schiefgehen) und Tom Rob Schmith - Kind 44 (ein Mord in der stalinistischen Sowjetunion. vielversprechend)

[PS] Der neue Post-Editor von Blogger ist nicht schlecht. Man hat sich zB dem Bild-Problem angenommen. Aber das coolste daran ist die neue Vorschau-Funktion. Endlich sieht man, wie der Post auf dem Blog aussehen wird.
[PSS] Otto's Eleven: ist das Geld an der Kinokasse nicht wert. Vielleicht, wenns den mal für ein paar € aufm Grabbeltisch gibt. Seine Zeiten sind leider vorbei.

Freitag, 3. Dezember 2010

Umfrage XV - Terrorgefahr

Ich weiss, die ach so grosse "Terrorgefahr" ist schon alter Kaese von letzter Woche, aber ich poste das 'Ergebnis' meiner Umfrage erst jetzt.

Findet sonst noch jemand, dass die Zahlen komisch (jetz nich im Sinne von lustig, sondern eher im Sinne seltsam) sind?

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Winterwonderland II

Es ist kalt. Schlicht kalt. Passive Kaelte ist nichts schlimmes. Wind dagegen macht aus passiver, durchaus nicht unangenehmer Kaelte ganz schnell ohrenzerfetzende, nasenroetende Kaelte. Die wiederum recht nervig ist. Was ich aber als am Nervigsten empfinde - und da werden mir warscheinlich alle Brillentraeger zustimmen - ist diese Brillenbeschlagerei im Winter. Geht man aus dem Haus/Buero/PDG ist alles shiny. Steht man draussen rum oder (auch das solls geben) tut man draussen Dinge, wie ... warten, schnee schippen, etc ist auch noch alles gut. Doch geht man wieder nach Drinnen, steht man im Nebel. Das nervt! Kann das diese wundersame Wissenschaft nicht langsam mal abstellen?

Da heute Mittwoch war, bin ich beim Kommandeur gewesen. So mit Dienstuniform (aka 'Paradeuniform'), An- und Abmelden (Maennchen machen, Spruch aufsagen, wie beim richtigen Militaer) und ganz ernstem Gespraech. Man zeigt sich positiv beeindruckt und Zitat: ' Wenn der [...] so weitermacht, wird er noch was. '
Und das, so jedenfalls meine Meinung, ist von einem, meinem zustaendigen Kommandeur viel wert.
Uebrigens kam keine solche Frage wie durch den erwaehnten Test angedeutet und er kocht nur mit Wasser. Ueberhaupt ein guter Mann; ruhig, kompetent, freundlich. Schon fast ein Vorbild.

Montag, 29. November 2010

Winterwonderland

Der Himmel wirft also mit Schnee nach uns. Okay, kann er meinetwegen, schliesslich mag ich den Winter. Ist auch lustig mit anzusehen, wie heute selbst die sonst so tollkuenen Draufgaenger gaaanz langsam und vooorsichtig nach Hause gefahren sind. Trotzdem sind keine Bestzeiten auf dem Weg nach Hause mehr drin. Ob stroemender Regen oder trockene Strasse, ich hab immer nur so um 5 Minuten gebraucht. Schneematsch und Spurrillen machen da aber eher 15 draus.

Haette nie gedacht, dass unsere Ausbildung in Roth so gut und vielseitig gewesen ist, aber scheinbar haben wir doch mehr sinnvolles gemacht, als andere Ausbildungseinheiten. Heute speziell daran gemerkt, dass alle Kameraden aus Roth vollkommen selbstverstaendlich mit unserem NATO-S-Draht umgegangen sind, sich auch an alle Sicherheitsvorschriften gehalten haben (wenn auch nicht so uebertrieben wie inner AGA), waehrend der Eine, der vom Heer zu uns gekommen ist, noch nie mit dem Teufelszeug aus rostfreiem Stahl hantiert hat. Ein bisschen Leid getan hat er mir schon, schliesslich hab ich als Gefreiter ihm als Hauptgefreiten (mindestens 12 Dienstmonate mehr) mehrfach die Arbeit aus der Hand genommen. Noch dazu mit den Worten: "Komm, lass mich ma machen, sonst tut sich am Ende noch jemand weh." (Das kann da wirklich schnell passieren, die Zacken am Draht sind rasiermesserscharf, wer da nich aufpasst, kann sich schnell mal nach seinen Fingern umsehen...)

Am Mittwoch soll ich zum Kommandeur, wegen meiner Offz-Bewerbung. Okay, der kocht auch nur mit Wasser (bzw laesst kochen), rasiert sich nicht mit der vergoldeten Diamantklinge, aber Bammel hab ich schon. Zumal ich bei dem beilaeufigen Test durch meinen Chef massiv versagt hab. Wenn ich dann zu allem Uebel morgen nicht zum Lernen komme, aus diversen Gruenden, koennte der Mittwoch schon recht heikel werden... Wenn das man was wird...

Freitag, 19. November 2010

Veränderte Sicherheitslage

Also stehen jetzt mehr Polizisten in der Gegend. Weil ja gesichertere Informationen zu Anschlägen vorliegen, deren Ziel "Bahnhöfe, Weihnachtsmärkte oder auch Kongresse sein koennen" so orakelt der Innenminister von Rheinland-Pfalz. Hey, was für eine Überraschung, bei allen diesen Zielen treten Menschen in höherer Konzentration auf und bei letzterem sind diese Menschen noch dazu vermutlich Entscheidungträger irgendwelcher Art. Weiterhin ist die Rede von konkreten Hinweisen auf Anschläge in Berlin, München und Hamburg, aber auch auf den Großraum des Ruhrgebiets. Komisch, sind das nicht auch alles Ballungszentren?
'Schwer bewaffnete' Polizeieinheiten sind derzeit in jedem (optischen) Medium zu sehen. Mag an mir persönlich liegen, aber ein Paar (2) Polizisten mit einer (1) H&K MP5 ist nicht schwer bewaffnet. Zumal unsere Herren Ordnungshüter warscheinlich eher das Handy zücken, um den Anwalt anzurufen, als zu schießen. Bei dem Papierkram (der sogar die Bw bei planmäßigen Schulschießen betrifft) allerdngs verständlich.
Trotz der dummen Panikmache der Massenmedien ist es gut, dass eine Diskussion aufgekommen ist. So könnten sich auch die Letzten klar werden, dass die Welt schon länger kein allzu sicherer Ort mehr ist. In anderen Ländern sind mit MP's bewaffnete Polizisten so normal wie gelbe Postautos (die nimmt ja auch kaum noch einer wahr, oder?). Die Paranoiker werden (natuerlich) wieder sofort vor dem "Polizei- und Überwachungsstaat" warnen, aber das schockt mich persönlich nicht mehr. 
 
Ich weigere mich übrigens von 'erhöhter Gefahrenlage' zu sprechen, schliesslich ist die 'Gefahr' schon länger da und bekannt, nur wurden wir jetz von Mutti Fernsehen wiedereinmal drauf hingewiesen. 
 
PS.: "Oh, Schokolade!" bezieht sich uebrigens auf diesen Gag aus Family Guy. 

Montag, 8. November 2010

Der erste Schnee

Genau der (und nichts anderes) hat mir zur perfekten Woche noch gefehlt. Schon geil, dass heute eine AAP anstand. Eigentlich eignet sich so eine Fernmeldeausbildung prima zum draußen rumtollen, aber coolerweise fand die dann drinnen statt. Sind doch einige Weicheier bei den Vergessenen...

Was soll auch nach so einem tollen Wochenende groß kommen: Fallout New Vegas lässt sich maximal ne halbe Stunde spielen, bevor es sich jedes Mal wieder ne neue Fehlermeldung ausdenkt. Warscheinlich irgendwas mitm Speicher, ich hab allerdings schon ne Vermutung. Die Updates über Steam (zu den es allerdings nirgends Patchnotes gibt) haben auch nich geholfen. Doch woran merkt man ein großartiges Game? Daß man es trotzdem spielt! (Und ganz nebenbei sogar in dem Zustand mehr Spaß macht als so mancher gut laufende gepatchte Vollpreistitel).
Durch exzessives (FM-)Radiohören bin ich mal wieder dazu gekommen, meine alten Ärtzte-Alben auszukramen. So Interessant das doch is, zum nebenbei Schreiben und Denken ist das nichts. 

Sonntag, 31. Oktober 2010

Cargo - Da draussen bist du allein

Ein schweizer Independentfilm, der so manche (eigentlich sogar recht viele) Hollywood-SciFi-Blockbuster sehr alt aussehen lässt. Die junge (und unschuldige) Dr. Portman heuert auf dem (recht schrottigen) Transportschiff Kassandra an, um sich das Geld für die Reise nach Rhea zu verdienen, einer paradiesischen Ersatzwelt für die Erde, auf der Leben wohl nicht mehr möglich ist. Das Schiff selbst ist von recht stereotypen Charakteren besetzt - der alte Seebärenkapitän, die eiserne Jungfrau als XO, die technikaffine Asiatin, der geschwätzige junge Wilde, der schweigsame Alte, der Sicherheitstyp, dem alle mißtrauen - , die leider auch bis zum Ende vorhersehbar handeln und recht flach bleiben. Vorhersehbarkeit ist sowieso ein Problem von Cargo, die Story ist zwar sehr schön (und für mich auch inspirierend) in Szene gesetzt, aber halt sehr vorhersehbar, inklusive dem (nichtsdestotrotz guten) Ende. Aufgrund der Optik und den unverbrauchten Schauspielern empfehlenswert, für SciFi-Fans (und Leute, denen Pandorum gefallen hat) sowieso. 10/10 virtuelle Welten

Donnerstag, 28. Oktober 2010

RED - retired, extremely dangerous

Frank ist im Ruhestand und langweilt sich zu Tode. Bis zu dem Tag an dem ein Killerkommando versucht, ihn umzubringen und dabei spektakulär scheitert. Der Rest des Films beschäftigt sich dann mit Franks Suche nach den Auftraggebern und Hingergründen und trifft dabei auf einige gute Freunde und ehemalige Feinde, welche inzwischen zu ersterem geworden sind. An bestimmten Stellen brilliant gefilmt, mit tollen Dialogen, viel Selbstironie und trockenem Humor ("Sie haben ihm 20 Jahre lang LSD gegeben." "Oh! Dafür sieht er aber gut aus."), ein paar Vorhersehbarkeiten, aber auch interessanten Wendungen macht RED viel Spass beim ansehen und ist wirklich zu empfehlen. 10/10 Rentner mit Waffen.

Montag, 25. Oktober 2010

Ja ist denn heut schon Weihnachten?

Eine neue Tastatur, die Microsoft Sidewinder X4 ( musste nicht unbedingt, aber man goennt sich ja sonst kaum was xD ), Fallout New Vegas ( worauf ich ja schon laenger gewartet habe ) und (endlich!) mein Kompaniepatch. Damit ich den Nasen bei unserer Muttereinheit nicht immer und jedes Mal wieder erzaehlen muss, zu wem ich eigentlich gehoere.

Wenn jetzt noch das Kabel kommt, was ich mir vor Wochen(!) schon bestellt habe, kann die Woche kaum noch besser werden. 

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Ein bisschen Politik und viel Wehrpflicht

Trotz mehr Zeit laeuft das politische Geschehen immer noch etwas an mir vorbei. Sollte warscheinlich wieder vermehrt FAZ lesen.
Immerhin ist mir ein Beitrag zum Dreiergipfel Merkel-Sakrozy-Medwedjew unter die Augen gekommen und folgendes ist haengen geblieben: Angie hatte wohl recht niedrige Erwartungen (hat vll sogar mit keinem Ergebnis gerechnet), jedenfalls wirkte sie sehr zufrieden. Der Baer machte auf mich nen recht offenen Eindruck, sagt aber klar und deutlich was Sache ist. Wird wohl wirklich drueber nachdenken, zum NATO-Gipfel zu fahren und da nicht nur einfach anwesend zu sein.
Einzig Sarkozy dieser Bauer, mault rum und klammert sich wie ein kleines Kind an seine Atomwaffen. Dabei ist Frankreich international unwichtig. Das Wort von Deutschland oder Russland ist international immerhin etwas wert, was man vom franzoesischen nicht grade sagen kann. Aber was soll man schon von einer Nation erwarten, deren militaerisches Aushaengeschild eine Einheit ist, die aus Auslaendern besteht.

Thema Wehrpflicht. Dazu wurde und wird ja immer noch viel Luft produziert (obwohl ja nichtmal die Personalstellen der Bundeswehr selbst wissen, was nun richtig los ist, das macht tolle Stimmung in der Truppe!), aber das geilste, was ich dazu bisher gelesen hab, stand in meiner 'Gewerkschaftszeitung'. Dort zitierte man den bayrischen Innenminister Herrmann folgendermassen:

" Die Wehrpflicht ist sicherheitspolitisch unverzichtbar, um die Einsatzfaehigkeit der Bundeswehr zu erhalten. Das haben wir vor einem Jahr einstimmig in CDU und CSU so beschlossen."

Toll oder? Da lassen sich die Herren und Meister der Volksvollparteien CDU und CSU tatsaechlich soweit herab zu beschliessen, dass die Wehrpflicht unverzichtbar ist! Ich verrate euch mal was: das ist totaler Bullshit. Die Wehrpflicht ist Aufwand, Aufwand, Aufwand. Fuer die KWEA's, die keinen Plan haben, fuer die Ausbildungseinheiten, die sich drum kuemmern muessen, dass die Rekruten allen moeglichen Scheiss bestmoeglich koennen, dazu aber keine Zeit haben, fuer die Einplaner/Staebe, die nicht wissen, wo sie Leute hinstecken sollen, die in (inzwischen) 3 Monaten wieder ausscheiden, in vielen Faellen keinen Bock und meistens noch weniger Ahnung haben.
Nichts gegen die Wehrpflicht an sich, das war im kalten Krieg sicher die beste verfuegbare Idee, aber heutzutage - nach den Strukturreformen, welche noch im Gange sind und der bevorstehenden - nutzlos. Hat ihre Notwendigkeit verloren. Eine 'einsatzorientierte' Armee (um mal mit den Worten unseres Ministeriums zu schreiben) hat keine Verwendung für einen Pool von Halbausgebildeten, der jaehrlich um etwa so 20000 Mann waechst und zu Reservezwecken gedacht war.
Ich hab festgestellt, wer bei der Bundeswehr bleiben will, weiss das schon vorher und wartet schon (teilweise sehnsuechtig) auf seine Einberufung. Wer aber eigentlich nicht richtig weiss, was er will, wird nach der AGA oder den restlichen paar Monaten Rumgesitze (was anderes kann man mit W6ern eigentlich nicht anfangen) kaum auf die Idee kommen, sich fuer weitere 2 bis 15 Jahre zu verpflichten.
Deshalb meine Bitte: Macht dem Gezeter ein Ende, setzt die Wehrpflicht aus, oder schafft sie gleich ab, eine Ausgesetzte nehmen wir eh nicht mehr auf. Schafft harte Fakten und Planungssicherheit fuer alle Soldaten. Spart meinetwegen Stellen ein, macht die Bundeswehr schlanker, aber schmeisst nicht an den falschen Stellen raus. Stichwort Wasserkopf (" ...mit dem man eine doppelt so grosse Armee fuehren koennte", Zitat aus der 'Gewerkschaftszeitung )

Sonntag, 17. Oktober 2010

Eine langweilige Woche

... liegt gluecklicherweise hinter mir. Ich nehme einfach mal an, dass theoretische Lehrgaenge bei der Armee so droege sein muessen, von Praktischen kam mir bisher nur gutes zu Ohren. Da kann man zum Bleistift auch mal neues Waffenmaterial antesten.
Einem .. naja, Gedankenblitz verdanke ich eine neue Idee fuer Akitas . Das war/ist diese Kurzgeschichtenserie, die ich in Anlehnung an 2274 vom Imperator und JayNightwind ins Leben gerufen habe. Da ist es zwar auch sehr (verdaechtig!) ruhig, aber immerhin mehr los als mit Akitas. Hoffentlich bekomm ich wenigstens den vierten Teil noch bis Ende des Jahres fertig.
Doch obwohl der letzte (richtige) Teil schon mehr als ein Jahr alt ist, lasse ich mich heute viel zu leicht ablenken...
Muss weiterschreiben... Gnah! Ablenkung.... Selbst dieser Post haelt mich vom Schreiben ab! Muss weiterschreiben!

Mittwoch, 6. Oktober 2010

"... und was machst du jetz so?"

Tja, die Frage stell unter anderem ich mir durchaus oefter, seitdem meine AGA vorbei ist. Da (insbesondere bunte) Grafiken immer am besten verstanden werden (oder einfach nur interessant aussehen--> bunt!) hab ich meine Jean Pütz-Skills zusammengekratzt und 'da mal was vorbereitet'.
Mein Tag als Kreis in Stunden. Arbeit und Pause zaehlen zur Dienstzeit, der Rest sogenannte Freizeit. Essen faellt weg, weil im Dienst waehrend der Pausen und zH waehrend des civilisierens (wer hatte da Zeitfresser geschrien?).

Vielleicht mal zu der Frage: was machst du waehrend dieser 'Arbeitszeit'. Nunja, rechtlich fuer mich Topfschlagen im Minenfeld, daher nur soviel: ich bin da und wir tun Dinge. Entspannt, aber nicht nur rumsitzen.
Was ich hingegen ganz offen erzaehlen kann ist, worauf ich mich in naechster Zeit freue: Deux Ex - Human Revolution, Fallout New Vegas (hab 3 ja praktisch totgespielt), Battlefield Bad Company 2 - Vietnam (ueberteuert? moeglicherweise, aber bei der zu erwartenden Spielzeit... *hust*500h BF2*hust*) und, seit neuestem und bisher noch nie, Duke Nukem Forever. Ich lass mich da gern von kompetenteren Wartern berichtigen, aber sind wir an diesem Spiel je naeher gewesen, als in den letzten 10 Monaten?
Ist jemandem aufgefallen, dass das Thema Musik fehlt? Liegt daran, dass ich bis auf die Big Four-DVD nix aufm Radar hab. Mein Geschmack und meine Lieblingsbands sind bekannt, ist da Jemandem was bekannt?

Sonntag, 3. Oktober 2010

Nochmal kurz

Resident Evil Afterlife 3D: Theoretisch totaler Bullshit. Praktisch aber richtig cool, hat grade in 3D richtig Spass gemacht, einige Szenen wurden ganz offensichtlich nur fuer diese Technik geschrieben. Aber was soll das mit dem Silent Hill Typen?

Ersteindruck Death Angel - Relentless Retribution: Abwechslungsreich, aber einpraegsam.

David Brin - Sonnentaucher: Merklich keine Phantastik, sondern SciFi ausm Westen. Aber trotzdem ganz gut, bleibt bis zum Ende spannend, das Ende haette ich so nicht erwartet.

Endlich mal Mass Effect zu Ende gebracht (sehr cool, braucht auch Monate spaeter praktisch keine Einarbeitungszeit, auch gleich nen neuen Char begonnen, den ich von Anfang an auf Renegate spielen werde. Aber ob das was wird, wo ich...), angefangen Civilization V zu spielen. Wollte gestern nach dem Kino nur mal kurz reinschnuppern, da wars dann aber auf einmal schon 0200... Das entwickelt sich jetzt schon zum Suchtspiel und Zeitfresser...

Samstag, 2. Oktober 2010

... und die ersten Tage

In der Stammeinheit. Fingen schonmal lustig an: am Busplatz stand niemand um uns abzuholen, aber ich kenne ja mein kleines gallisches Dorf und damit auch den Weg zum StO. Auf eben jenem Weg kommt mit einem Mal ein Kfz mit ortsfremden Kennzeichen auf meinen Kameraden und mich zu, haelt an und ein Mensch steigt aus. "Halt, stehenbleiben", sagte der Mensch. Wie sich herrausstellte, war das mein neuer Spieß, der musste aber weg. In dem Moment steht auch schon unser tolles BundeswehrKfz neben uns, warscheinlich sollten uns die beiden kameraden schon am Busplatz aufsammeln, haben uns aber verfehlt. Naja, nich schlimm, ersparen uns trotzdem den anstrengenderen Teil des Weges.

Nu, das war Mittwoch (Nachmittag). Heute (Freitag Nachmittag) bin ich schon Gefreiter (deshalb der Spruch mit den Pommes...) und hab praktisch kaum normalen Dienst geschoben. Donnerstag war ich im SanZ unserer 'Muttereinheit', eigentlich nur um die Hygienebelehrung unterschreiben kann, die es mir erlaubt, bei uns Kaffee kochen zu dürfen. *hurra* -.-
Das hat den gesamten Tag in Anspruch genommen und heute... Naja, Freitag halt.

AbkVz:
SanZ: SanitätsZentrum. Da sitzen die 'Ärzte' und tun Dinge. Und schreiben ab und zu mal jemanden krank.

Freitag, 1. Oktober 2010

Die letzten Tage...

Montag und Dienstag... Naja, eigentlich nur Waffen reinigen und.... Nichts weiter. Nur wurden verstaerkt Drohungen ausgesprochen, damit wir uns auch in den letzten paar Tagen noch benehmen. Montag Abend haben wir ne Zugfeier verantstaltet, aber das war nix besonderes, somit is auch nix weiter erwaehnenswertes vorgefallen.
Mittwoch Morgen hab ich mich beim Zugführer abgemeldet, der unerwarteterweise meinen Namen aus dem Kopf gewusst hat. Hat mir auch die Anweisung gegeben, mich nicht verarschen oder Kaffee kochen zu lassen, da ich mich verpflichten will. Ich soll mir weiterhin das militärische Auftreten bewahren, welches man mir beigebracht hat, auch wenn das am nächsten StO nicht so üblich sein sollte. Das ist ja das Übliche.
Unüblich dagegen: mein Stationsausbilder wünscht mir persönlich und extra viel Glück und ich soll es krachen lassen. Nicht nur im Dienst....
Die Verabschiedung von den Kameraden war kurz, aber herzlich und ehrlich. Irgendwie hat keiner von uns so richtig realisiert, dass sich viele nie wiedersehen werden. Was echt schade ist, man waechst in den 3 Monaten echt fest zusammen.
Nebenbei zu den Plänen der Bundeswehr: Es ist Unsinn, um 0340 aufzustehen, um 0430 zum Frühstücken gehetzt zu werden, dann um 0520 mit dem Bus loszufahren, wenn man anschließen fast 2 Stunden in Nürnberg auf den befohlenen ICE warten muss. Einfach Unsinn.

AbkVz:
StO: Standort. Ab und zu auch der eigene.

Samstag, 25. September 2010

Die Sportwoche

Montag und Dienstag eigentlich nicht weiter erwähnenswert, halt einen Gutteil Sport getrieben, primär Laufsport. Mittwoch war die Kacke hingegen richtig am Dampfen: Gefechtsmarsch. 16km mit Koppel, Rucksack und - natürlich - Gewehr (und Gefechtshelm, btw). Kein ausgebildeter GrpFhr, sondern einer aus unseren Reihen sollte uns führen, durch einiges Rumtauschen bin ich bei dem Einen von meiner Stube gelandet. Wie geplant, hatte ich ihm doch verprochen, sollte ich in seiner Grp sein, würde ich das Kartenlesen und Navigieren übernehmen. Wie schonmal gesagt, ich kann gut mit Karten und das UTM-System der Bw hab ich auch verstanden. Ist verdammt anstrengend geworden, zumal ich durch das Navigieren keine Zeit zum Pausemachen hatte. Well, shit happens und hat mir wieder schöne Blasen an den Fusssohlen beschehrt. Klasse Sache, grade weil am Donnerstag BFT auf dem Dienstplan stand.
Welcher dann allerdings doch trotz immer noch schmerzender Füsse machbar war. Da war Zähne zusammenbeissen und ignorieren die Devise. Hat geklappt und nach dem BFT war der ... naja.... aktive Teil des Tages auch schon vorbei. Eine ausgedehne Nato-Pause ließ viel Zeit zum totschlagen. Ein Fingerzeig auf den anstehenden Dienst in der Stammeinheit? (wo es laut insiderinfo ausgesprochen langeweilig sein soll).
Der Freitag bestätigt dies insofern, dass es wenn es für den Nachschub was zu tun gibt schnell gehen muss, aber ansonsten halt nix zu tun ist. Hab fast ne Stunde beim Nachschub mit der elektronischen Schreibmaschine zum Materialkartenschreiben gerungen. Durfte dann einige der Kärtchen mehrfach ausfüllen, weil das Tastaturlayout vom normalen so verschieden war, dass ich mich andauernd verschrieben habe.

Feststellung: Es gibt viel mehr Metalheads beim Bund als vorher (von mir) angenommen. Reichlich Fans der härteren Saiten (DeathThrashBlack), der Rest sind mehr so Rocker/Heavies. Selbst die Hopper sind in Uniform ganz angenehme Typen. Eins verstehe ich aber nicht: warum müssen so viele ältere Dienstgrade Onkelz-Fans sein? Gehören die zur (sehr beliebten) Neuen Deutschen Härte?

Naechste Woche Freitag gibts Pommes!^^

AbkVz:
UTM-System: mag ich jetz nich erklaeren, nur den Merksatz: Ran an den Baum, Rauf auf den Baum.
BFT: Basical Fitness Test, 5x10m Sprint ('Pendellauf'), 1000m Lauf und Klimmhang (hier reichen 5s zum Bestehen, der Durchschnitt liegt irgendwo zwischen 50 und 70)

Dienstag, 21. September 2010

Eine Zugfahrt die ist....







Finster wars, der Mond schien helle
Als ein Züglein blitzesschnelle
Garnicht um die Ecke fuhr
Drinnen sassen schweigend Leute
In so allerlei Gedoens vertieft
Als ein lebensmüder Dümmling
auf den Schienen sprang und lief
BlutBlutBlut
Ihn erwischt der Gegenzug
Es verteilt ihn wie im Flug
Also lagen nun
Dort dönergroße Teile rum
Darum musst ich warten nun
Bis sie wieder ihn zusammentun
Mit allem seinen Gut und Hab
Um zu tun ihn in ein Grab


PS: Erlebt waehrend der Fahrt nach Nürnberg zur vorletzten Woche.

Samstag, 18. September 2010

Vorletzte Woche

Montag: Wachausb.: rumstehen, rumstehen, ab und zu mal Streife laufen und ein paar Ausbilder, in dem Fall Lagedarsteller durch die Gegend schubsen. Das Aufregendste war da noch, als einer von uns nem HG mit ner Mischung aus Pech und (De)Eskalationsmaßnahme den Fuß gebrochen hat.
Dienstag: (Für mich 2tes Mal) RoE-Schiessen. Dabei Feuerkampf mit der Grp, also mit rumschreien, schiessen, keine Zivilisten abballern und dem GrpFhr melden. Macht mit der ganzen Grp noch mehr Spaß als zu Zweit wie bei der Einsatzübung (da hab ich die Übung das erste Mal geschossen). Das Aufräumen, die Nebenausbildung (schließlich kann man uns nicht einfach so rumsitzen lassen), sowie das anschließende Waffenreinigen war mehr Dummfick als alles andere, aber wenigstens konnte ich unter Beweis stellen, das ich ausgezeichnet mit Karten umgehen kann. Wär ja auch peinlich, wenn nicht, nach 4 Jahren Geographie LK. Fazit: Schiessen war wieder geil, der Rest eher öde.
Mittwoch: nochmal ABC/Se, mit den gleichen Stationen, den gleichen Stationsleitern und den gleichen Inhalten. Maskendrill (unter 7sek muss der Helm ab, die ABC-Tasche auf und die Maske aufgesetzt sein), Sprühangriff (Maske auf und unter dem Poncho verstecken), Overgarnment (an- und ablegen, da kann man viel falsch machen!) und Sofortdekontamination. Daraus (und aus der anderen Ausb.) gelernt: nen richtigen ABCler erkennt man daran, dass er sich nach nem Angriff auszieht, die Klamotten verbuddelt (mindestens 50cm tief xD) und dann nackt kämpfen geht. Solange er noch gehen kann. Soviel zum Vormittag. Nachmittag stand HiBa aufm Dienstplan, die geliebte und verhasste Hindernisbahn. Mehrere Male mit Koppel, Gewehr und ein paar Mal auch mit der Grp drüber. Ist verflucht anstrengend, wenn man drauf ist (für mich insbesondere das Gleiten und der Rückmarsch im Laufschritt), aber total geil, wenn man wieder runter ist. Macht auch mit der ganzen Grp Spass, da kommt endlich Teamgeist auf. Der allerdings in meiner so schon stark ist.
Donnerstag: Vormittag etwas Sport (nix ausgefallenes, laufen, sprinten und ballspiele), aber nur bis 1000hrs. Dann bis zum Mittag 'Stuben- und Revierreinigen', sprich etwas tun, aber noch viel mehr nicht tun. Ich hab beispielsweise in ner halbn Stunde die FW-Missionen von GTALCS gemacht, weil ich die Feuerfestigkeit gebraucht habe. Nachm Mittag gings in PolBil Unterricht beim Hptm, Thema Extremismus. Unterscheidungen, Folgen für uns und ein paar sehr interessante Diskussionen. Womit ein weiterer Tag vollbracht war.
Freitag: Der halbe Tag. Ein bisschen Formaldienst (Antreten, Marschieren und unser Leutnant hat uns ein lustiges Spielchen für letzteres beigebracht: bei 'Parso!' stampfen [während des Marschierens] einmal mit links auf, bei 'Galeere' einmal links, rechts, links. Klingt richtig geil! War nur ein trauriger Anblick, weil wir nur 27 von 57 gewesen sind. Der Rest nicht einsatzfähig [der Grossteil] oder anderweitig eingesetzt), ein Unterricht zum Thema Umweltschutz (bei dem uns nach 2,5 Monaten [endlich!^^] beigebracht wurde, wie wir unseren Müll zu trennen haben...) und der Lauf ins Wochenende (neue Bestzeit: 00:17:10 für 3,5km auf Schotter und Asphalt).


AbkVz:
HG: Hauptgefreiter, wird man fuer gewohenlich innerhalb FWDL23
FWDL: Freiwillig Wehrdienst Leistende (Soldaten), diewo laenger machen, ohne sich gleich zum SaZ zu verpflichten
SaZ: Soldat auf Zeit, die gehoeren der Bw. Im Gegensatz zu den GWDL und FWDL, die noch mehr der gesellschaft gehoeren
RoE: Rules of Engagement, praktisch: anrufen, Warnschuss, schiessen. Oder Notwehr.
Grp: Gruppe, so 10 bis 15 Soldaten plus
GrpFhr: Gruppenführer, führt eine Gruppe
GTALCS: Grand Theft Auto Liberty City Stories, irgendwie GTAIII für PSP
PolBil: Politische Bildung, da bekommt man beispielsweise beigebracht, wie das mit dem 'Bürger in Uniform' und die 'Innere Führung' funktionieren. Irgendwie hat die Abk was von Neusprech...
Hptm: Hauptmann, bei mir der Kompaniechef. Toller Mann.

Sonntag, 12. September 2010

Schlaf? Was' das denn?

Sooo... Einsatzübung überstanden.
Wenn ich jetz schreibe, dass wir ein Feldlager aufgebaut, betrieben und beschuetzt haben, dann klingt das weder sonderlich anstrengend noch ausserordentlich spannend. Aber das isses beides gewesen! Ich bin bei (überschlagenen) 60 Stunden Einsatzzeit auf 5 Stunden Schlaf gekommen, hab kaum was gegessen (kein Hunger/keine Zeit), war aber trotzdem jederzeit einsatzbereit. Irgendwie jedenfalls.
Letztlich sind wir das erste Quartal gewesen, welches die Lage geloest hat, indem unser zweites Feldlager ein aufruehrerisches Dorf einfach von der Karte gesprengt hat und wir dann ein anderes mitten in der Nacht hochgenommen haben. Die 'Lagedarsteller' haben bloed rumgepoebelt (was sehr warscheinlich unangenehme Konsequenzen fuer sie haben wird), aber da unsere Laune mindestens genauso schlecht war (nach 24 Stunden Dienst fuer meine Gruppe), wurde ihnen beigebracht: 'Don't you fuck with XFOR!'
Obwohl ich keinen einzigen von meinen 25 Schuss abgegeben habe, ist das wirklich das absolute Highlight der AGA gewesen.
Das Geilste zum Schluss: unser Leutnant (Stellv. ZugFhr) hat uns - auch weil der Hauptmann (KpChef) so zufrieden mit uns war - am Mittwoch 3 Kaesten Bier ausgegeben. Eine klasse Geste (allerdings hat in unserem Zustand Eins so geknallt wie normalerweise 5 oder 6^^).

Montag, 6. September 2010

Hab ich da grad Analfetisch gehört?

Ein Post über den Soldatenhumor, den ich hier jeden Tag erlebe.
Die Überschrift ist ein Ausruf eines Kameraden meiner Gruppe, welcher (der Ausruf, nicht der Kamerad) sich inzwischen immer mehr im Zug verbreitet. Zustande gekommen ist der so: wir mussten uns mal wieder alphabetisch zum Waffenempfang aufstellen, also wurde immer wieder von verschiedenen Leuten "Alphabetisch" gebrüllt. Da steckt der Kamerad ganz überrascht den Kopf zur Tür raus und fragt todernst: 'Hab ich da grad Analfetisch gehört?' Seitdem muss das zumindest in meiner Gruppe mindestens einmal pro Tag kommen. Sinnfrei, aber gelacht wird jedes Mal.
Desweiteren haben wir uns, schon in Ermangelung von Alternativen etwas ausgedacht, wenn wir auf Klo anstehen muessen (was bei 4 Thrönen für 28 Mann unvermeidlich ist). Genannt haben wir es Kackebingo und gespielt wird es folgendermassen: wenn alle 4 Kabinen besetzt sind, darf der Erste der danach in den Sanitärbereich kommt, anfangen zu raten wer drauf sitzt. Es gibt (noch) keine Regeln oder Punkte, aber es vertreibt die Zeit, man hat immer (!) was zu lachen (lachen hilft den Gestank zu ignorieren und ist gesund) und meistens entstehen so auch Gespraeche.
Noch ein Beispiel für, das was wir 'Humor' nennen sind die teilweise doch sehr blöden Sprüche, welche wir uns gegenseitig an den Kopf knallen oder von den Ausbildern losgelassen werden. Ein paar Beispiele:

Bundeswehr ist gruen sein und rumstehen.
Wie aus die siehst! Wie rum du rennst! Was Scheiss du laberst! (meistens, wenn man nem Kameraden den Anzug richtet und er sich dann auch noch beschwert)
Wir verteidigen unsere Schnitzel. Auch am Hindukusch. ... Gegen Moslems.
Was ist gelb und kann nicht schwimmen? Ein Bagger! Und warum? Weil er bloß einen Arm hat.
Was ist weiß und kann nicht schwimmen? Ein Kühlschrank.
Was ist gelb und klebt auf der Straße? Ein toter Honig.
Was ist klein, weiß und versteckt sich hinterm Baum? Eine schüchterne Milch.
Was ist gelb und jagt durch den Wald? Ein Postfrosch!
Dann gibt es da noch einige Sprüche, die ich, sollte ich sie posten, schwärzen müsste. Die KANN ich theopraktisch nicht im Intrawebz veröffentlichen....
Was machst du mit einer Glatzköpfigen, wenn du mit ihr Sex hattest? Legst sie zurück in den Kinderwagen! Was ist orange-weiß gestreift und liegt auf dem Boden vom Pool? Ein Baby mit geplatzten Schwimmflügeln.Was ist grün und trägt ein Kopftuch? Eine Gürkin!

Und warum das alles? Um den Tag zu ertragen beispielsweise. Oder auch, weil wir so wenig zu lachen haben, dass die Lachschwelle sehr (!) niedrig liegt und sowas schneller erzählt ist, als ein guter Witz. Obwohl es auch die gibt! Aber das gehoert nicht hier her.

Samstag, 4. September 2010

Ende August

Vorletzte Woche in Kurzfassung (man beachte dazu das Abk-Vz) und was diese Woche vorgefallen war.

Montag: Unterricht f. Di und Praxis EOD. Dienstag: P8-Schiessen, Ausb Patr+Kfz/PersKontr, TCP, CRC. Mittwoch: Praxis Patr (Verhalten ggnüb ZivBev), HiBa, 1. Bier in d. OLK (weil teuer). Donnerstag: 1.Mal festen Boden: Freudentanz, weil praktisch schon Wochenende. Freitag frei.

Sichtungen als wir Draussen waren: Mo: Tornado im Tiefflug über OLK und ein UH-1D Huey. Di: CH-53 vom Heer und eine Mi-24 Hind von wer weiss wem. Letzteres ist einfach ein göttlicher Anblick!

Die Erleberei ging diese Woche am Sonntag schon los: Kontrolle duch Feldjäger und dann nochmal am Tor. Dachte schon unsere Gefährdungsstufe hat sich geändert. Dem war zum Glück nicht so, warscheinlich hatte der OvWa einfach nur Langeweile.
Montag: ein bisschen Wachausb im Regen, dann Einplanung. Ergebnis bekannt. Nix besonderes, Nix gemacht, dafür das Buch ("Sibirische Erziehung") von nem Kameraden halb durchgelesen.
Dieses Buch am Diestag ausgelesen (400 Seiten), Metro2034 begonnen, Patr+TCP, bei letzterem QRF gewesen, es gab nichts zu tun für uns, daher im Wald rumgepimmelt und gepennt. Musste abends unser Gebäude abmelden, eigentlich nix schlimmes, dabei muss ich nur dafür unterschreiben, dass Alle im Bett sind. Nervt nur, weil in Uniform, daher später im Bett als sonst.
Mittwoch: Weißwurscht zum Frühstück. Mit reichlich Senf durchaus essbar. Aber nur, weils den Geschmack überdeckt.
Donnerstag: ABC/Se Ausbildung, so alles: mit Overgarnment, Maskendrill (ein bisschen, sollen uns fürs erste Mal echt gut geschlagen haben [15s]), unterm Poncho verstecken, Dekontamination.
Erste Einweisung in unsere Einsatzübung nächsten Montag bis Mittwoch. Da soll eine einsatznahe Übung und praktische Wissensüberprüfung an uns durchgeführt werden. Mit allem was wir bisher gelernt haben, eigentlich wie das Biwak früher, aber da kein grosser Vaterländischer Krieg mehr erwartet wird, spielen wir halt nicht mehr den Überfall der Warschauer Vertrag-Staaten, sondern den Einsatz als Schutztruppe mit UN-Mandat. Läuft dann als XFOR und wir sollen der schwachen Regierung Rothlands (die OLK liegt gleich neben dem Ort Roth...) helfen die Ordnung nach einem langen Bürgerkrieg wiederherzustellen und eine Demokratie aufzubauen. Bei der ganzen Aktion vermischen sich Aspekte aller großen Auslandseinsätze der Bw: Kosovo, Bosnien und Afghanistan. Wird bestimmt verdammt anstengend, aber auch sehr cool und interessant
Schon alleine, daß wir ab Verlassen des Feldlagers dann Gehörschutz tragen müssen bedeutet, dass wir (Ex-)Mun bekommen und von uns erwartet wird, diese auch zu benutzen.


Abk-Vz:
EOD: Explosive Ordnance Disposal, Kampfmittelräumung
P8: Heckler & Koch Pistole P8, unsere Pistole, eine Faustfeuerwaffe
Ausb: Ausbildung
Patr: Patrouille, im Gruppenrahmen durch die Gegend latschen, gehoert in Afghanistan zu 'Präsenz in der Fläche'
Kfz+PersKontr: Kraftfahrzeug-und Personenkontrolle, wird an jedem TCP/CP gemacht. Manchmal sogar am Tor der OLK
TCP: temporary Checkpoint, ein zeitlich begrenzte Kontrollstelle
CP: Kontrollstelle, nicht zeitlich begrenzt, teilweise echt verdammt schwer ausgebaut
CRC: Crowd and Riot Control, Einsatz gegen Menschenmengen
ggnüb: gegenüber
ZivBev: Zivilbevölkerung, weil im Einsatzland leben für gewöhnlich immer noch Leute
HiBa: Hindernisbahn, beim Überqueren anstrengend, danach immer sehr cool
OvWa: Offizier von Wache, der Wachchef (unterhalb der truppendienstlichen Wachvorgesetzten)
QRF: Quick Reaction Force, schnelle Einsatztruppe... je nachdem, wie 'schnell' in dem Fall definiert ist (nächste Woche beispielsweise 5 Minuten)
ABC/Se: Atomare-Biologische-Chemische Kampfstoffe/Selbstschutz, alles was wir zur Abwehr beziehungsweise zum Selbst- und Gruppenschutz bei/nach Kontaminierung wissen müssen.

Mittwoch, 1. September 2010

Gamestar Relaunch 2010

Kurz gesagt: ich find das neue Design mehrheitlich Scheisse.
Wo ist die Uebersicht, wo ist die Ordnung und vor allem: wo ist das serioese Auftreten, wie es sich fuer das wichtigste PC-Magazin Deutschlands gehoert?
Das sieht verdammt nochmal aus wie die verfluchte Bildzeitung!
Und dann noch dieses "Freispiel". Duerfte inzwischen die dritte Neueinfuehrung einer Mod/Patch/Browsergame/F2P-Rubrik sein. In ein paar Ausgaben gehen wieder die Ideen/Inhalte aus und das ganze verschwindet wiederum. Toll gemacht werte Redaktion.

Montag, 30. August 2010

Frohe Botschaft

Große Aufregung in der Kompanie heute: die Einplanung stand vor der Tür, heisst uns wurde mitgeteilt, wohin uns der Dienst für den Rest der Wehrdienstzeit verschlägt. Als Ossi hat man da bei der Luftwaffe eher schlechte Karten, da die sich hauptsächlich im Westen breit gemacht hat. Theopraktisch gibt es nur die beiden Möglichkeiten Strausberg und Holzdorf, was Heimatnähe angeht. Ansonsten... Schortens anner Nordsee. Hab ich schon fast mit gerechnet.

Wäre da nicht diese vergessene Stellung, praktisch dieses kleine gallische Dorf. Das Dorf in dem ich eh schon wohne. Und, beim Barte des Abteilungsleiters, an genau diesen Standort werd ich verplant. Vollkommen glorios xD Heimatnäher wäre nur noch KzH bis DZE. Also nix mit grosser Welt, Madse bleibt erstmal zH.

AbkVz:
KzH bis DZE... krank zu Hause bis Dienstzeitende. Der Traum eines jeden Verpissers.

Samstag, 28. August 2010

Filme, kurz

The A-Team. Laesst trotz Wirrheit und losen Enden in Teilen die Stimmung der alten Serie aufkommen. Wunderbar besetzt, nur B.A. ist etwas schwach. Das Vorbild macht es aber auch verdammt schwer. Viel Bumm, wenig Sinn, was fuer Actionfans.
Predators. Ohne Aliens, wie ich es schon immer gefordert habe. Beide Universen haben imho nichts miteinander zu tun. Aber zum Film. Aehnlich A-Team: viel, viel Action, aber 'Sinnvoller' und besser erzaehlt. Die Besetzung ist gut, aber das Script gibt nicht viel her, daher sind die Charaktere eher flach. Aber hey, Laurence Fishbourne kommt drin vor, es wir das Orginal mit Arnie mehrfach zitiert und imho ist die Maske von dem vorletzt sterbenden Predator die gleiche wie aus eben jenem ersten Film (ja, ich weiss, der hat sich eigentlich gesprengt. trotzdem.). Auch wieder nur fuer Actionfans.
Was beide gemeinsam haben: sie enden wie inzwischen ueblich, so dass man sich einer Fortsetzung eigentlich sicher sein kann.

Zur naeheren Begutachtung auf die PSP gewandert (und damit moeglicherweise als naechstes hier erwaehnt): Bitch Slap, Braindead (bei Okami Itto gesehn), Green Zone (mehrfach begonnen, nie zu Ende gebracht), The Expendables und The Wolfman. Desweiteren hab ich angefangen Californication zu schauen. Verflucht gut!

Mittwoch, 25. August 2010

Tage zählen, aber motiviert, nachgereicht

Diese Woche klammere ich mich nur an eins: Donnerstag nach Dienstschluss gehts asapst nach Hause. Da zähl selbst ich mal Tage... Hälfte hab ich immerhin schon!

Doch obwohl meine Stimmung diese Woche eigentlich eher scheisse ist, gibt es noch eine Sache, die mich jeden Morgen motiviert, die mir ein Grinsen aufs Gesicht zwingt. Diese eine Sache ist das Anziehen meiner Uniform, meiner Rüstung, meiner Arbeitskleidung, meiner zweiten Haut (zumal mir alles perfekt passt, von Stiefeln, über Hosen bis zur Feldmütze). Manche kotzen darüber, für mich gibt es fast nichts Schöneres. Aber ich wollte ja auch hier her.

Wem ist jetz alles der Gegensatz zum ersten Absatz aufgefallen? Gut, doch einigen. Dazu nur eins: so sehr man seinen Beruf liebt und vergöttert, irgendwann kann man ihn dann doch nicht mehr sehen, nichwahr? ^^ (insbesondere wenn der Rest der Belegschaft nur am Rummotzen ist. Also nerven mich eher die anderen)

AbkVz reiche ich nach, Übersetzung vll auch.


--------------------translating/summarizing--------------------
Counting days, but motivated
This week, I'am hangin on to one thing: thursday after closing time, I'am heading home ASAP. That what makes even me counting days. Already got the half of it!

My mood beeing pretty shitty this week, there is one thing, that forces a smile on my face. This one thing is putting on my uniform. What makes some people vomit, is almost the greatest thing to do for me. But I always wanted to be here.

So, who noticed the contrast between the two paragraphs? Good, at least a few. One thing to explain: as much as you love your profession, after some time you can't stand it at all. ( especially, when everything the other folks to is complain. that's what makes my crazy. )

----------------------------------------

asapst: schnellstmoeglich, Steigerung von ASAP, eng. as soon as possible

Sonntag, 22. August 2010

Freitags GvD und Wochenende

Von Freitag mittag bis Samstag morgen quasi Wachdienst gehabt. Eigentlich ganz entspannt, aber so zw. 2 und 4 Uhr hatte ich nen richtigen Durchhänger. Allerdings nix, was man nicht mit Bewegung und ner Koffeintablette (sind eh am Mann) beheben kann.*hehe* Das gut überstanden und jetzt festgestellt: am Wochenende ist es hier richtig angenehm, man hat seine Ruhe (alle andern sind zH) und garkeinen Stress. Hat was von Urlaub, wenn ich hier nur in Badehose, Tshirt und Turnschuhe rumschlendere. Fast schon am tollsten: man muss auf Klo nich anstehen! (sonst ein großes Problem) Doof ist halt nur, dass man nicht selbst zH ist, aber vll ist auch das mal ganz angenehm, weil man wirklich mal richtig ausspannen kann.
Die kommende Woche wir kurz, Freitag gibs Sonderurlaub fürs Blutspenden vor einem Monat. Dann hoffentlich mal wieder mehr Zeit für Blogger.

Dank an den Imperator, jetzt Co-Autor auf der Abteilung, damit er meine per Mail zugeschickten Posts veröffentlichen kann.

Samstag, 14. August 2010

Der sich den Wolf lief

So, diese Woche mal wieder zH und Zeit (naja....) und Lust (...) was zu schreiben. Seit 2 Wochen nimmt Mail2Blogger die Mails von meinem Handy nicht mehr an, ansonsten wuerde es oefters mal ein kleines Update geben.
Zu den vergangen 2 Wochen im Schnelldurchlauf: 3 Mal schiessen gewesen, da ich aber erstens ne Punktwaffe habe (die genau da hinschiesst, wo das Fadenkreuz/der Reflexpunkt hinzeigt) und zweitens offenbar ein ganz annehmbarer Schuetze bin, hab ich bisher alle Uebungen beim ersten Versuch bestanden und somit nur genau 36 Schuss scharf geschossen. Wirklich nicht grade befriedigend, wenn ich sehe, dass Leute die sich offensichtlich zu dumm anstellen schon fast 100 Schuss verballert haben. Da sehe ich die Besseren eindeutig bestraft. (der scharfe Schuss macht naemlich Spass!)
Hab sehr viel im Regen gestanden und so wie der Wetterbericht ausssieht, wird sich das in der naechsten Woche auch nicht aendern. Wegen Regen ist letztes Wochenende auch das RedBullAirRace auf dem Lausitzring buchstaeblich in Wasser gefallen. Noch weniger befriedigend.
Diese Woche den ersten Gelaendetag gehabt, dabei 2/3 des Tages mit der Gruppe (14 Mann) durch den Wald gerannt, geglitten und geschlichen. Danach waren meine Knie recht lediert, durch das andauernde abgekniee, im Wald steht schliesslich keiner und sitzen is schonmal garnicht!
Weiterhin: 6km Eingewoehnungsmarsch. Stellt sich entgegen vorheriger Befuerchtungen als echt leicht heraus, halt 6km (rund um die OLK) wandern. Nicht mehr nicht weniger, fuer mich als passionierten Wanderer ein Klacks, trotz Koppel, Rucksack und Gewehr. Andere waeren dagegen schon am liebsten nach einem Drittel oder so ausgestiegen, aber es hiess, alle oder... Naja, alle halt.
Fazit dieser 2 Wochen: Infanterieausbildung reicht von anstrengend ("lockerleichter Laufschritt") ueber langweilig (Schiessausbildung ohne einen Schuss abzugeben) und spannend (Gelaendetag!) bis frustrierend (Wetter und keine Moeglichkeit, nasse Sachen effektiv zu trocknen). Hab mir 2 Blasen gelaufen ( gross und schmerzlos und klein und verdammt nervig [am kleinen Zeh!]), dafuer aber keinen Wolf. Insofern stimmt die Ueberschrift fuer mich nicht. Andere haben nur 500m dafuer gebraucht und sind nach 3 Tagen 'Im Einsatz' (ersten 6 Wochen MSG) schon wieder draussen. Aber rauchen wie russische Waelder! Pfeifen....


Abk-Vz:
zH: Zu Hause, ... ist es immer noch am Schoensten
OLK: Otto-Liliental-Kaserne, mein anderes zu Hause
MSG: Marsch-Sport-Gelaende-befreit, Dauerzustand bei einzelnen Kameraden, muessen halt den anstrengenden Teil der AGA nicht mitmachen
AGA: Allgemeine GrundAusbildung, hab ich schon zu Haelfte rum

Samstag, 31. Juli 2010

Routine?

Diese Woche war irgendwie so lala. Schon fast trivial. Langsam stellt sich Routine ein und damit einhergehend fuer mich das Vergessen, dessen, was passiert ist.
Oder ich bin diese Woche einfach nur geistig leicht abwesend gewesen xD
Mal vom freien Montag abgesehen, war diese Woche bis auf ein Erlebnis recht unspektakulaer: Kompanieimpfen (wo ich nur meine FSME-Auffrischungsimpfung bekommen habe), WSA (diesmal im Matsch und mit Strafsport), erstes Lauftraining (omg, ich brauche unbedingt nen Ausdauer-Buff!), nochmaliges Ausfuellen der einfachen Sicherheitserklaerung (weil war im Einberufungsbscheid schon mit drin, musste trotzdem nochmal gemacht werden), Schreiben eines Tests ueber Dienstgrad(-gruppen), Sicherheitsbestimmungen und Bauteile G36 (fuer den bei Nichtbestehen am naechsten Freitag nach Dienst nachgeschult wird) und ein bisschen Unterricht (Innere Führung, komplex bis kompliziert, aber recht interessant).
Nun zum einzig spektakulaeren dieser Woche: Schiessen im AGSHP. Diesmal aber nicht irgendeine zwar spassige aber strunzdumme Zieluebung sondern sowas wie simuliertes Gefechtssschiessen! Praktisch sah das so aus: 4 Mann stellen sich nebeneinander mit dem Simulatorgewehr vor die 'Leinwand' und bekommen Beobachtungsbereiche zugeteilt. Gespielt hat die ganze Sache in einer Art Dorfkulisse, die von feindlichen Kraeften angegriffen wurde, mit Grananten (HE, hiess fuer uns Abducken!) und Nebel. Wenn die feindlichen Kraefte seitlich aus dem Bild gelangen sollten, waren wir gescheitert. Sehr coole, spannende und spassige Uebung! Eigentlich das perfekte Zwischending zwischen Egoshooter und echtem Gefecht. Voll toll!
Mal ein paar Worte zum Wetter: Ich habe echt schon lange nicht mehr so viel im Regen gestanden. Da das aber weder ein Ferienlager, noch wir aus Zucker sind (obwohl das auf einige Kameraden zuzutreffen scheint), mussten wir trotzdem raus. Immerhin ne Abwechslung zum Rest des Monats, in dem wir uns halbtot geschwitzt haben.

--------------------translating/summarizing--------------------

Well, this week was kinda dull, allmost trivial. Either routine is developing or I'am getting forgetful.
Except for one thing, this week was quite unspectacular: inoculation, WSA (muddy plus punishment-sport equals yay!), running ( I need endurance!) , a test about ranks and our G36 and some education ('Innere Führung', the BW-concept to merge civil rights and the needs of the military).
Only spectacular thing this week: an AGSHP-session. Situation: 4 men are supposed to defend a village. Allmost like an egoshooter. Much fun!
Just a few words about the weather: Havn't been standing in the rain so much for a long time! But as we aren't in a summer-camp, nor made out of sugar, we had to go outside anyway. But has been a good change to the hot and sweaty weather of the rest of the month.

----------------------------------------

Abk-Vz:
AGSHP = Ausbildungsgerät Schießsimulator Handwaffen/Panzerabwehrhandwaffen / trainingdevice shootingsimulator handweapons/anti-tank-weapons
BW = Bundeswehr / german army
FSME = Frühsommer-Meningoenzephalitis, sprich Zeckenimpfung / tick-borne encephalitis, tick-inoculation so to speak
Abk-Vz = Abkuerzungsverzeichnis, ab jetzt warscheinlich bei jedem Post / list of abbreviations, most certainly with every post from now on

Dienstag, 27. Juli 2010

Erkenntnisse einer Zugfahrt

Übrigens der ersten pünktlichen! Wirklich das erste Mal, dass mein ICE keine einzige Minute zu spät war.
Erkenntnis 1: Die Bücher von Achim Wohlgethan sind verdammt gut. Er schildert aus Sicht eines deutschen StUffz die Anfänge des deutschen Engagements in Afghanistan, erst in Kabul (in 'Endstation Kabul'), dann beim Aufbau des PRT Kundus ('Operation Kundus'). Er berichtet eindrucksvoll und deutlich über die Missstände bei der Bundeswehr im Allgemeinen und der ISAF im Speziellen. Klare Kaufempfehlung an alle, die sich für unseren Afghanistaneinsatz interessieren.
Erkenntnis 2: Ich brauche ein Gerät mit dem ich all die Gedankengänge und -spiele aufzeichnen kann (wie in einem Phantastikroman gelesen), die zum Mitschreiben zu schnell in meinem Kopf ablaufen. Würde auch regelmässigere Posts garantieren.

Sry, no translation by this time, I'am running out of space in Mail2Blogger. Maybe coming weekend, if I can find time between my GTA-Sessions on the PSP. :-D

Samstag, 24. Juli 2010

Hurra

Zum ersten Mal hats ein Leserbrief von mir in die Gamestar geschafft! Wers findest und mir den Titel nennen kann, bekommt... oehmm... meinen vollen Namen xD

Betteln und WSA

Heute mal ein bisschen durcheinander.
Den Donnerstag abend hab ich ( auf Befehl ) damit zugebracht, ein Kuhkaff ( nein, den Namen nenn ich jetz nicht, sonst fuehlt sich noch jemand auf den Schlipps getreten *hust*Buchau*hust* ) zu durchwandern um an jeder Tuer zu klingeln und " Guten Abend, ich bin von der Bundeswehr und sammle heute fuer den Volksbund Deutsche Kriegsgraeberfuersorge e. V. und moechte sie um eine Spende bitten. " zu sagen. 3 verdammte Stunden lang! Noch dazu in den bisher unbequemsten Schuhen der Bundeswehr: den schwarzen Halbschuhen vom Dienstanzug ( der 'Paradeuniform' ). Dreckdinger, sag ich! Das Geloebnis fand ja gluecklicherweise in Felduniform, also Kampfstiefeln statt ( wegen der Hitze ), also hatte ich die Halbschuhe Donnerstag das erste Mal an.
Da kann ich nur immer wieder wiederholen: Ich liebe meine Kampfstiefel! Die sind wirklich angenehmer zu tragen, als meine privaten, eingelatschten Turnschuhe! Bisher wirklich selten was besseres an den Fuessen gehabt.
Nun zu dem Kurzel WSA. Steht fuer Waffen Schiess Ausbildung. Heisst: die Bundeswehr hat mich am Mittwoch ( weil Montag ja Geloebnis und Dienstag Blutspenden ) mit meinem Gewehr bekannt gemacht. Ja, MEINS! *hehe* Meine Waffe ist ein wunderschoenes, schwarzes, benutztes ( was es doch ein bisschen einzigartig macht, bei keinem Gewehr sind die Kratzer gleich ) Heckler und Koch Gewehr G36 mit der Produktionsnummer 16531. Ich wette, ich bin der Einzige aus meinem gesamten Zug, der sich diese Nummer schon nach dem ersten Mal in der Hand halten gemerkt hat xD
Diese Woche hat sich WSA nur auf Ladetaetigkeiten ( also Magazin rein - teilgeladen; durchladen - fertiggeladen; Magazin wieder raus, Patrone rausrepertieren - entladen; Patronenlager pruefen, entspannen, sichern - Sicherheit herstellen ), Anschlagsarten ( liegend aufgestuetzt/freihaendig, kniend aufgestuetzt/freihaendig/angestrichen, stehen aufgestuetzt/aufgestuetzt/angestrichen ), Zerlegen und Zusammensetzen ( spassig! Wie Legotechnik und ganz einfach, weil logisch ) und Reinigen beschraenkt. Sind auch zweimal im AGHSP gewesen, dem Schiesssimulator. Dazu Erlebnis beim ersten Schiessen: Hauptgefreiter neben mir: " Na, Egoshooter-Erfahrung, was? " *grins* Woran er das jetzt gesehen haben will, weiss ich nicht, aber stimmen tuts ja trotzdem.
Ja, sonst... Gutes Essen, gute Stimmung, puenktlich Dienstschluss, deshalb viel PSP gezockt ( auch MP ), diese Woche aber kaum Sport gemacht *grml*
Hab mich Montag wirklich sehr gefreut, dass meine beste Freundin da war. Es ist immer klasse, wenn wir ( wenn auch meistens nur noch kurz ) zusammen sind :-D

For my international visitors:

begging and WSA
This week, I spend all thursday evening wandering through a (very) small bavarian village begging for the Volksbund Deutsche Kriegsgraeberfuersorge (German War Graves Commission). Turned out the black leather shoes from the 'parade-uniform' are the most unconfortable ones from the Bundeswehr so far.
Even my jackboots are more comfy! (in fact, these are the best i walked in for a long time, even better than my private sneakers)
Now to the abbreviation WSA. It stands for Waffen Schiess Ausbildung, Weapon Shoot Training in english. Means: the Bundeswehr introduced me to my very own personal G36. *hehe* This gorgeos black rifle has got the production number 16531, something I'd bet that I am the only one from my whole platoon has memorized from day 1.
This week, WSA only focused on loading, firing positions, disassembling and assembling (which is quite fun and easy, because logic) and cleaning. Went to the shooting simulator twice, little experience: first time shooting, the Hauptgefreiter ( similar to Private First Class (US) and the רב טוראי [Rav-Tura’i] (ISR) ) said to me: " Ego-Shooter know-how, huh?" *smile* Well, I dont know, where the heck he saw that, but it's true anyway...
So... good week, good food, good mood, on chedule closing time, because of that a lot of psp playing, but less sport this week *grml*

( Thank Chen, my israeli exchange student, he made me start translating xD )

Montag, 19. Juli 2010

Gelöbnis

Ich habe heute feierlich und mit Inbrunst gelobt, der Bundesrepublik treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutsche Volkes tapfer zu verteidigen. Und es war grossartig! So bewegend, das mir eine Träne über die Wange gekullert ist. Ich würde jederzeit wieder über eine Stunde fast bewegungslos in der Sonne stehen. Hoffentlich darf ich das auch, nur das ich dann oben genanntes schwöre und nicht nur gelobe.

Samstag, 17. Juli 2010

Links-Zwo-Drei-Vier

Diese Woche koennte ich in zwei zwo Teile teilen. Teil 1: Sanitaetsausbildung. Bin jetzt offiziell ( nehm ich jedenfalls an, schliesslich war ich ja anwesend ) Ersthelfer A. Jeder Tag mit einem theoretischen Teil ( in dem viel gepennt und gemalt wurde ) und einem (klar) praktischen Teil. Somit kann/darf/muss ich jetzt diverse Lagerungsarten anwenden, kann einen militaerischen Notruf absetzen, Blutungen aller Art stillen, widerbeleben, beatmen, etc.
Teil 2: Formaldienst. Bedeutet in Essenz, das was oben in der Ueberschrift steht. Marschieren ( muss ja geuebt werden, Montag ist Geloebnis ), marschieren, im Gleichschritt versteht sich, stramm stehen, links und rechts schwenken ( klingt einfach, aber macht das erstmal im Gleichschritt und mit 60 bis 120 Mann! ) und so einige andere lustige Sachen. Natuerlich alles in schoen sonneschluckendem Flecktarn und bei 30°C. Im Schatten, mit Wind, versteht sich. Dumm an der Stelle: Schatten auf einem Exerzierplatz ( den ich hier einfach mal so nenne, eigentlich nur ein Parkplatz ) kann man gern, lange, gruendlich und doch vergeblich suchen.
Erkenntnisse aus dieser Woche: Frauen bei der Bundeswehr: Scharf wie Schiesshund und hart wie Kruppstahl. Typen von der SanStaffel: entweder bescheuert und egozentrisch ( komischerweise besonders die Mannschafter.... ) oder cool, witzig und ein gutes Stueck irre. Ich sag nur: Luftroehrenschnitt mit nem Ladyshaver und zwo Schluesseln....
Neueste Errungenschaften: Kompaniepatch ( selbst an privaten Flecktarnrucksack genaeht ( siehe Bild )) und PSP.

Samstag, 10. Juli 2010

Heimaturlaub I

Erstes Wochenende zu Hause. Wo's halt immer noch am schoensten ist.
Die letzten anderthalb Wochen sind echt interessant gewesen! Ich hab neu laufen gelernt, wurde ueber meine Pflichten (reichlich) und meine Rechte (ja, auch sowas hab ich jetzt noch) unterrichtet, hab meine Vorgesetzen bis zum Regimentskommandeur (so in Ruhe echt angenehme Kerle, nur will ich denen nicht unbedingt in Disziplinarangelegenheit gegenueberstehen) kennen gelernt, musste still und stramm stehen, wurde eingekleidet (endlich in gruen, w00t!), neu gemustert ( angeblich jetzt mit leichter Gruenschwache, aber Tauglichkeit nicht geaendert), habe meine Kameraden kennen gelernt ('dufte' Typen), musste frueh aufstehen und konnte beobachten, wie wenig viele auf den Dienst vorbereitet sind. Da wird gejammert, weil man so frueh (0530) aufstehen muss, so wenig Zeit zum Essen hat (wenn man nur rumbummelt), in Formation die Fresse zu halten hat (was einige aber trotzdem nicht begreifen) und so weiter. Aber das lernen die schon noch ;-D
Ich finds jedenfalls echt gut, mein Gebaeude wurde erst letztes Jahr renoviert und wir haben deshalb schon die grossen Spinde (2000er, wems was sagt) und damit nicht soo viel Stress damit, alles drin unterzubringen.
Aber die Zeit der Beschwerde kommt bestimmt auch bei mir noch. Bis dahin: Alles bestens.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Life - The Game Pt.11

Heute: Bahnfahren.
Lang, lang ist es her, dass ich, Geschichtenerzähler des Helden zu euch gesprochen habe. Nun, heute muss ich mich kurz fassen, der Brieftaubendienst gesteht mir nur eine Gesamtzahl von 1000 Zeichen zu. Warscheinlich werde ich dieser Beschränkung un nächster Zeit öfter unterliegen. Nun, zur Sache: aus bekannten Gründen muss der Held, d.G.n.i.h.v.J.a.d.F.d.G.e.w. (siehe frühere Erzählungen), mit dem Zug fahren. Erstmals ICE und dann auch gleich noch erster Klasse. Ein Erlebnis! sagte er. Richtig edel und luxuriös, da kam sich selbst unserer Held edler Abstammung zum Trotz schäbig vor, so von wichtigen Herren in feinen Anzügen umgeben. Doch, inkognito reist man nicht im besten Zwirn, schon garnicht zu gegebenem Anlass.
Sei es drum, es wird sich zeigen, was er mir nächstes Mal zu erzählen weiss.

Montag, 28. Juni 2010

Short-haired Metalhead

Fast 5 Jahre 'Arbeit' für nur 9€ einfach weg... Schnipp-Schnapp, Mecke ab!
Bin ich ein bisschen traurig? Ja, schon. Freu ich mich trotzdem? Aber hallo!

Uebrigens: Abiball war wirklich klasse. Besonders 'unser' Abitanz hat mich stark beeindruckt. Echt toll. Den ringvernichter hab ich getroffen. Toller Mensch, egal wer was behauptet.
Bin bisher noch auf keiner Party freiwillig so lange geblieben, mit neuen, alten, neuen-alten Freunden gequatscht und getrunken. Schade, dass ich viele Davon fuer lange Zeit zum letzten Mal gesehen habe. Man waechst selbst in 3 Jahren doch wahnsinnig zusammen.

Freitag, 25. Juni 2010

Verschiedenes +Edit

Morgan Abiball. Praktisch die letzte Pflichtveranstaltung in Sachen Schule. Hat man soo lange drauf gewartet...

Wollte mir heute 2 Alben von Illdisposed auf eine CD brennen, musste aber aufgrund der Beschraenkungen des Mediums einen Song rausschmeissen. Ich weiss ja, wie gut die sind. Aber ich haette nicht gedacht, dass ich bei 2 ganzen Alben keinen Song finde, den ich von vornherein runterschmeissen wuerde. Da koennen sich so einige andere Bands eine Scheibe von abschneiden!

Castle ist eine tolle Serie. Sogar, im Gegensatz zu vielen anderen, sehr gut synchronisiert, wenn ich mich recht errinnere.

In Zukunft duerfte die Postdichte aus bekannten Gruenden noch weiter abnehmen, aber das setzt auch nur den traurigen Trend fort....

Kick Ass ist ein FIlm fuer Nerds. Sollte aber erst dann von ihnen gesehen werden ( Stichwort expliziete Gewalt ), wenn sie all die Traeume schon aufgegeben haben, die dieser FIlm verherrlicht, bestaetigt und schuert.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Geschafft! II

Ab heute steht ein weiterer Buchstabe auf meinem Fuehrerschein. Ein grosses, freundliches und schnelles A. Cooles Detail: kaum hat man nicht mehr die Fahrschulweste ueber der Motorradjacke wird man sofort und ohne Umschweife von anderen Motorradfahrern gegruesst. Sogar mitten inner Pruefung xD
Jetz kann das Wochenende auf Ruegen (Prora, etc) endlich und wohlverdient kommen...

Montag, 14. Juni 2010

Geschafft!

_____________Abitur: 2,0.


*muha*

Dienstag, 8. Juni 2010

Ich glaub....

... es is Sommer! w00t! Endlich wieder warm, endlich wieder vom rumsitzen schwitzen und jetzt schon wieder ( nach grade mal einem Wochenende durchgehend Sonnenschein ) die Leute ueber die Hitze und die Trockenheit meckern hoeren. Wie schoen... Ich geniess das jedenfalls, endlich wieder in kurzen Hosen zu zocken xD ( der musste einfach sein )
... unsere Bundesregierung ist bescheuert. Aber das ist ja auch keine neue Entwicklung.
... dieses Jahr belass ich es einfach nur bei einem kleinen Kommentar ueber die DTM auf dem Lausitzring: es war toll, warm, grossartig, spannend und hat wieder sehr viel Spass gemacht.
... GTA IV will nicht von mir gespielt werden. Tja, dann faellt das halt aus, aber ich verschandel mein schoenes, stabiles und zuverlaessiges, berechenbares XP nicht mit Service Pack 3. So, das haste jetz davon, Rockstar!
... Blur macht echt Laune, wird aber mit der Zeit etwas eintoenig. Ausserdem mag es meinen Kontroller nicht, weil er weder weiss, noch von M$ ist.
... wenn ich am 17. die Pruefung schaffe, fahr ich zu den Stellproben fuer den Abiball mit Motorrad xD

Mittwoch, 2. Juni 2010

Chefchen-Poker

Es verdichten sich Hinweise ( so sagen jedenfalls die Politologen und berichten die Nachrichtenportale ), dass die von der Leyen, derzeit noch Arbeitsministerin, die Kandidatin der Koalition fuer das Bundespraesidentenamt ist. Ich bin skeptisch, hab der Frau noch nie getraut. Welche Mutter hat sieben (7!) Kinder und kann trotzdem eine politische Karriere verfolgen, die offenbar selbst auf Ebene einer Bundesministerin kein Ende findet.
Aber die anderen Vorschlaege sind auch nicht grade dazu angetan, meine Zustimmung zu finden, wenn da von einem Koch die Rede ist, oder einem Schaeuble. Letzterer wird als sehr viel weniger warscheinlcih gehandelt, er ist wohl als Finanzminister zu wichtig. Lammert, seines Zeichens Bundestagspraesident, will offenbar und nach eigener Aussage nicht. Immerhin eine klare Ansage, im Gegensatz zu dem "Ich-halt-den-Schnabel-und-mach-auf-witzig" von von der Leyen.
Aber - und da bin ich sehr gluecklich drueber - hab ich bisher nur einmal und dann auch nur ganz am Anfang der Diskussion den Namen Stoiber gehoert. Der taucht heute nicht mehr auf. Ein Gutes Zeichen?

Montag, 31. Mai 2010

Chefchen geht

Erst wollte ich garnicht glauben, was mit meine Mutter mitten in ner Runde Bad Company erzaehlt hat, aber nachdem ich die Aufnahmen zig-mal gesehn hab ist es wohl so:
Bundespraesident Horst Köhler erklaerte heute seinen Ruecktritt. Wahrlich ein starkes Stueck. Da schien mir selbst die Kanzlerin etwas sprachlos, als sie etwa 2 Stunden spaeter vor die Presse trat.
Die Reaktionen der restlichen (mehr oder weniger) wichtigen Akteure der Bundespolitik waren auch recht interessant: gruene und linke Politspitzen waren sich praktisch einig, dass Koehler wohl ueberreagiert hat und auch als Inhaber des hoechsten Amtes im Staat mit Kritik umgehen koennen muss. Wobei ja auch fraglich bleibt, ob denn die Kritik, ihr Ausmass und ihre Art wirklich Grund fuer dessen Ruecktritt sind oder nur Anlass.
Westerwelle wusste/musste sich in seinem Kommentar zu den Ereignissen wieder in den Vordergrund zu ruecken, er betonte, dass selbst er es nicht geschafft hatte, den Herrn Bundespraesidenten umzustimmen.
Einzig Steinmeiers Reaktion fand ich gut, er resumierte die Amtszeit und das Wirken Köhlers.
Fest steht fuer mich daher jetz nur eins: die Zeit bis ich zur Armee muss, wird innenpolitisch ( und aussenpolitisch, siehe Israel ) seehr interessant. Schaut nur mal, wie oft ihr in naechster Zeit Politologen im Fernsehen seht. Da macht es doch Sinn, sowas studieren zu wollen, oder?

Samstag, 22. Mai 2010

Kurzgefasst

Für die Finger
Battlefield: Bad Company 2: grossartiger MP, perfekt durchdachte Karten und ausbalancierte Waffen und Taktiken. Der neue Spielmodus Rush ist unglaublich spassig, dagegen stinkt Conquest, bisher das nonplusultra, richtig ab. SP war im ersten Teil sehr viel besser, seinerzeit hab ich mir deshalb extra ne xBox360 ausgeliehen und meine Abneigung gegen Konsolenshooter überwunden. Die Menüs sind auch umständlich, deshalb nur 9/10 zerstörte M-Coms.
Dead Space: sehr durchdacht, stimmig und praktisch bugfrei. Auch im zweiten Durchlauf noch gut und sieht brilliant aus. Ohne Zweifel 10/10 abgetrennte Arme.
Split/Second: Velocity: verdammt schnell, spassig, einfach. Aber verdammt schlampig programmiet, laeuft selbst bei mir auf Mittel nur in lächerlichen Bildwiederholraten. Am besten auf Patch warten. Keine Wertung.
Auf die Augen
Iron Man 2: zu kurz für all die Geschichten, die der Film anfängt. Nicht schlecht, aber fühlt sich immer nur halb an. Maximal 6/10 Paladiumvergiftungen.
Männer die auf Ziegen starren: Erstreaktion: Aehm, WTF? Total abgedreht, macht aber Spass. 8/10 mal LSD.
In die Ohren
Steelwing - Lord of the Wastelands: Old Schooliger Heavy Metal, der selbst den alten Hasen zeigt, wies geht. Macht sich gut zu Split/Second.
Exodus - ExhibitB: netter Thrash Metal, aber Exhibit A gefaellt mir mehr. Klingt schaerfer.

Freitag, 14. Mai 2010

Still und kalt

Er erwachte langsam. Nacheinander klappten seine Augenlider auf und gaben den Blick auf die Decke seiner Kajüte frei. Schwerfällig rollte sich Stavros aus seiner Koje und tapste mit nackten Füssen zu Waschbecken und Spiegel.
Was wollte er nochmal? 'Achja, rasieren.' Er griff sich den Rasierer vom Regal. 'Ach Qanschhao mit Sao! Der Bart steht doch bestens!' Also legte er den Rasierer zurück auf den Stuhl. Er drehte sich halb um, machte aber eine volle Drehung daraus und legte den Rasierer unter den Stuhl. 'Ordnung muss sein', stellte er gedanklich fest. Seine Schuhe greifend, fiel ihm etwas ein und er stellte sie auf sein Bücherregal 'zurück'. Dann bewegte er sich zielstrebig auf das Schott zum Gang zu, drehte im Vorbeigehen alle Tassen auf seinem kleinen Tisch um, blieb dann jedoch stehen und dachte nach.
Gedanklich auf dem schmalen Grat zwischen Wachen und Schlafen torkelnd stand er schwankend und blöd schmatzend mitten im Raum.
In einer der Tassen auf dem Tisch musste noch etwas drin gewesen sein, was nun langsam und lautlos auf die Tischkante zufloß, um dann senkrecht, leise und gerade auf den Boden tropfte. Jeder auftreffende Tropfen hämmerte die Erkenntnis in des Kapitäns Schädel.
Iiiiiirg. Eeeeeend. Waaaaas. Iiiiiist. Faaaaaaa(dieser Tropfen fiel besonders langsam)aaalsch!
"Hm." machte sein Mund. Während er den Gedanken 'Iirgeendwaas iist faaalsch!' in seinem Kopf kreisen ließ, wie Kenner einen guten Wein in ihrem Mund kreisen lassen, trat er auf den stillen Gang vor seiner Kajüte. Er machte tapsend ein paar Schritte. Dann tapste er noch ein paar. Und dann noch ein paar mehr. Plötzlich fiel es ihm wie Einkäufe aus einer durchgeweichten Papiertüte: "Wir haben keinen Teppich! Beim Imperator, wir haben keinen Teppich!"
Grinsend ob des großen Rätsels, welches er gelöst hatte, schwankte der Kapitän zurück in seine Kajüte und ließ sich in seine Koje fallen. Zufrieden klappten die Augenlider wieder zu.

Die Zweifel kratzten erst mit Katzenpfötchen an der Tür zu seinen Gehirn, dann schlugen Bärenpranken dagegen, bis ein imperialer Entertrupp die Tür eintrat und ein großes Schild hochhielt, auf dem nur eins in großen, fetten Lettern stand: 'TEPPICH?'
Stavros stand in seiner Koje (welche aus genau diesem Grund unter einer gepolsterten Decke hing) und schneller als zwei Essstäbchen umfallen konnten, hatte er eine seiner Hecutor-Pistolen in der Hand und stand wieder auf dem Gang.
Beinahe Reflexartig wandte er sich zum Hirn seines Schiffes, der Brücke. Dort schien auf den ersten Blick alles in Ordnung zu sein, alle Schalter waren an ihrem Platz, die Jalousien vor den Sichtfenstern waren geschlossen, auch jede einzelne Station stand noch, wo er sie zurückgelassen hatte. Wie üblich. Weniger üblich war die Stellung der Motorenhauptschalter, womit sich auch sein seltsames Gefühl erklärte: die Schalter standen alle auf 'Aus'. Das musste ihn geweckt haben, das Fehlen der sonst allgegenwärtige Vibrationen der Motoren und das Summen der Lüfter der Lebenserhaltungssysteme ließen die Aktias in bleierner Stille. Sehr ungewöhnlich, kein gutes Zeichen.
Immer noch halb schlafend, aber immerhin schon etwas nachdenklich, wandte sich Stavros vom Anblick seiner Zentrale ab und wollte sich schon auf den Weg durchs Schiff zum Maschinenraum machen, als er ( was ihm noch nie passiert war ) mit dem Fuß gegen den Rand des Schotts knallte. 'Aua.', sagte sein Mund gelangweilt. Er hatte es gesehen und gehört, aber gespürt hatte er Nichts, da seine Füße eiskalt und leicht blau angelaufen waren. Da ihm sehr am Erhalt seiner Gehfähigkeit und somit seiner Füße lag, legte der Kapitän in seiner Kajüte einen Zwischenstopp ein und zog sich Hose und Stiefel an.
Schweigend trottete er durch die leeren Gänge seines Schiffs. Die ungewöhnliche Stille schien sogar die Geräusche seiner Schritte zu verschlucken. Seine Mannschaft war weder zu sehen, noch zu hoeren, warscheinlich waren sie auf Landgang und er hatte es wiedermal vergessen.
Im Frachtraum bemerkte er dann die drei Gestalten. Dunkel gekleidet, etwa gleich gross und ohne erkennbare äussere Merkmale konnte das nicht seine Crew sein.
Blitzartig hellwach sprang er ohne zu zögern von dem Laufsteg unter der Decke, feuerte dabei dreimal mit seiner Hecutor nach unten und sprengte damit einer der Gestalten Schultern und Kopf weg. Stavros hatte gut gezielt, denn er fiel genau auf die zweite Gestalt, welche schreiend und mit gebrochenen Schlüsselbeinen unter seinen Stiefeln zu Boden ging.
Wortlos und mit kaltem Feuer in den Augen ging die verbleibende Gestalt auf Stavros los. Der Angreifer feuerte einige geübte und gut gezielte Faustschläge auf Stavros ab, dieser hob reflexartig die Arme, wobei allerdings ein Schlag seine rechte Hand traf und die Hecutor im hohen Bogen davonsegeln ließ. Mit einem schnellen Sprung brachte Stavros etwas Raum und Zeit zwischen sich und seinen Angreifer. Dieser nutzte diese Zeit, um ein Messer aus seinem Gürtel zu ziehen und stürzte sich dann frontal auf den waffenlosen Kapitän. Den ersten weit ausholenden Schwüngen konnte dieser noch ausweichen, doch dann sprang ihn der Angreifer an, er zielte auf Stavros' Hals, verschätzte sich aber und brachte ihm einen langen Schnitt quer über die nackte Brust ein.
Mit Adrenalin voll bis unter die Augenbrauen warf sich Stavros auf seinen Gegner, brachte dessen Handgelenke in seinen eisernen Griff und schob ihn mit überlegener Kraft gegen eine Verstrebung im Frachtraum. Sie rangen miteinander, bis Stavros in schneller Folge zwei harte Kopfstösse anbringen konnte, von denen der Erste seinem Gegenüber die Nase brach und der Zweite ihn bewusstlos zu Boden schickte.

Dann atmete er durch und begutachtete die lange und stark blutende Messerwunde auf seiner Brust, bis ihm etwas von der Nase tropfte. Ein kurzer Griff an seine Stirn bestätigte ihm, dass es das Blut seines letzten Gegners war.
Der Typ, welcher unter Stavros Stiefel geraten war, hatte versucht davonzukriechen, doch nun lag er mit grün angelaufenem Gesicht und vom Schock weggetreten auf dem Deck. Von seinem ersten Opfer war nur noch der schulter- und kopflose Torso in einer riesigen Blutlache übrig.

Nach etwas Vorbereitungszeit erwies sich sein Gesprächspartner mit den kalten Augen als harte Nuss, wusste er doch selbst dann noch nichts, als schon alle zehn Finger seines Gegenübers gebrochen oder ausgerenkt in unnatürlichen Winkeln abstanden oder schlaff herunterhingen. Sogar als sich zu seiner gebrochenen Nase ein paar ausgeschlagene Zähne, mehrfach aufgeplatzte Lippen und ein zerstörter Wangenknochen addiert hatten, blieb ihm sein Angreifer eine befriedigende Antwort auf die Frage nach seinem Auftraggeber schuldig. Erst als Stavros seines Gegenüber eigenes Messer an eines seiner Ohrläppchen setzte, kapitulierte er restlos. Wie ein sich erbrechender Flottenmatrose auf seinem ersten Landgang würgte er schubweise Informationen hervor. Er war Anführer eines Killerkommandos, beauftragt ihn und wenn möglich auch seine Crew zu töten. Wie sich herausstellte, war sein Auftraggeber jemand, für den Stavros vor ein paar Wochen einen einzigen Job erledigt hatte und der sich offenbar im Gegensatz zur üblichen Praxis nicht gefühlt hatte, seinen Geschäftspartner zu seinem eigenen Vorteil über den Tisch gezogen zu haben, während eben jener Gegenüber das Gleiche annahm. So kamen schon seit Jahrhunderten die besten Geschäfte zustande.
Nun, da Stavros alles wusste, was es zu wissen gab, waren beiden Überlebenden 'seines' Killerkommandos von keinem Nutzen mehr für die Gesellschaft. Also entschied er sie standesgemäß zu entsorgen: er warf sie zur Frachtschleuse hinaus. Als unglücklicher Zufall für das Kommando erwies sich der Fakt, dass gerade diese Schleuse nur ins kalte, luftleere All führte.

Sonntag, 9. Mai 2010

Kopfschuss

Heute morgen schoss mir eine Eingebung durch den Kopf, ganz so wie die Kugel in der Hinrichtungsszene am Anfang von Modern Warfare (1). Kurz darauf hatte ich den Anfang zu einer Kurzgeschichte ueber und mit meinem Lieblings-Raumschiffkapitaen zusammengeschrieben. Allerdings frage ich mich jetzt, was ich daraus machen soll, mehr als den Anfang und eine skeletthafte Idee dessen was folgen koennte hab ich noch nicht...
Na vielleicht ist das ein gutes Zeichen, dass meine Kreativitaet und die Ideen zum Schreiben endlich wieder aus der Versenkung auftauchen. Vielleicht. Hoffentlich.
Verdammt, schiess nochmal in meinen Kopf, du verdammter Terrorist/Revoluzzer/Ideengeber!

Samstag, 8. Mai 2010

Lautlautlaut

Bin gestern auf meinem ersten Konzert ever gewesen. Ja ehrlich!
Jedenfalls gings ins Gladhouse zu Six Feet Under und Support. Im Klartext hiess das eine Running Order, die um 2000 begann und den Mainact erst um 0030 auf die Buehne liess. Aber hey, fuer 24€ Abendkasse muss schon was kommen und da schau ich mir auch jede einzelne Band an. Gesagt, getan.
Arcadia aus Italien machten den Anfang. Das erste was mir auffiel: Laute Sache, wenn man in der ersten Reihe steht, aber komischerweise inner Mitte der Halle noch viel lauter...
Das Genre von denen ist nicht ganz so meins, ist aber gut gewesen, zumal vor fast leerer Halle und als Erste. Auf jeden Fall besser als die Kombo danach. Ich kann mich jetz weder an den Namen errinern, noch was das fuer Musik werden sollte. Nix gegen Frauen als Fronter von Metalbands, aber bei denen hats nicht funktioniert.
Danach kamen Lost Dreams. Mir wurde an anderer Stelle echt nicht zuviel versprochen, die Oesterreicher haben die Halle wirklich zum ersten Mal voll und zum Beben gebracht. Der Auftritt war wirklich der Wahn, inklusive Moshpit, Stagedive und Bangen bis der Nacken kracht ( wobei ich mich hauptsaechlich mit letzterem beschaeftigt hab ).
Die Franzosen im Anschluss ( deren Namen ich irgendwie auch versiebt hab ) waren nicht ganz so der Bringer, ist schon bezeichnend, dass das tollste an dem Auftritt das Auftauchen vom Lost Dreams-Fronter war... Aber, war schon okay.
Dann, worauf der Forster Haufen und viele andere gewartet hatten: Illdisposed. Woah! Fette Sache. Bei den Daenen war die Halle wieder brechend voll und die Stimmung echt grandios. Im Gegensatz zu Six Feet Under im Anschluss und genau wie Lost Dreams davor hat der Fronter zwischen den Songs ein bisschen Mist erzaehlt, Witze gerissen und das Publikum animiert. So muss ne anstaendige Show aussehen.
Die Daenen waren 0020 fertig, dann folge wieder ne Umbaupause. Erst um 0040 begann das geblaste. Die Roadcrew von SFU hat die Einstellungen von Schlagzeut und Gitarre schoen weit getrieben... Laut, laut, ballern, blastend und laut. Wunderbar und gehoerzerstoerend. Was mir erst richtig klar geworden ist, nachdem ich heute morgen auf meinem linken Ohr immer noch kaum was gehoert habe...
Meine Erwartungen an eben jenen Hauptact waren recht niedrig, deshalb hat es mich dann doch ueberrascht, dass Six Feet Under immerhin 45 min gespielt haben. Da sollte eigentlich Schluss sein, aber eine Halle voller doch recht unzufriedener Metalheads hat sie dann wieder auf die Buehne gebruellt und gepfiffen. Dann gabs immerhin noch 15 Minuten Zugabe.
Dann war aber auch fuer mich Schluss, meinen Kopf musste ich mit beiden Haenden festhalten, fast 5 Stunden am Stueck bangen war dann doch krass. Gluecklich und zufrieden bin ich heute morgen ins Bett gefallen.
Tolle Sache, war sicher nicht das letzte Mal bei einer solchen Veranstaltung.

Dienstag, 4. Mai 2010

Komische Zeiten

... haben mich heute dazu gebracht, zu spaet zum Motorrad fahren zu kommen. Sonst immer zur vollen Stunde, bin ich heute erst losgefahren, als ich schon haette da sein sollen... Tja, war doof, aber die Zeit haben wir hinten wieder rangehangen, zusaetzlich zu der Zeit die ich warten musste, weil mein Fahrlehrer noch irgendwas zu erledigen hatte. Als wenn ich mitten inner Fahrstunde einfach pinkeln gehen koennte!
Aber Spass hats trotzdem gemacht... Inzwischen find ich selbst am innerstaedtischen Fahren meine Freude.

... sinds vielleicht, insbesondere was meine Regelmaessigkeit von Posts angeht, aber ich hab heute mein Praefix bei Battlefield Bad Company 2 von [GER] zu [Abt.14] geaendert. Sollte also je einem meiner Mitblogger [Abt.14] StyX2Gamma ueber den Weg oder durchs Fadenkreuz laufen: ja, das bin ich. Aehnliches gilt fuer Leute, die mich erst auf nem Server gesehen und nun hierher gefunden haben: ja, hier seit ihr richtig, auch das bin ich.

... sinds grad politisch muss ich sagen. Thierse wird von Allen mit Dreck beworfen, weil er eine Nazi-Demo sitzblockiert hat. Kim Jong Il war in China, nach dem (vermutlichen) Herzanfall letztes Jahr. In dem Zusammenhang: was macht der Olle Fidel Castro eigentlich? Lebt der noch, oder hat es den inzwischen dahingerafft? Obama wird auch mit Dreck beworfen, weil er wegen der Oelkatastrophe an der Golfkueste nich schnell genug reagiert hat. Tja, das habt ihr nu davon, dass der gesamte mexikanische Golf voller Plattformen steht. Nicht mit Dreck beschmissen, obwohl er es per se und jetz im Besonderen verdient haette, wird Rollstuhljockey Schaeuble. 22,4 von 110 Milliarden Euro sind auch fuer einen Staat, der Geld - das er nie hatte, nicht hat und niemals haben wird - rausschmeisst, viel, wie ich finde. Aber Deutschland hat es, Deutschland kann es. Sagt zumindest die Bundesregierung...

Mittwoch, 28. April 2010

Der gute Wurm

Es gibt nicht nur schlechte Ohrwuermer, die man ausbruellen muss. Es gibt da auch so Sachen wie jenes hier:



Ich hab das Album zwar schon laenger, aber dem von PropheT Geschriebenen habe ich nichts hinzuzufuegen.
Eigentlich nur heute morgen zum Wachwerden gehoert, gings mir weder waehrend der Deutsch-Pruefung ( wo es sich mit Donaukinder von Rammstein gestritten hat ), noch beim Motorradfahren ausm Schaedel. Ersteres lief uebrigens trotz gestriger Zweifel gut, letzteres ohne gestrige Zweifel aber mit heutiger Vorfreude auch.

Zurueck zu Battlefield: Bad Company 2 auf meiner neuesten Errungenschaft: nem 16:9 20" acer Monitor. Breites Sichtfeld rockt!

Dienstag, 27. April 2010

Der Abend davor....

Ist es eine gute Idee, am Abend vor dem Deutsch Abi 3 Stunden am Stück amerikanische Serien zu schauen, wenn man sich irgendwann angewöhnt hat sowas simultan ins ( ja meistens
bessere ) Orginal zu übersetzen?

Griechenland streikt

Was streiken die Griechen eigentlich? Die sollen arbeiten, damit man vielleicht noch retten kann was nicht mehr zu retten ist! Vor noch nicht allzu langer Zeit wären viele Westdeutsche demonstrierend auf die Straße gegangen, nur um den Solidaritätszuschlag abzuschaffen und jetzt zahlen wir unverhältnismäßig mehr Geld an einen Staat, in den die Wenigsten jemals in Urlaub fahren. Was verspricht sich Angela davon den Griechen zu helfen? Rabatt beim nächsten Gyros?
Unser aller Lieblingsminister, der Rollstuhljockey verspricht bei seinem neuesten Einfall wuerde Deutschland sogar noch dazuverdienen. Was er nicht sagt: wenn Griechenland je wieder in der Lage sein sollte, irgendwas zu bezahlen.
Mich regt eigetnlich nicht unbedingt auf, das einem EU-Mitgliedsstaat und Euro-Land geholfen wird, aber das unsere Politiker das Geld ihres Volkes mit einer Kaltschnaeuzigkeit und Selbstverstaendlichkeit verschenken, die ich bisher in der Form noch nicht gesehen habe. Die Banken'hilfen' von letztem Jahr hab ich ja teilweise noch verstehen koennen, da hingen auch deutsche Arbeitsplaetze dran, da sah sich der Staat in der Verantwortung.

Mittwoch, 21. April 2010

Doch was zu lachen

Gestern lief echt gut, bis auf den dummen Umstand, dass es angefangen hatte zu regnen. Damit war die ganze Veranstaltung, zumal ohne Tierhautfunktionswaesche nicht ganz so angenehm. Hat aber trotzdem Spass gemacht.
Nochmehr Spass gemacht hat und zu Lachen gabs heute beim Grillen mit meinem DS-Kurs ( Darstellendes Spiel ). War zwar echt assi, wie wir da auf dem Parkplatz rumgesessen haben, aber wir hatten unseren Spass und es hat niemanden gestoert. Mit genug Bier waren aber selbst Hagel und Wind ertraeglich...

Montag, 19. April 2010

Nix zu Lachen

Morgen tausche ich meine uebliche Glueckhormonausschuettungsorgie gegen ungefaehr 3 Stunden Adrenalin pur. Die inzwischen uebliche Abendgestaltung mit Simpsons, Two and a half Men und Scrubs tausche ich gegen Dunkelheit und eine 650ccm Yamaha. Die Stammleser werden sich sicherlich noch an die heldenhaft nacherzaehlten Heldengeschichten des Heldens, dessen Geschichten noch in vielen, vielen Jahren an den Feuern des Geschichtenerzaehlens von Geschichtenerzaehlern erzaehlt werden, errinnern. Damals ward bestimmt auch von einer Nachtfahrt berichtet, was diesmal dann das gleiche wird, nur halt mit nem Motorrad statt dem gemuetlichen Auto..
Daher meine Bitte an alle Autofahrer zwischen Peitz, Cottbus, Spremberg, Weisswasser, Bad Muskau und Forst: bleibt morgen nach 2000 bitte zuhause!

Freitag, 16. April 2010

Dystopia

Heute 2315 WDR schauen! Es kommt: 1984, nach dem gleichnamigen Roman von George Orwell. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, aufgrund des Alters der Verfilmung heute Abend bin ich guter Hoffnung, dass die Umsetzung angemessen ist.

Nachtrag: leider kann mein Fernseher mich entweder nicht leiden, oder der Westdeutsche Rundfunk hat keine Sendekapazitaeten um auch dem hintersten Winkel der deutschen Ostprovinzen mit Unterhaltung zu versrogen. Lange Rede, wenig Sinn: Hab den Film gestern leider nicht gesehen. Vielleicht anderweitig...

Freitag, 9. April 2010

Der Innere Schreihals

Musste gestern um 0400 aufstehen und jemanden auf Arbeit fahren. Grade zu Ferienzeiten keine große Freude. Sitze also in halbwegs wachem Zustand im Auto, da geht doch mein Inneres Radio an und spielt Disco Pogo. Nicht unbedingt was ich zu dem Zeitpunkt hören wollte, aber so sehr ich mich auch konzentriert hab, es war nicht aus meinem Kopf zu bekommen ( klarer Fall von zuviel gehört ). So blieb mir nur noch eins: mein Innerer Schreihals. Den muss man sich jetzt allerdings nicht wie ein kleines, sich die Ohren zuhaltendes Kind vorstellen, welches laut Lalalalala singt, oder wie den kleinen Typen in der Spongebobfolge, der immer nur laut Hoppla! ruft ( obwohl beides jeweils was fuer sich haette... ), sondern einfach nur eine körperlose Stimme die ausdauernd wie ein Endzeitprediger ( so ein " Das Ende ist nah! "-Typ ) so laut Aaaaaaaaaaaaaah brüllt, das alle anderen Gedanken überdeckt werden. Herrlich effektiv gegen Ohrwürmer, unangenehme Gedanken und Standpauken aller Art.

Sonntag, 28. März 2010

Metro2033 - (M)Eine Art von Review

Es folgt die mehr oder weniger gefilterte Widergabe meiner Eindrucke und Gedanken zum Spiel.

Metro - doof
- keine Angabe wieviel wirksamer Militärmun gegenüber Dreckiger ist.
- sehr hoher Schwierigkeitsgrad.
- keine Alternativrouten, zwar Zugeständnis an Atmosphäre, aber Stalker ist Openworld und schafft diese Dichte trotzdem.
- wenige mentale Feinde/Anomalien. Viel mehr Geballer als im Roman.
- Gesichter in manchen Dialogen nicht animiert.
- weniger Visionen als im Buch
- keine Karte, keine Ahnung, keine Filter, keine Rettung
- kein eigener Körper ingame
- Filter intelligent verteilt
- trotzdem nur an einer Stelle zu kaufen, effektiveres Druckmittel als Uhr oder Monster
- 'Geizt mit Hinweisen' ist meilenweit untertrieben!
- zum Ende unfair.
- keine zerstörbare Umgebung, von ein paar Türen in der Bibo mal abgesehn.
- Endsequenz ist Try&Error: das geht besser!

Metro - cool.
- flüssiger Übergang Spiel-Scriptsequenzen
- Händler vergleichen deine Waffe mit der, die du anschaust.
- die Uhr (ingame), weil Systemzeit, stimmt mit der Uhr am Arm (real) überein.
- KI-Begleiter, daher keine Hilfseinblendungen notwendig
- Mun muss wirklich aufgesammelt werden
- fair verteilte Autosavepunkte. ( aber kein freies Speichern )
- Spiel gibt und nimmt Begleiter, trotzdem starke Bindung.
- Polis umwerfend im Vergleich zu den anderen Stationen
- schönes 3D Menü
- in ausweglosen Situationen kann man sich der Hilfe durch Ranger fast immer sicher sein.
- technisch fast makellos, nur einmal ein bisschen laggy.
- bei Stalker soll die Mun am Anfang knapp gewesen sein (mir nie passiert). Bei Metro ist die es am Ende vom Spiel.

Metro - Fazit.
Metro ist unfair schwer. Aber es weiss auch zu begeistern. Die Faszination, welche von dem Spiel ausgeht ist schwer zu beschreiben, aber wenn man erstmal drin ist, vergisst man alles um sich herum. Ich habe in einem Spiel bisher selten eine solch starke und geschickte Bindung des Spielers an Nebencharaktere gefunden. Dabei macht Metro das so geschckt, dass ihr später nicht sagen könnt, warum ihr euch diesem Typen so verbunden gefuehlt habt. Trotzdem tat es mir ehrlich in der Seele weh, als beispielsweise der Ranger Pawel von der Draisine gerissen wurde und starb. Ich hab mich auch über das Wiedersehen und -Erkennen mit Hunter oder Khan gefreut. Um es alles auf eine Punkt zu bringen: Metro ist ein unfair schweres Spiel, erzählt aber seine Geschichte sehr gut und stellt bisher nie dagewesene Bindungen zu Spielcharakteren her. Nicht zu vergessen: zu alledem sieht Metro2033 noch umwerfend aus.

Metro2033 Tipps/Tricks. (erhebt keinen Anspruch auf Vollstaendigkeit)
Händler: kauft die bessere Waffen, die euch die Händler anbieten. Ihr werdet sie brauchen.
Tauscht Mun! Aus einer militerischen Kugel macht ihr so 5! Tauschkurse sind an allen Stationen gleich.
Verkauft nicht gebrauchte Kaliber wie zB die 5mm Kugeln oder die Pfeile,wenn ihr Schrotflinten benutzt. Für die Luftdruckwaffen gibts eh nur wenig Munition.
Sammeln: sammelt alles, was nicht festgenagelt ist! Selbst wenn ihr es nicht gebrauchen könnt, lässt es sich später zu Mun machen. Außerdem werdet ihr froh sein, wenn ihr mehr als die nötigen Filter habt. Achtet auf rote Kisten, welche in den Tunnels rumstehe und -hängen. Da ist fast immer Mun oder sogar Waffen drin.
Kommt so früh wie möglich an ein Nachtsichtgerät. In einem so dunklen Spiel mit Stealthmöglichkeit ist passives Sehen in einem Gefecht überlebenswichtig. Durchsucht alle Leichen auf eurem Wegen, auch wenn ihr grade hinter einem NPC her rennt. Der wartet hinter der nächsten Ecke auf euch und kann sowieso nicht sterben (Bis auf die überhaupt schwerste stelle im gesamten Spiel, dazu aber: die Amoebennester lassen sich durch Beschuss zersören)
Levels: nehmt euch in den Tunneln Zeit. Auch wenn euch das Spiel was andres erzählt, ihr habt mehr als genug davon.
Anders draussen in Moskau. Hier gilt: Eile! Laufen! Wem an der Oberfläche schonmal die Filter für die Gasmaske ausgegangen sind, weiss wovon ich rede. Metro geizt oben mit Hinweisen. Aber nicht verzweifeln, irgendwann findet ihr den Weg immer, am besten ihr richtet euch nach Gegnern die ihr hören könnt. Flugmonster lasst ihr besser in Ruhe, ich hab bisher noch nicht einen vom Himmel geholt und deren Attacken sind oftmals schlicht tödlich.
Nicht vergessen: Metro ist streng linear. Kommt ihr an einer Stelle wo ihr euch entscheiden könnt, recht weit, seit ihr richtig. Zurück müsst ihr auch nie. Trotzdem: wenn ihr euch richtig entschieden hat, lauft zurück, am Ende des anderen Weges liegt bestimmt ein bisschen Mun rum oder ihr bekommt einen Steam-Erfolg.

Montag, 22. März 2010

Altersrespekt

Scholl-Latour, dessen Bücher ich in letzter Zeit immer wieder von einem Kumpel zugeschanzt bekomme und gierig lese, erwähnt bei seinen Reisen in den mehr oder weniger fernen Osten immer wieder den grossen Respekt der Einheimischen gegenüber Leuten in hohem Alter. Davon kann ja in Europa keine Rede sein. Aber woran liegts? Ich würd in all meiner Jugend ja einfach sagen, dass es hier einfach keine Kunst mehr ist, ein hohes Alter zu erreichen und somit ein Überangebot an zu respektierenden Personen besteht. ( Was zugegebenermassen nicht stimmt, man siehe nur mal die Lebenserwartungen von Japan oder Hongkong [ Beide ueber europaeischem Durchschnitt ])
Zusätzlich dazu ist es mit der Weisheit der Alten - warscheinlich ursprünglicher Auslöser dieses Respekts - auch nicht mehr weit her. Die Welt hat sich in den letzten 50 Jahren einfach zu stark verändert. Die Ratschläge der Weisen haben immer weniger praktischen Nutzen,vielmehr haben sie den Charakter von Fabeln und Märchen angenommen, bei denen jeder die Lehre selbst ziehen und erkennen muss, was mit dem Erzälten gesagt werden wollte/sollte.

Sonntag, 21. März 2010

Meldung aus Moskau

In Moskau ist es kalt. Sehr kalt, windig und irgendwann sind alle Fenster der grossen Bibliothek kaputt gegangen. Also ziehts hier drin wie Hechtsuppe. Finster ist es und dann beschlaegt mir auch andauernd die Gasmaske. Den einen von den Kerlen, die mit mir hier reingegangen sind, wurde von einem gefluegelten Moster angefallen und der Andere hat ihn zur Polis zurueckgebracht. Ich bin also noch dazu vollkommen alleine hier din.
Naja, so allein wie man heutzutage in Moskaus grosser Bibliothek sein kann, mit Tentakeln, die von der Decke haengen, den gefluegelten Daemonen und den Bibliothekaren. Letztere sind echt hart. Sehen aus wie grosse Gorillas, verdammt aggressiv und stinken tun die auch noch!
Aber der Gestank ist nicht das schlimmste. Mir ist in meinem ganzen Leben noch nichts begegnet, was so dermassen viel aushalten kann. Selbst der Panzer der Faschisten war schneller zerstoert, als Einer von denen zu Boden geht. Nichtmal ein 40-Schuss Magazin mit dreckiger Mun aus meiner AK2012 direkt in den Kopf haelt die auf! Okay, wenn ich mit meiner vollautomatischen Schrotflinte auf PointBlank nachhelfe, komme ich dran vorbei, aber fuer die ist mir schon vor laengerer Zeit die Munition ausgegangen.
Jetzt stehen nur noch mein 6-schuessiger Revolver Kaliber 0.44 und meine Ausdauer ( "Rennen, rennen, rennen!" ) zwischen den Bewachern des Wissens und meinem Leben.
Aber wenn ich an das Schicksal meiner Freunde von der WDNCh denke, wenn ich es nicht schaffe....
Kommt nur, kommt!