Inzwischen hab ich ja durch unsere Standortverwaltung (kurz StOv) schon einiges erlebt. Mal kommen Handwerker zu nachtschlafener Zeit (alles vor 0900) unangemeldet mit Generalschlüssel auf die Bude, mal wird wochenlang (und unangemeldet) im Stahlbeton des Gebäudes gebohrt, dass man denkt einem fliegen die Füllungen aus den Zähnen. An die Laubbläserei und Mäharbeiten, die offenbar nur entweder frühmorgens kurz nach Sonnenaufgang oder zur Mittagszeit durchführbar sind, habe ich mich schon gewöhnt.
Aber zwei Sachen waren bisher die Höhe: Erst wird der Strom für einen Tag abgeschaltet. Im gesamten Bereich, da hat selbst der Stab nicht gearbeitet. Irgendwie muss ich das mitbekommen haben (warscheinlich über den Buschfunk), ich war vorbereitet und hatte alle Akkus voll geladen. War trotzdem uncool.
Heute stellen die uns aber das fliessende Wasser ab! Das haben wir, die Bewohner und Betroffenen dieser Aktion auch nur mehr oder weniger durch Zufall mitbekommen. Da hing zwischen den reichlichen und zu 90% irrelevanten Anschlägen im Gebäudeflur ein Zettel, der uns diesen Umstand mitteilen sollte. Normalerweise wird an der Uni aber jeder Mist per Mail kommuniziert, zum Beispiel auch, wann welches Dezernat grade Betriebsausflug macht oder wann die Schwimmhalle mal wieder geschlossen ist (praktisch immer). Aber es kommt offenbar niemand auf die Idee, dass sich Studenten und Soldaten an fließendes Wasser gewöhnt haben könnten und das auch gerne nutzen.
Ich frag mich allerdings schon den ganzen Vormittag: Was ist schlimmer: kein Wasser oder kein Strom?
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Dienstag, 15. April 2014
Zustände!
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Madse
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10:33
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Dienstag, 12. November 2013
Patchology
Ich muss immer wieder unwillkührlich grinsen, wenn ein - als solcher für den aufmerksamen Betrachter auch in Zivil erkennbarer - Soldat versucht, diesen Patch einzuordnen.
Es geht mir so, weil ihr verwirrter bis fragender Blick berechtigt ist: diesen Patch kann kaum jemand kennen. Er wurde auch nur in einer Auflage von 25 Stück produziert, schon 2 davon sind in meinem Besitz.
Wir haben ihn damals für unseren Hörsaal an der OSLw machen lassen, dafür steht auch das 2/B ( 2. Inspektion, Hörsaal Bravo). Das Hörsaalmotto 'fortis et fidelis' - Stark und Treu - habe ich damals vorgeschlagen, ich habe es aus einer Einheit mitgebracht, die es meines Wissens nach durch die Reform nicht mehr gibt, die 6./LwAusbRgt in Roth. Die langjährigen Leser errinnern sich vielleicht, dort begann vor fast 2 1/2 Jahren meine Karriere bei der Bundeswehr mit dem Wehrdienst.
Den roten Greif haben wir zur Freude unserer Hörsaalführung übernommen, der prangte an deren Bürotür. Das generelle Farbschema aus Schwarz-Rot-Gold muss ich wohl nicht weiter erkläutern.
Im Gegensatz zu anderen Patches finden sich auf unserem keine Verweise auf überordnete Einheiten oder auch nur die Teilstreitkraft, was ihn sehr untypisch und für Nichtkenner unmöglich zuzuordnen macht. Man könnte höchstens durch die sehr bunte Gestaltung auf die Luftwaffe tippen, die Patches des Heeres sind überwiegend in Schwarz und Grün gehalten.
Für jene, die bis hier gelesen haben: Glückwunsch, ihr seid jetzt Teil des kleinen Kreises der Wissenden. Trefft ihr irgendwo in Deutschland oder dem Rest der Welt jemanden, der diesen Patch an sich trägt, steht ihr einem meiner Kameraden (oder mir selbst) gegenüber!
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Madse
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07:30
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Samstag, 20. Juli 2013
Umfrage XVIII - Dienst!
Da ich die Alterstruktur meiner Leserschaft kenne *hust* ist ein Leichtes, die eben gestartete Umfrage zu gestalten. Soweit ich weiss, ist jeder EINZELNE von euch älter als ich und MUSSTE demnach seinen Dienst an der Gesellschaft leisten. Aus reinem Interesse will ich nun wissen, womit ihr eure Zeit verbracht habt.
Erfahrungen dürfen gerne unter diesen Post zum Besten gegeben werden.
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Madse
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20:36
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Dienstag, 4. Juni 2013
Euro Hawk und LUNA
SpOn berichtet (und viele Andere greifen es auf), dass 2004 eine Drohne EMT LUNA fast einen Passagier-Airbus gerammt und damit fast aus der Luft geholt hat. Ich möchte nur einen kleinen Vergleich anstellen und zeigen, wie unterschiedlich groß beide Drohnenmuster sind:
| LUNA (von Brenda Benner, U.S. Army (http://www.eucom.mil; exact image source) [Public domain], via Wikimedia) |
| Global Hawk (Commonsvon United States Air Force photo by Master Sergeant Jason Tudor[Für die Lizenz, siehe], via Wikimedia Commons) |
Ist es also glaubhaft, dass die kleine, grade mal 4.17m Breite Luna einen Airbus hätte so schwer beschädigen können, dass er sofort und unaufhaltsam abstürzt? Okay, in der Sache liesse ich ja noch mit mir reden. Nur hinkt der Vergleich mit dem Euro Hawk, bin ich der Meinung. Nur weil die kleine, handgesteuerte LUNA fast einen Zusammenstoß in der Luft hatte, ist das ein Beweis dafür, dass der um einiges größere (Spannweite 14.50m) nicht in den Luftraum über Deutschland gehört, weil da ja auch nur irgendein Typ in nem Kontrollzentrum sitzt und nen Steuerknüppel befummelt? Ein an den Haaren herbeigezogener Vergleich.
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Madse
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07:20
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Labels: Bundeswehr
Donnerstag, 20. Dezember 2012
Star Wars II
"Talking 'bout Star Wars gettin' real":
Raketenabwehr mit Lasertechnik.
Lichtspielereien sind offenbar grad in Mode. Dumm nur, dass morgen die Welt untergeht ^^
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Madse
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14:11
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Mittwoch, 19. Dezember 2012
Star Wars - getting real!
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Madse
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14:34
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Mittwoch, 21. November 2012
Richtigstellung - Update
Die Lage hat sich seit meinem letzten Post etwas konkretisiert.
Wie es scheint, wollen die Türken unsere Luftverteidigungsfähigkeit mit Patriot doch zur Sicherung ihrer Grenzen. Wenn dem wirklich so ist, sind die politischen Bedenken angebracht.
Militärisch ist das aber Schwachsinn, Patriot kann Objekte schützen, aber keine Flächen oder Grenzen. Dazu ist das System einfach nicht in der Lage. Dementsprechend ist auch die Durchsetzung einer möglichen Flugverbotszone über Nordsyrien nicht allein damit machbar, schon garnicht mit dem diskutierten Kräfteansatz von ein oder zwo Staffeln und 200 Mann.
Flugverbotszone bedeutet Luftüberlegenheit und die stellt man nicht mit bodengestützten Luftabwehrsystemen dar, sondern klassischerweise mit Fliegern, speziell Luftüberlegenheitsjägern (womit sich auch die Bezeichnung erklärt, oder :-P)
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Madse
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12:53
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Montag, 15. Oktober 2012
Syrien - UN - Chaos
Die UN - besser Elemente derselben - denken immer lauter über einen möglichen Einsatz in Syrien nach. Vom Sondergesandten kommt jetzt der tolle Einfall, dass die Haupttruppensteller von UNIFIL, der Schutzmission vorm Libanon, doch die Infrastruktur und das Wissen hätten, die für einen solchen Einsatz vonnöten wären.
Syrien. Hat eigentlich inzwischen schonmal jemand ne grobe Ahnung von den Vorgängen in dem Land? Wir haben uns letzte Woche mal versuchsweise damit auseinandergesetzt und so wie es aussieht, hängen da mehr oder weniger der gesamte Nahe Osten drin. Man kann sicher davon ausgehen, dass die Syrische Armee, staatstreue Milizien, die Baath-Partei und einige Nachrichtendienste auf der Seite Assads stehen. Die andere Seite wiederum ist da nicht so einfach: sicherlich die Opposition, also sprich der 'Syrische Nationalrat', die Organe der 'Syrischen Revolition', damit die 'Freie syrische Armee' und andere 'Revolutionsgruppen'. Dann kommen aber noch einige Akteure mit eigener Agenda dazu, warscheinlich Hisbollah, die Kurden, Mudschahidin, also Gotteskrieger sonstwelcher Färbung, diverse Geheimdienste, vielleicht mischen sogar schon die Türken in sehr begrenztem Rahmen durch Spezialkräfte mit, wie es schon im Irakkrieg vorgekommen sein soll.
Hinter diesen mehr oder weniger aktiven und sichtbaren Mitspielern stehen dahinter noch Mächte wie Russland, Saudi Arabien, Katar, Türkei, Iran, Libanon. Die USA halten sich meiner Wahrnehmung nach noch etwas zurück, was der Präsidnetschaftskandidat Mitt Romney ja ganz schnell ändern will. Ihm hat offenbar noch niemand gesagt, dass jedwede Waffenlieferung in den Raum früher oder später entweder dirket gegen amerikanische G.I.s eingesetzt wird oder ihren Weg nach Palästina/Israel findet. Nur um mal einen Aspekt anzusprechen.
Offensichtlich ist, dass selbst die Nachbarn Syriens wie die Türkei keine Ahnung haben, wer eigentlich mit wem gegen wen kämpft. Gerüchteweise soll selbst der syrische Staat nicht wissen, was inzwischen aus den Aufständen geworden ist.
Aber zurück zum Anlass meines Posts: der Idee eine UN-Mission auf Basis von UNIFIL anzuschieben. Die Idee mag ja richtig sein, aber was hiesse das für Deutschland?
Wir sind Truppensteller. Die Marine hat im Rahmen dieser Mission Schiffe im Mittelmeer. Schon in der Meldung, auf die ich mich beziehe, wird Deutschland explizit erwähnt.Wenn es wirklich zu einer (wie auch immer gearteten) Resolution und Mission in Syrien kommen sollte, werden wir dabei sein.
Das Ansehen unseres Staates hat international schweren Schaden genommen, weil wir uns an den Operationen in Libyen nicht beteiligt haben. (Wobei sich die NATO da nicht grad mit Ruhm bekleckert hat, z.B.: Klick) Wo wir davor noch als verlässlicher Partner galten, werden wir inzwischen immer öfter skeptisch beäugt. Deswegen ist davon auszugehen, dass die Regierung dieses Mal alles dransetzen wird, dabei zu sein. Schliesslich wollen wir uns auf internationaler Ebene weiter etablieren. Da wird über kurz oder lang auch die militärische Führung dem Druck nachgeben und irgendwie Truppen 'freischaufeln'. Insbesondere, wo wir doch eben einen langjährigen Einsatz beendet haben. *hust*
Ich habe nur wenig Hoffnung, dass unsere Regierung und in erster Linie die UN Besonnenheit zeigen und sich nicht überstürzt in ein Abenteuer stürzen, dessen Vorraussetzung und Folgen nicht ansatzweise absehbar sind. Ich kann nur hoffen, dass ich mich irre.
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Madse
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10:23
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Sonntag, 23. September 2012
Zeitenwechsel
So, nach anderthalb Jahren entspanntem Dienst, 11 Monaten OSLw und 3 Wochen Urlaub beginnt morgen ein neuer Abschnitt. Dann wird geschuftet, geschunden und hart gearbeitet. Dann gehts nach Hamburg ins Studium ^^
Von den vielen Sachen, die ich mir vorgenommen hatte, konnte ich doch einige abarbeiten: von der Bootstour ganz am Anfang vom Urlaub bis zum Kurzurlaub in Helsinki Anfang dieser Woche. Letzteres kommt mir trotzdem schon viel länger her vor. Der Kalender muss lügen....
Von allen Freunden und Verwandten kommt in letzter Zeit so ziemlich immer irgendwann Die Eine Frage, in der einen oder anderen Formulierung: "Junge, wie in Gottes Namen wirst du da wohnen? Wissen die, dass du kommst und ein Dach über dem Kopf brauchst? Musst du etwa die ersten Wochen, wenn nicht die gesamte Studienzeit, im Zelt hausen?" (dramatisierte Darstellung)
Ich weiss bisher nur so viel: es soll wie Studentenwohnheim sein. Mehr muss ich auch garnicht wissen, die Bundeswehr und der jeweilige Spieß sind zwar eine manchmal harte und unnachgiebige Mutter aber doch fürsorglich. So lange ich einen Platz für meine Technik, ein Bett und ne Stelle zum Bier kaltstellen habe, bin ich zufrieden. Alles andere ergibt sich.
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Madse
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12:35
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Samstag, 10. März 2012
Überleben Land
Ich Habe Es Überlebt!
Und bestanden. Die letzte Woche war wirklcih die körperlich anstrengenste Woche meines Lebens bisher. Montag ging es nach dem Verlegen nach Schongau mit dem Bus gleich mit einem Eilmarsch los, praktisch natlos übergehend in die Überwindung der Hindernisbahn (zu der es einiges an Videomaterial auf Youtube gibt) im Gruppenrahmen.
Ich will auch eigentlich nicht auf alles im Detail eingehen, daher nur ein paar Eckdaten: gesamte Kilometerleistung in der Woche ganz grob geschätzt 70 bis 80 km, täglich etwa 2 bis 3 Stunden Schlaf im Schlafsack auf dem Boden (ohne Zelt, also verdammt ich hab jedes Mal die Nacht durchgezittert!), Dienstag Morgen was zu Essen, Mittwoch Nachmittag einen Fisch (Selbstgefangen, getötet [was stört einen alles nicht, wenn man Hunger hat], ausgenommen und gebraten) und dann Donnerstag noch etwas EPA. Freitag noch Krankenbergetransport um uns richtig fertig zu machen, aber da war es mir schon völlig egal, was die mit mir anstellen. Der Lehrgang war bestanden, SERE-Level B erhalten, das Ende nur noch eine Frage der Zeit. Also drauf gesch***** und bis zum Ende durchgekämpft.
Fazit: Heftige Woche, geile Erfahrung aber nie wieder! :-D
PS: Schlaf nach Schongau: 20 Stunden am Stück.
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Madse
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13:15
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Donnerstag, 23. Februar 2012
Überleben See
Was ich aus Decimomannu (Sardienien) mitgenommen habe: eine vergösserte Leber, diverse blaue Flecken, eine verbogene
Sonnebrille,die Erkenntnisse, dass italienische Infrastruktur für deutsche
Verdauungssysteme nicht ausgelegt ist, Paintball unglaublich
viel Spass macht, Flaschentauchen rockt und wenn man Notwassern muss, ist es
essistenziell auf der richtigen Seite der Rettungsinsel einzusteigen. Macht
man das nicht, muss man nochmal raus und darf auf der anderen Seite wieder
rein. Und als Letztes und Wichtigstes: nach links drehen und drücken.
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Madse
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21:14
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Samstag, 31. Dezember 2011
Jahresabschlusspost
Irgendwann muss ich mich ja mal wieder melden. Da ich aber kein sinnvolles, postfüllendes Thema zustandebringe, werde ich einfach den Blog mit so ziemlich allem vollkotzen, was mir noch einfällt.
Anzufangen mit meiner Hauptbeschäftigung der letzten Zeit: Battlefield 3. Es ist grossartig. Klingt gut, sieht gut aus, macht Riesenspass und man kann verdammt nochmal ALLES kaputtmachen! Mit den Back to Karkand Karten taucht man wieder ein in die guten alten Zeiten. Als noch nichts kaputt ging... Bisher ist mir (bis auf das TacLight, selbst das hält sich in Grenzen) nichts aufgefallen, was irgendwie imbalanced wäre. Deswegen ziehe ich vor DICE meinen Hut. Selbst mit dem bösen Origin kann man leben, zumal ich noch nichts davon gehört habe, dass EA irgendwie aktiv geworden wäre.Auffallend weiterhin: es wird sehr viel mehr Conquest gespielt als bei BFBC2, wo das ehrlich gesagt auch nicht richtig funktioniert hat. Es hat sich da irgendwie nicht richtig angefühlt.
Noch ein Spiel, aber das totale Gegenteil: Darksiders. In den ganzen Jahresabschlusslisten aller möglichen Leute wird das Spiel extrem hochgelobt. Ich habs glaub ich bei Space Marine dabei gehabt, aber nur immer stückchenweise gezockt. Gestern hätte ich meinen Controller fast wieder in die Gegend geschmissen: muss mich jedes Spiel vor Herausforderungen stellen? Ich wollte nur ein bisschen vor mich hinschnetzeln, wie bei God of War auf der PSP, aber Nein, Darksiders muss mir ja eine Arena vorsetzen wo ich 5 Bosse hintereinander besiegen muss. Dabei hab ich genau 1 Mal die Gelegenheit meine Lebensleiste wieder aufzufüllen. Ich will mich aber nicht stundenlang mit einem Gegner beschäftigen, bei dem ich nur drumrumtanze um dann und wann mal zuzuschlagen. Dazu fehlt mir der Nerv. Darksiders: so toll du aussiehst, ich hasse dich.
Musik! Rammstein - Made in Germany. Schön dass es Geschenke gibt, ansonsten würde ich es als erste Rammstein-Erwerbung unter rausgeschmissenem Geld verbuchen. Nichts neues (bis auf das fragwürdige [aber das war "Benzin" schliesslich auch] "Mein Land"), nur mehr vom Alten. Es hat den Vorteil, dass sich jemand anderes dran gemacht hat einige der besten Stücke der Band auf eine CD zu pressen. Die Remixe sind eine Schande. Superliquid.
Warbringer - Worlds Torn Asunder. Grossartig wie die beiden Vorgänger. Mehr vom Guten. Empfehlung an die Thrasher unter euch.
Milking the Goatmachine - Clockwork Udder. Lange nicht mehr so grindlastig wie das Erstwerk "A Goateborg Fairytail", aber auch nicht so knackig wie der Zweitling "Seven - A Dinner for One". Nichtsdestotrotz Klasse Death Metal. (Kleiner Funfact nebenbei, weil ichs grad im entsprechenden Ordner gesehen habe: die Albumtitel von MTGM werden jedes Mal kürzer.)
Debauchery - Germanys Next Death Metal. Hab ich dazu vll schonmal was geschrieben? Völlig egal, ein Death Metal Album wie es sein soll. Auch nach monaten immer noch nicht totgehört.
Ansonsten... Ziemlich beschissenes Wetter für Silvester. So ohne Schnee, ohne Frost. Hatte mich im Oktober gefreut, dass ich erst im März nach Schongau (Überleben Land) muss, weil "dann is ja bestimmt nich mehr soo kalt". Tolle Wolle. Wie es jetz aussieht, wird wohl im Mai noch Schnee liegen, ausser der Winter fällt dieses Jahr ganz aus.
Würd ich der Bahn übrigens gönnen, dann is das ganze Geld für die "vielen vielen" Winterarbeitskräfte und die beheizten Weichen rausgeschmissen und es wird wieder auf die Kunden umgelagert.
Hurra Hurra das Ende ist nah!
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Madse
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12:36
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Mittwoch, 7. Dezember 2011
Samstag, 12. November 2011
OSLw - 03 - nSAK, Bergmarsch und Totenehrung
So Freunde der schwarzen Sonne, auch wenn die automatisierten Postings auf was anderes deuten, gibt es mich noch. Der Titel verrät schon die Hauptthemenbereiche der heutigen Ausgabe, deshalb werd ich die der Einfachheit halber so auch abarbeiten.
Der geneigte Leser errinnert sich sicherlich ( und wenn nicht, so ist der letzte Post ja nicht so weit unten zu finden... ) noch an meine Äusserung bezüglich des nSAK letzten Monat. Spannend ist es auf jeden Fall, wird einem doch eine gänzlich andere Haltung beim Schuss beigebracht, als bisher üblich. Anstrengender als das 'alte Konzept' ist es nicht wirklich, man muss sich nur an neue Belastungen gewöhnen. Ob ich mehr dazu sagen sollte oder darf, weiss ich garnicht, deshalb muss das erstmal reichen. Naja, okay, eins noch: das Neue ist definitiv eine Umstellung für mich, aber nichtsdestotrotz ist es sinnvoll, wenn es so angewandt wird.
Zum Bergmarsch: Wir wurden Anfang der Woche mit dem Bus in Steinwurfweite zur deutsc-österreichischen Grenze verlegt und haben dort 'einen Gipfel genommen' wie es so schön heisst. Der Aufstieg wurde durch stetig wechselndes Thempo an der Spitze der Kolonne verzögert, was mir die letzten Paar Meter wirklich schwer gemacht hat, obwohl ich ja passionierter Alpinwanderer bin. Aber wer sobald er ein Tempo gefunden und Schwung aufgebaut hat, wieder abbremsen muss, wird mich verstehen. Jedenfalls ist der Tempowechselgrund auf dem Gipfelgrad (in Sichtweite des -Kreuzes) ausgefallen, daher war der Abstieg auch locker, leicht und flockig. Verdient haben wir uns unser Hörsaalpatch trotzdem! Eine der Zeremonien und Traditionen der Bundeswehr die man erlebt haben muss, um zu verstehen, was sie bedeutet.
Die Totenehrung wurde heute zelebriert. Wer jetzt ungläubig auf das Datum des Posts starrt: ja, heute ist Samstag. Ich werd mich sicher nicht dazu hinreissen lassen zu sagen, dass die Ehrung der Gefallenen Soldaten der ersten beiden Weltkriege, der Luftwaffe, der Luftfahrt und der Einsätze der Bundeswehr auch anders oder an nem anderen Tag hätte stattfinden können.
Nächste Woche gehts zur Grundlagenwoche. Wohl auch teilweise draussen. Naja...
Akb-Vz:
nSAK: neues Schiessausbildungskonzept, dem Einsatz angepasst, nicht zu verwechseln mit nSAK, dem 'notwendigen Scheiss- und Abwischkonzept
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Madse
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15:20
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Sonntag, 30. Oktober 2011
OSLw - 02 - Monatsrückblick Oktober +Update
Der erste volle Dienstmonat in Fürsti wäre geschafft. Nicht dass es ausserordentlich anstrengend gewesen wäre...
Jedenfalls macht es Spass und es haben sich schon die ersten festen Tagesstrukturen herausgebildet, so schmeiss ich jeden Morgen zwischen Aufstehen und Ankleiden die Kaffeemaschine an. Muss nicht sein, aber hebt die Stimmung. Wie zu erwarten war, stellen sich die neuen Kameraden oft noch an wie die ersten Menschen, was mir besonders vergangene Woche vielfach ins Gesicht gerieben wurde. Als Hörsaalleiter (Üb) hatte ich dafür zu sorgen, dass alle zur richtigen Zeit mit der richtigen Ausrüstung im richtigen Anzug am richtigen Ort sind und dabei am besten noch ausgeruht und satt gegessen. Eine Woche, die meiner Führungserfahrung zu Gute kommt, aber meiner Gesundheit (speziell der geistigen) ganz sicher nicht!
Das erste große Highlight des Soldatendaseins haben wir auch hinter uns: am Freitag fand unsere feierliche Vereidigung am Luftwaffenehrenmal in FFB statt. Damit habe ich nicht nur gelobt (wie bisher), sondern geschworen, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Also hab ich jetzt beide Füsse in der Tür :-D
Ansonsten ist nicht wirklich viel passiert, 2 Märsche waren dabei, einmal draussen schlafen, diverse Unterrichte, halt Gelegenheit für die Flieger (OA) sich ins Soldatsein einzuleben.
Mal sehen was November und Dezember bringen, nächste Woche kommt auch für mich was neues, denn wir werden nach dem neuen, dem Einsatz angepassten Schiesskonzept ausgebildet. Das kenn ich nocht nicht, wird aber definitiv spannend.
Da die Frage von prophet den Rahmen eines Kommentars sprengen würde und es vielleicht auch alle interessiert: Wir befinden uns noch in der Grundlagenphase. Soll heissen, es werden die militärischen Grundfähigkeiten und -Fertigkeiten vermittelt, die bei den Seiteneinsteigern (wie mir) zwar vorrausgesetzt werden, aber von denen 'Die Neuen' keine Ahnung haben. Das fängt mit Anzugarten (wann ich was wie anzuziehen habe), Grüssen, Melden (meine Güte, was man da alles falsch machen kann) an, geht über Marschieren, Gehen, Laufen, Springen, Gleiten (ja, wir bringen ihnen jede dem Soldaten bekannte Bewegungsart bei) bis hin zu Orientieren mit Karte und Kompass, Fernmeldewesen, Waffenausbildung und überhaupt militärischem Verhalten, Sitten und Traditionen allgemein. Dazu kommen noch die Inhalte, die jeder damalige Wehrdienstleistende eingetrichtert bekam, wobei an der OSLw jederzeit der Führungsanspruch an die zukünftigen Offiziere hinzukommt: Recht (weil man beim Bund auf soo viele unterschiedliche Arten auf den Sack bekommen kann), Geschichte, Innere Führung (was im zivilien warscheinlich 'Corporate Identity' heissen würde und den Grossteil der bisherigen Unterrichtungen gebildet hat), Luftwaffenlehre, Politische Bildung, Fürhungstheorie und -Praxis (bei werdenden Vorgesetzten eigentlich ganz sinnvoll, oder?) und halt alle diese kleinen, unglaublich wichtigen Sachen, die man einmal hört, in sich aufnimmt und danach lebt, sie aber nicht benennen kann.
PS: RAGE ist wirklich gut geworden. Macht Spass, aber leider isses immer noch verbuggt und für die Graka im Laptop gibs keinen neuen Treiber...
PS²: BF3. So ein Thema für sich. Habs noch nicht in den Grabbelfingern (Verfluchte Post/Identitätsprüfung), aber Origin geht mir jetzt schon aufn Nerv!
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Madse
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12:25
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Dienstag, 4. Oktober 2011
Umfrage XVII - Ergebnis
Damit sollte das Ergebnis klar sein. Die 'Garnicht'-Option ist aufgrund fehlender Stimmen weggefallen, was mir nur Recht ist, sonst hätte ich mir praktisch eine sehr wichtige Quelle für Inhalt selbst verbieten müssen.
Es wird also über die OSLw was geben, "Wenn was Interessantes passiert!". Wobei die Entscheidungsgewalt, was interessant ist und was nicht, natürlich bei eurem kleinen Blogdiktator, sprich mir liegen wird :-D
Inwiefern ich den Wunsch nach "Tomaten!" erfüllen kann, weiss ich noch nicht. Aber auch dazu sollte mir was einfallen, wenn ich den Rest der Wochenenden dieses Monats hier verbringe...
Spätestens bis demnächst ^^
BTW: Danke für die rege Beteiligung. Da hab ich noch ganz andere Umfragen im Gedächtsnis... *hust*
BTW²: Der neue Blogeditor hat mich wieder mal noch nicht überzeugt. Wo sind zum Beispiel die Editiermarker im Blog hin, wenn ich angemeldet bin? Die haben sehr viele Klicks gespart! Die hätt ich auf jeden Fall gern wieder.
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Madse
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21:04
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Donnerstag, 29. September 2011
Umfrage XVII
Leute. Besucher. Leser. Freunde!
Es geht um die Zukunft! Es geht aber auch im die Vergangenheit. Es … geht um alles. Nicht diktatorisch (naja unter Vorbehalt der Tatsache, dass ich hier der uneingeschränkte Abteilungsleiter bin) werdet ihr alle (und ich) in geheimer Wahl entscheiden, wie ich nächster Zeit meine Inhalte generiere. Den Rest wird die Umfrage klären.
Regeln sollten bekannt sein: ich behalte mir das Recht vor, die Umfrage jederzeit zu beenden und jede Antwort muss über 5% der Stimmen erhalten um gewertet zu werden. Also im Prinzip mehr ne Meinungserfassung als ein echter Plebiszit.
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Madse
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20:22
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Montag, 26. September 2011
OSLw - 01 - Anreise und erster Tag
Um 0345 aufstehen, was macht man nicht alles für die Arbeit. Zugfahren war wie immer, zwischen Leipzig und Nürnberg kams natürlich wieder zu Verspätungen. Wobei ich, wie ich gehört hab, mit 20 Minuten und trotzdem noch erreichtem Anschlusszug noch ganz gut dran war.
Was mich in Erstaunen versetzt hat, ist wie gelassen man die ganze Melden-bei-der-neuen-Dienststelle-Sache heute genommen hat. Gab noch keine Einweisung, nix. Aber wahrscheinlich ändert sich das im Laufe der Woche noch, spätestens wenn die neuen Rekruten, sprich Flieger OA hier aufschlagen. Bei denen, die bis jetzt gekommen sind, ist das nicht so wild, sind alles gediente Soldaten, die eigentlich schon wissen wie der Hase läuft. Daher sind wir auch schon eine Woche vor den ‚Neuen‘ hier. Vorbereiten und so. Wie es aussieht, bekommt auch jeder Gediente einen Neuen auf die teilweise getrennten Zweimannstuben. Das dürfte sehr interessant werden.
Mir haben das professionelle Chaos und die Kameradschaft meine größten Zweifel ausgetrieben. Es ist und bleibt die Bundeswehr :-D
Akb-Vz:
OSLw - Offizierschule der Luftwaffe, in Fürstenfeldbuck, 30min S-Bahn westlich von München.
OA - Offizieranwärter
geschwaetzt von
Madse
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20:41
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Samstag, 24. September 2011
Abschied
Gestern ging eine "Ära zu Ende" (Zitat Chef). Mit mir ging der letzte GWDL/FWDLer aus meiner Einheit.
Ein bisschen Bammel hatte ich vor meiner Verabschiedung schon, schliesslich hatte ich für den engsten Kreis am Vorabend einen feuchtfröhlichen Ausstand gegeben... Sehr lustig, nur sind ein paar Kameraden am nächsten Tag erst garnicht gestartet und andere dann auf der Strecke geblieben. Der Rest war aber wenigstens so fit, mich noch standesgemäss zu verabschieden. Mein TE-Führer fand vor versammelter Mannschaft (für mich) sehr rührende Worte und von allen Seiten gab es Glückwünsche.
Die beste Sache brachte aber einer der Kameraden, mit denen ich am meisten Zeit verbracht hatte. Mit dem Spruch: " Da die Jedis mit ihrem schwulen rosa und himmelblauen Lichtschwertern ja doof sind, bekommst du einen von der dunklen Seite. Möge die Macht mit dir sein!" überreichte er mir den hier:
(Btw Hazamel: meiner ist größer!^^)
Der hat natürlich gleich einen Ehrenplatz auf meinem Fernseher bekommen, gleich neben Jack, meinem gehörnten Totenschädel aus London.
Jetzt noch etwas mehr in eigener Sache: Ich bin unglaublich gern hier zum Dienst gefahren und habe jede noch so blöde Aufgabe erledigt, wir hatte viel Spass zusammen und am liebsten würde ich nie weggehen. Aber trotz dessen fängt am Montag ein neuer Abschnitt an. Es wird vieles gleich sein, schliesslich bleibt ja alles in dem selben Unternehmen und die Bundeswehr ist irgendwo nur eine sehr große Familie. Aber so freundschaltflich wie hier auf dem Berg mit den Vergessenen wird es dann wiederum auch nicht. Einiges wird sich ändern, es wird viel neues kommen, es wird wieder mehr Disziplin herrschen müssen (dem "Du" gegenüber höheren Dienstgraden habe ich schon 'Auf Wiedersehen' gesagt). Trotzdem freue ich mich drauf. Jetzt komme ich zu dem, was meine ehemaligen Mitschüler mir vorraus haben: ausziehen in die große Welt und den eigenen Weg gehen. Ein richtig eigenständiges Leben aufziehen. Das wird sicher nicht leicht. Ich erwarte Rückschläge. Aber! Es wird verdammt nochmal grossartig und ihr seid dabei! In der ersten Reihe!
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Madse
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11:39
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Freitag, 29. April 2011
Einreise
Bin wieder da....
Aber ohne Eignung für den Einsatzführungsdienst. Nicht etwa, weil ich mir keine 2 Symbole für 5 Sekunden merken kann, oder beim Kopfrechnen selbst mit nem Taschenrechner jedes Mal was neues rausbekomme, sonder weil mein Augen so schlecht sind, wie sie eben sind.
Ja genau, um das festzustellen (wobei sowohl die Grenzwerte, als auch die meiner Augen schon der OPZ und der zuständigen Stelle bekannt gewesen sein mussten) musste ich 10 Stunden Zug fahren. Und mich in der bisher räudigsten Unterkunft unterbringen lassen, die ich beim Bund erlebt habe (und das an dem StO der OSLw!). Und einen Tag lang flugpsychologische Tests machen, die mich noch das letzte bisschen Hirnschmalz und Selbstvertrauen gekostet haben. Und dann noch einen Vormittag in nem herrlich dezentralisierten Flugmedizinischen Institut verbringen, ohne 18 Stunden lang was gegessen zu haben. Von der Rückreise mit der Bahn ohne endverbraucherfreundliche Strombereitstellung garnicht erst zu reden.
Die erwähnten Tests hatten es allerdings wirklich in sich. Da haben mich Merkaufgaben, Rechnerei, Reaktions- und Multitaskingspielchen wirklich an den Gedanken des Aufgebens gebracht. Alles nur, weil der Kram so abstrakt war wie sich nach nem nicht wirklich umfangreichen Mittagessen herausstellen sollte. Da gings nämlich an nen Simulator, bei dem man in aufeinander aufbauenden Tests ans Controlling von Flugzeugen rangeführt wurde. Glückskeks wie ich bin, hab ich sowas Ähnliches schon bei meinem Praktikum im EFB3 geübt. Daher konnte ich beim Flugzeug-durch-nen-engen-Luftraum-fädeln und Flugzeuge-nach-bestimmten-Vorgaben-landen punkten. Das hat mich warscheinlich am ersten Tag gerettet.
Bis dann die Augensache kam. Ich hab auch wirklich bis zum Mittag gebraucht bis das rauskam, davor hab ich reichlich bekannte (Blut-/Urinabgabe, EKG, Vermessen, Hörtest, etc) und einige neue Sachen (Anthrometrie, Neurologie, ..) durchlaufen dürfen, mit bisweilen seltsam anmutenden Methoden. Trotzdem blieb es immer dabei, dass ich durch meine (körperliche, die geistige konnte ich glücklicherweise unter den Tisch kehren xD) Durchschnittlichkeit sehr wohl für die angestrebte Verwendung geeignet wär.
Bis dann der Augenartzt kam.
Aber was solls, wofür hat man denn sonst von der OPZ ne Alternativeinplanung bekommen :-D
geschwaetzt von
Madse
um
16:30
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