--- Meinungen, Berichte und Sinnloses aus meinem Nachrichtenbunker in der regnerischen Hansestadt ---

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Donnerstag, 9. April 2015

\m/ Goatwhore und Skeletonwitch im Hafenklang

Diese Woche Dienstag war es wieder mal so weit: Ohne Ticket, dafür aber mit Plan und Kutte gings zu nem Konzert, diesmal allerdings explitzit nicht des Mainacts wegen, sondern einer der Vorbands: Goatwhore.


Mortals mit wenig motiviertem und dünn gesähtem Publikum im Vordergrund
Aber von Vorn: Den Anfang machten (überraschend, weil man erst dachte da wird Goatwhore aufgebaut...) Mortals aus New York. Nagut, für letzteres kann man nichts, aber für den Sound der drei Frauen muss jemand verantwortlich sein. Der war trotz schwer beeindruckender Lautstärke kaum tragbar. Schade eigentlich, die Mädels waren ziemlich nett, wobei ich mir beim besten Willen nicht erklären kann, warum ich mir ihren Pin auch nur in der Nähe von Slayer auf die Kutte packen soll...





Goatwhore
Zu meinem (bis dahin) Highlight kam es dann nach einer kurzen Umbau- und Bierholpause (2€ für ein Astra ist fair): Goatwhore.
Wer hier (wie ich) US-Death Metal im Stil von Dying Fetus oder Six Feet Under (nur besser als letztere...) erwartet hatte, kam auf seine Kosten. Die vier Jungs waren gut drauf, haben mit dem Publikum und einander rumgealbert, aber hauptsächlich für kreisende Köpfe gesorgt. Bei dem Material hat mich allerdings gewundert, dass es zu keinem Moshpit  kam.






Skeletonwitch
So, Vorbands und ein paar Runden Bier durch, auf zum Mainact. Ich war zwar der Meinung, dass es  - musikalisch, die Stimmung war etwas lahm - nicht besser werden könnte, wurde aber von Skeletonwitch sofort eines besseren belehrt. Der kleine Mann mit dem blonden Schnurrbart da in der Mitte von dem Bild ist der Sänger. Dessen Energie, zusammen mit dem Können der vier Jungs um ihn rum haben bei mir nen nachhaltigen Eindruck und im Hafenklang nur verbrannte Erde hinterlassen. Ich möchte die geneigte Leserschaft auf Beweisstück A und Beweisstück B lenken. Dabei bitte nicht verwirren lassen, die haben seit diesem Jahr nen neuen Sänger. Klingt aber
 genauso.



Schlusswort? Genauso wie die Zahl der Künstler auf der Bühne von Band zu Band stieg, entwicklte sich auch die Musik: von "so lala" über "wie erwartet super" zu "überraschender Evergreen".

Ausbeute des Abends: 2 Tshirts, 3 CDs (davon 2 signiert), 1 Metallpin, 2 Patches und die Erkenntnis, dass in Hamburg unter der Woche nach 00:00 praktisch kein ÖPNV mehr existiert. Aber das ist eine andere Geschichte.

Dienstag, 2. Juli 2013

\m/ Amon Amarth - Deceiver of the Gods

Man entschuldige die ausgesprochen miese Bildqualität

Die Schweden haben wieder zugeschlagen. Schon 2 Jahre nach dem letzten Studioalbum (Surtur Rising) gab es letzten Monat eine neue Scheibe für den Beschallungsautomaten. Wobei das nicht ganz richtig ist, in der Limited Edition (welche der Abteilung aus Gründen vorliegt) befinden sich zwei Datenträger. In erster Linie natürlich Deceiver of the Gods, aber auch eine schwarze Hülle mit dem Titel Under the Influence. Dazu später mehr.

Amon Amarth ist nicht nur eine der personell stabilsten (immer noch 3 von 5 Gründungsmitglieder!), sondern auch erwartungssichersten Bands im Genre. Die Herren sind bekannt für technisch einwandfreien und fetten Melodic Death Metal mit Texten über Schlachten, Mythologie und Kriegertum der Vikinger. So auch bei DotG. Es geht mit dem titelgebenden Track direkt episch und monumental los, nicht zimperlich, sondern direkt mit gesammelter Gewalt. Wer sucht, der findet, heisst es so schön, doch hier muss man nicht suchen, CD einlegen und Gefunden!

Die 5 Herren des Schicksalsberges bewegen sich wie bisher im Bereich des Midtempo, gehen hier und da mal drunter und drüber, aber nichts sonderlich überraschendes, trotzdem kann das Gesamtpaket überzeugen. Erst bei "Hel" zeigt man sich etwas experimentierfreudig: der Track ist deutlich rockiger, es gibt erstmals zweistimmige Strophen und unerwartete Tempowechsel. Nicht schlecht, aber definitv ungewohnt. "Warriors of the north" ist als Rausschmeisser wiederum mehr vom Bekannten.

Insgesamt ist Deceiver of the Gods 'nur' mehr vom Alten, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Außerdem: welche Band kann von sich behaupten, immer genau den Geschmack der Fans zu treffen?




So, jetzt zur Bonusscheibe: Under the Influence. Vier Songs von Amon Amarth die so garnicht in das oben beschriebene Schema passen. Genau das ist auch gewollt, hier verneigen sich die 5 vor ihren Vorbildern. Im Gegensatz zu Anderen (*hust* Six Feet Under *hust*) wird hier aber nicht gecovert, sondern es entstanden vier Songs die so klingen wie von Judas Pries, Motörhead, AC/DC und Black Sabbath. Sehr cooles Material, fast schon besser als das eigentliche Album. Als Fan vom Motörhead gefällt mir natürlich "Snake Eyes" am besten. Man höre selbst.

Sonntag, 10. Januar 2010

Thrashpanzer

Irgendwas muss waehrend der 80er in den USA anders gewesen sein als jetzt. Die (Anfangs-) Zeit von Metallica, Anthrax, Megadeth und halt Slayer muss einfach anders gewesen sein!
Vielleicht haben sich die Kerle auch einfach nur Starkstrom an die Eier gelegt und dann eine CD eingepruegelt. Anders kann ich mir das zustandekommen von Songs wie Epidemic oder ( dem Klassiker ) Raining Blood nicht erklaeren.
Schneller, haerter und satanischer als alles bis dahin dagewesene, trotzdem ( oder vielleicht grade deswegen ) auch heute 24 Jahre nach Erscheinen immer noch eines der, wenn nicht das beste Thrash Metal Album ueberhaupt.
Auf das Album reagiert nicht nur mein Kopf mit Kreisen im Raum, mir treiben die Leads teilweise Traenen in die Auegen und wem sich beim Intro von Raining Blood nicht die Haare an Armen, Rucken und Arsch aufstellen, sollte sich schleunigst welche wachsen lassen!
Keine Wertung notwendig.



Wie schon War Without End ist Waking into Nightmares ein Statement. Fuer handgemachte, schnelle und treibende Musik. Zwar haben sich auch ein paar schwaechere Songs in die Tracklist geschlichten ( u.a. Jackal ), aber auch beim neuesten Streich von Warbringer bleibt kein Koerperteil unbewegt. Froehlich wird aus den alten Tagen ( siehe oben ) zitiert, wobei keiner der Songs abgekupfert klingt, alle haben einen eigenen Stil. Hier sind grossartige Musiker am Werk, die sich mit jedem Riff und jedem Drumsolo ihrer Vorbilder bewusst sind. Hoert euch nurmal das Instrumental Nightmare Anatomy an!
9/10 Thrashgranaten

Dienstag, 17. November 2009

\m/ Gebaeng \m/


Dying Fetus - Descent into Depravity

Nu jibbtet uff't Fressbrett! Das ist schon nach den ersten paar Noten des neuesten Streiches der 3 Ami-Deather klar. Ohne Gefangene zu machen ballert man sich durch nur ein bisschen mehr als eine halbe Stunde Ohrenspass fuer den geneigten Metalhead. Mal richtig fiese Soli, mal derbe Riffs, mal richtig fette Grooves, aber Sturm und Drang, immer gradeaus, immer Schnell Schnell. Wer innerhalb von 30 Minuten seine eher hardcoretypischen Texte ( weniger Splatter, mehr politisch und gesellschaftskritisch ) loswerden will, hat auch keine Zeit fuer Gedudel und ruhige Momente.
Trotzdem bleiben ausgefeilte Songstrukturen nicht auf der Strecke und Platz fuer das eine oder andere Ego-Solo bleibt auch. Eins faellt auf: Waehrend Gitarrist/Vocalist und Bassist immer mal wieder was anderes ausprobieren, hier und da ein bisschen fummeln, gibt es fuer den Drummer nur wenige mehr als zwei Dinge zu spielen: Blastbeats oder Geblubber. Nicht dass jenes schlecht waere, aber es zieht die Songs manchmal etwas.
Trotzdem was fuer den Liebhaber rhytmisch verpackten Gegrowles mit ordentlich Druck, Substanz und Dampf!
9/10 Trios ( die zeigen, dass man nicht mehr braucht als Gitarrist/Vocalist, Basser, Drummer und Spass an der Sache )

Anspieltipps: 'Shepherd's Commandment' und den Titeltrack 'Descent into Depravity'

Montag, 9. November 2009

\m/ Gebaeng \m/


Kreator - Enemy of God


Technisch beeindruckender, teilweise richtig mitreissender Thrash Metal aus Deutschland. Gesanglich aber zum regt der Rundling der Urgesteine aber weniger zum bangen, denn mehr zu kotzen an.
Der Drummer hat offen hoerbar viel im Death Metal geschmuht ( 'Impossible Brutality'! ), die Gitarreros teilweise in Richtung Metalcore. Man hoere sich nur mal 'Voices of the Dead' an, einen der besseren Songs.
Leider ist das Songwriting stellenweise wiederholend, was das Album in die Laenge zieht wie Kaugummi am Schuh. Die Produktion ist trocken, der Gesang zwar klar, aber gepresst, ja angestrengt.
Warscheinlich sind die meisten Songs Live ein Feuerwerk ohne Gleichen, aber auf Konserve funktioniert das ganze nicht so wirklich. Schade, da der Fingerbrechfaktor in Sachen Riffs und Soli wahnsinnig gluecklich macht.
7/10 Urgesteine

Mittwoch, 4. November 2009

\m/ Gebaeng \m/


Damnation Defaced - Resurrection Stillborn - The Blackest Halo


Mit einem sehr atmosphaerischen Klavierintro beginnt das Debuetalbum der jungen Metalheads aus Norddeutschland. Das darauf folgende 'The grief of cold deadly eyes' macht schnell klar, womit wir es zu tun haben: professionell und mit Herzblut gespieltem Melodic Death Metal. Hier kommt zusammen, was zusammen gehoert: straighte, melodische Gitarrensoli, aggressiver Gesang, knackige Riffs und gut ballerndes Schlagzeug. Doch stellen die 5 Mannen auch ihre Experimentierfreude unter Beweis, besonders das immer wieder auftauchende Klavier passt perfekt in die Songstrukturen und stellt den ruhigen Antipol zu Gebruell, Geballer und Geriffe dar. Damnation Defaced scheuen auch nicht vor Breaks und unkonventionellem Drumming.
Errinnert mich ein wenig an Amon Amarth, nur frischer, schneller, aggressiver und einen Tick melodischer.
Kleines Detail am Rande: Die CD ist komplett schwarz und sieht auf der Vorderseite aus wie eine Vinyl. Hab ich so noch nicht gesehn: tolles Ding.
Fazit: 10/10 'detingtings' ( Hoert die Scheibe und ihr versteht die 'Einheit' xD )
Mein Anspieltipp ist nicht direkt vom der EP, sondern der neu aufgenommene Bonustrack 'Blade Upon Your Throat'. ( Stammt von der ersten Demo )

Mittwoch, 27. Mai 2009

\m/ Gebang \m/


Warbringer - War Without End

Was passiert, wenn sich 5 Metaller auf ein ( entsprechend grosses ) Gaspedal stellen?
Richtig, es geht ordentlich die Post ab!
So geschehen bei War Without End. Nach einem kurzen Sampler-Intro, welches an One aus den thrashigen Tagen Metallicas errinnert ( schon der Albumtitel ist ein Zitat der BayArea
Thrasher ), zeigt das erste Solo gleich wie schnell der Gitarrist alle Toene der untersten
( hoechsttoenigen ) Saiten anschlagen kann. So ist schon vor Ablauf der ersten Minute klar, um was es bei Warbringer geht: kompromisslosen Thrash Metal der alten Schule, garniert mit perfekten und wunderschoenen Soli.
Wo andere Bands inzwischen nur noch im Mid-Tempo rumsumpfen, schrammeln und drummen die 5 Amis wie ein Duracelhase auf Hochspannung. Fummelige Soli, aggressives Geschrei und ordentlich treibende Riffs wechseln sich ab, wobei der Blick auf den Song nie verloren geht. Es entsteht keine sinn- und hirnlose Aneinanderreihung von frickeligen und technisch verfummelten Parts, stattdessen ensteht beim Hoerer immer das Beduerfnis, irgendwas zu bewegen.
Wenn dann nach knapp 40 Minuten wieder Ruhe einkehrt, fragt man sich, was fehlt, wo man ist und warum sie die Erde eigentlich so leise und langsam dreht.

10/10 Thrashgranaten und 11/10 luftgitarrenzerlegende Soli
Wem die fruehen Werke von Metallica gefallen, sollte sich Warbinger wirklich mal anhoeren.

Am Ende natuerlich noch die Anspieltipps:
Combat Shock und At the Crack of Doom

PS: Dieser Post ist heute im Physikunterricht entstanden. Ich glaube, das sollte ich mir angewoehnen, vorm Rechner hab ich immer keine Ideen mehr.

Montag, 16. Februar 2009

Auf die Ohren!

Jetzt, wie versprochen ein paar MiniReviews.

Death Angel - Killing Season [2008]
Killing Season faengt eher ruhig an. Ein bisschen Geklimper auf der Akustik. Aber dann gehts auch schon los, der Opener Lord of Hate thrasht freudig los und laesst keinen Zweifel aufkommen: hier sind Profis am Werk. Death Angel haben sich zur Primetime des Thrash Metals im Geburtsbecken der schrammelnden Gitarren, der Bay Area von San Francisco der 80er Jahre zusammengefunden. Genau, zu der Zeit und an dem Ort an dem auch Metallica, Megadeth und Anthrax entstanden. '91 aufgeloest, haben sich die Herren 2001 wiedergegruendet und spielten nun mit Killing Season ein Album im Geiste der alten Zeit ein. Es wird kraeftig Geschrammelt, der Gesang ist klar, kreischt nur selten, die Arbeit an den Drums treibt nach vorn. Damit das Ganze nicht gar so trocken und langweilig wird, gibt es reichlich Breaks und auch den ein oder anderen Song unter Finger-Blutig-spiel-Tempo. Anspieltipps: Lord of Hate und When Worlds Collide.

Amon Amarth - Twilight of the Thundergod [2008]
Amon Amarth stehen ja schon immer fuer epischen vertexteten Melodic Death Metal, der sich gern, viel und vordergruendig mit Vikingern, deren Sagen und Helden beschaeftigt. Wie sich das gehoert, spielen die Langhaarbolzer aus dem hohen Norden ihre Geschichten auch im Zwielicht. Auch dem des Donnergottes Thor. ( Flachwitz, wer zuerst lacht verliert! ) Auf dem neuesten Streich wird noch mehr gegroovt als auf dem Vorgaenger, trotz des vorherrschenden Midtempos bleibt genug Druck uebrig, dem Geneigten die Birne abzuschrauben. Tief gestimmte Gitarren, ein ballerndes Drumset und nicht zuletzt die Stimme des Fronters Johan Hegg beschwoehren eine Atmosphaere wie direkt vom Schlachtfeld. Nur lauter und mit Gitarren. Anspieltipps: The Hero und Guardians of Asgaard.


Wardruna - Runaljod - Gap Var Ginnunga [2008]
Tja, nachdem ich nun bei Amon Amarth schon die Vikinger-Atmoshpaere-Schiene geschoben hab, muesste ich mir hier eigentlich was andres einfallen lassen. Mach ich aber nich, denn Wardruna ist das Projekt von ein paar anderen Nordmaennern, welche die alten keltischen Runen vertonen wollten. Dementsprechend schrammelt hier keine Gitarre, ballert kein Drumset und waelzt auch kein Bass durch die Songs. Jeder der 12 Songs soll eine Rune ins Gehoer bringen. Gespielt wurde mit autentischen Instrumenten, weshalb sich die Nackenhaare bei dem Horn im Opener Ár Var Alda ( Heisst echt so, Aldaa! ^^) von selbst aufstellen. In den knapp mehr als 50 Minuten Laufzeit des Albums kommt wegen der unterschiedlichen Songstrukturen keine Langweile auf. Anspieltipps: Hagall und Thurs. ( Am besten inner Sauna! )


Peter Fox - Stadtaffe [2008]
Damit nun zum Freak dieser Ansammlung. Wer Peter Fox ist, sollte spaetensten nach letztem Wochenende bekannt sein. Bei Seeed scheinbar nicht ausgelastet, schreibt er ein ganzes Album voller Ohrwuermer. Einige wenig bis sehr nervig, andere aeussert willkommen. Wer Alles neu und Schwarz zu Blau kennt, dem sei gesagt: das Album ist weitaus vielseitiger! Wer beides noch nicht kennt: Ab in die Ecke, schaemen! Und dann gefaelligst beides anhoeren! Anspieltipps: Stadtaffe und Schuettel deinen Speck.

Mittwoch, 11. Februar 2009

Neuentdeckung

Erase your Memory. Ich bin ja sonst Bands schon von vornherein abgeneigt, die nur eine Myspace-Seite vorweisen koennen, aber hier muss ich auf jeden Fall eine Ausnahme machen. Erase your Memory schlagen in etwa in die gleiche Kerbe wie Hackneyed. Jung, deutsch und Death Metal. Nur sind EyM noch nicht so bekannt, haben noch keinen Vertrag und tendieren mehr in Richtung Thrash Metal.

Fazit: Klasse! Druckvoll! Ausgereift! Ladet euch die EP gratis von myspace!

PS: Ich hatte erst den Player von da 'geklaut' aber da der auf Autoplay ist, nervt mich das tierisch. Also muesst ihr euch das bei myspace anhoeren.

PS2: Bekomm ich jetz mehr Hits, weil ich so oft myspace schreibe?^^

Dienstag, 2. Dezember 2008

\m/ Gebaeng \m/

Diesmal: Bloodbath - The fathomless Mastery


Der neueste Streich der Old School Death Metal Brecher Bloodbath ist ja nun schon ne Weile draussen, aber ich hab mich erst jetzt zu einem entgueltigen Urteil durchringen koennen. Auch das dritte Studioalbum der Schweden ist brachial und brutal wie die Vorgaenger, sucht sich aber einen etwas anderen Weg. Auf The fathomless Mastery setzen sie 5 fort, was sie auf der Unblessing the Purity EP von diesem Sommer angefangen haben: perfekt gespielten, fetten aber nicht ganz so dreckigen Schwedentod der ersten Stunde.
Erst war mir das Album zu monoton, zu wenig Abwechslung, aber das war nur der Ersteindruck. Spaeter kristalliesierten sich Songstrukturen heraus, die ihres gleichen suchen.
Der raeudige ( gewollte ) Sound der ersten Platte ist inzwischen, nachdem er auf dem zweiten Album - Nightmares made Flesh - schon nicht mehr so ganz dominant war, fast komplett verschwunden. So ist das neueste Album eher von stampfenden, trockenen Gitarrenriffs beherrscht, die einem wiedereinmal deutlich zeigen, woher der Wind weht. Anders Nyström und Per Eriksson schrammeln sich hier freudig die Finger an den reichlich tief gestimmten Saiten ab, Martin Axenrot verdrischt die Felle als gaebe es kein morgen ( was es fuer die Drumms bestimmt auch nicht gab xD ) und Jonas Renkse sorgt fuer das warme Gefuehl im Magen, das ein perfekt gespielter Bass gerne ausloest. Um die Qualen des Mikros kuemmert sich seit letztem Jahr wieder Mikael Åkerfeldt.
Die Produktion des Albums setzt meiner Meinung nach Massstaebe, die Shouts von Åkerfeldt stehen im Vordergrund, worunter die anderen Spuren allerdings zu keiner Zeit zu leiden haben. Fetter als die alten Alben, aber genauso brutal und genial.
The fathomless Mastery ist wirklich der Beweis der unermesslichen Meisterschaft der fuenf Schweden. 10 von 10 blutige Baeder.

Und natuerlich gibts auch dieses Mal Hoerproben. Hoffentlich werden die mehr als nur fuer 40s gehoert ( soviel haben zwei Kumpels das erste Video aus dem Post hier ausgehalten ). :-P

Treasonous


At The Behest Of Their Death

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Putzkommando

Ich hab grad eben die elterlichen JBL-Lautsprecher sauber gemacht. Entstaubt mit Hackneyed, Rammstein, Amon Amarth und Benediction. Aber um richtig sicher zu sein, dass kein einziges hartnaeckiges Staubteilchen mehr zurueckbleibt, hab ich mich an die goldene Regel des Metalhoerens gehalten:

Das muss nich laut sein, DAS MUSS DRUECKEN IM GESICHT !!

Und das hat es. Dabei musste ich noch nichtmal auf 11 stellen. 5 hat schon gereicht. Es ist einfach eine Schande, die Lautsprecher, Subs und den Verstaerker vor sich hinstauben zu lassen...

Ich glaub von jetz an schick ich meine Eltern oefters in Urlaub... *hehehehe*

Mir is grad nach

RAMMSTEIN - Feuer und Wasser


Als Entspannung nach dem ganzen Geballer, Geschrammel und Geschrammel die ganze Woche lang :-D

Donnerstag, 28. August 2008

\m/ Gebaeng \m/

Diesmal:
Impious - Holy Murder Masquerade
*denk* Hmm... wie fang ich das Review zu Impious an .... *denk*
In dem neuen Studioalbum von Impious, einer Thrash und Death Metal Band aus Schweden, geht es prinzipiell um einen geisteskranken Serienmoerder. Der " Klappentext " des Albums erzaehlt davon, wie ein Fremder namens Trent Divian ( dessen Name eigentlich unwichtig ist ) in ein kleines, verregnetes Dorf kommt. Obwohl er ein Fremder ist, wird amn sich seiner immer errinnern, denn er will seine Kampagne des Todes fortsetzen. Alles im Namen des Herrn, deshalb der Name Holy Murder Masquerade. Aber was es mit diesem Namen wirklich auf sich hat, wird erst im 5. Song, so ziemlich genau der Mitte des Albums erklaert.
HMM ist ein Konzeptalbum durch und durch. Das faengt beim Cover an, geht ueber das Booklet, in dem die Geschichte in gut und stimmungsvoll gezeichneten Comics gezeigt wird ( siehe oben, zeigt den Song " Purified by Fire " ), die Texte stehen in Sprechblasen, bis hin zu den wirklich sehr guten Songs. Das Album beginnt folgendermassen: Der Moerder ist in der Kirche um zu beichten. Er bittet den Pfarrer um Vergebung, denn er wuerde suendigen. Das alles ist von professionellen Sprechern gesprochen. Das bildet den Rahmen um das Album und die Handlung, nur merkt man dem Pfarrer echt an, dass er sowas von unmotiviert ist, dass es wirklich schade ist, denn das verdirbt die Atmoshpaere grade auf den letzten Minuten.
Zum wichtigsten: den Songs. Ich finde die Songs sehr gut gelungen, jeder erzaehlt eine eigene Geschichte, die aber immer noch Teil des grossen Ganzen ist. Die Schweden beweisen auch auf HMM, dass sie ihr Handwerk verstehen, obwohl es durch die starke Betonung auf den Texten lange nicht so schnell, laut und hart hergeht wie auf Hellucinate, dem Vorgaengeralbum. Aber das heisst nicht, dass es keine Songs zum Baengen gibt! Grade " Death on Floor 44 " und " Three of One " eignen sich herrlich zum Baengen und Mitbruellen. Wobei grade " Three of One " nochmal beweise, dass Impious nicht nur sinnloses und stumpfes Gebruell und Geschrammel sind. Ich habe nur selten solch melodische Breaks gehoert. Schade, dass es grade den Song nicht auf YT oder so gibt. Unterbrochen wird die Stimmung der beiden Songs durch den Titel " Slaughtertown Report ". Der ist wie eine Radio-Nachrichtensendung gemacht, in der eine Frauenstimme erklaert, dass die Polizei von einem Serienmoerder ausgeht, blabla. Gut gemacht, unterbricht aber den Drive von " Death on Floor 44 ".
Ich bin der Meinung, Holy Murder Masquerade ist die logische Fortsetzung von Hellucinate, auf dem der Song " Suicide Park " ein wirklich starkes Ende darstellt. Ich habe das Gefuehl, dass Impious mehr Ahnung von Atmoshphaehre in kleinen Finger hat, als andere Bands im ganzen Management.
Im Laufe des Albums toetet Trent 7 Menschen, ritzt dem ersten Opfer allerdings eine 8 in den Nacken, bevor er es abschlachtet. Auf der Stirn des Opfers aus " Purified by Fire " lesen wir die 2. Das ist das letzte beschriebene Opfer. Wer rausfinden will, warum das Album wirklich so heisst wie es heisst und wer das letzte Opfer ist, sollte es sich anhoeren. Ich kann es nur empfehlen.
Ich gebe dem Album an sich nicht ganz so gute 7 von 8 Opfern ( Unterbrechungen, unmotivierte Sprecher, durch viele nicht beachtete Wiederholungen vom Text ist das Booklet schwer zu lesen und verwirrend )und durch den Kopierschutz verliehrt Holy Murder Masquerade nochmal ein Opfer und endet also mit nur 6 von 8 Opfern.

Und wie auch im letzten \m/-Post gibts auch heute ne Hoerprobe:

In Bloodcraft hoeren und sehen wir, wie der Moerder eine Motelwand mit Blut bemalt.

Zitat: " I will soon be done
With my work of art
!

Sonntag, 17. August 2008

\m/ Gebaeng \m/

Diesmal:
Hackneyed - Death Prevails
Hackneyed sind eine ganz junge Death Metal Band aus den deutschen Landen. Und mit jung mein ich zwischen-15-bis-19-jung! Und die legen mit ihrem Debutalbum ( was schonmal nicht so heisst wie die Band selbst, Pluspunkt! ) eine Scheibe vor... Meine Fresse!
Der Opener Unseen Enemy braucht fast anderthalb Minuten um loszulegen, zeigt dann aber auf jeden Fall wie fett die Produktion ist. Wirklich ueberzeugend is der Track aber noch lange nicht. Da mussen schon noch knapp 45 sek vergehen. Denn Gut Candy bringt den Kopf auf jeden Fall zu baengen. Wenn die Anlage vom Anfang des Albums noch auf "recht laut" steht, werden hier auf jeden Fall die Haare fliegen. Ich musste mir die Altersangaben von den Bandmitgleidern mehrfach durchlesen, da ich nicht geglaubt habe, dass so ein dermassen fetter Sound von Leuten in mehrheitlich meinem Alter stammt. Der Frontmann und Shouter legt eine Stimme an den Tag, die man bei vielen aelteren Acts vermisst! Das Riffing kommt auf jeden Fall direkt aus der Hoelle, und grade beim darauf folgenden Track - Ravenous - zeigt hackneyed aus was sie gemacht sind. Harten, fetten und reichlich schnellen Riffs, derben Drumms und einem ( wie schon gesagt ) Shouter, der auf jeden Fall weiss was er da macht. Aber das Album besteht nicht nur aus stumpfem Geschrammel, Geknueppel und Geshoute, sondern zeigt auch einige interessante Breaks, die die Songs massiv aufwerten und spannend machen. Neben Gut Candy gefaellt mir auch Symphony of Death sehr gut. Was eher wie die anderen Tracks anfaengt, waechst sich im Refrain zu einem meisterhaften Stueck Death Metal aus - Treibendes Schlagzeug und krasses Solo inklusive.
Und damit es nich heisst: Madse labert eh nur Muell, hoeren will ich den Kram auch! Bitteschoen!
Gut Candy

und Symphony of Death


Wems gefalle, sage was dazu, wem nich auch. Ich sage: 10/10 zerhackte Menschen.

PS: Hmm irgendwie sieht der Post nach Serie aus... Wird vielleicht auch eine. Deshalb schonmal 'n neues Label: \m/