Ich finde mich in einer Indy-Kunstaustellung. Die findet in einem alten Schulgebäude aus der Jahrhundertwende statt, richtig mit hohen Decken und laut plautzenden Türen in massiven Holzrahmen. Die Art, die man nie leise schliessen kann, so sehr man sich auch anstrengt. Dort sitze ich auf dem Boden, jemand anderes hat sich von dem Stapel alter Stühle aus einer der Ecken einen genommen und sitzt darauf. Eine junge Frau mit langen naturblonden Haaren und Eifer in den Augen zeigt uns ihre Bilder und erzählt dazu. Nach mehreren bunten, aber recht banalen Bildern nimmt sie ein schwarz-weißes.
Man sieht einen vom Gehweg zurückgesetzten Eingang, daneben hängt ein Schild an der Wand mit der Aufschrift: "Nicht mehr als 11 Personen." Neben dem Schild sitzt eine alte Dame vor einem Tisch. Die junge Frau in der Ausstellung, die Künstlerin erzählt. Das sei die Puffmutter, sie sitzt vor ihrem Geschäft und das Schild sei von ihr, weil sie Ordnung vor ihrem Haus haben will. Auch wenn bis zu 11 Personen dort stehen könnten, bleibt selten überhaupt jemand länger als um die Dame zu grüßen. Selbst das wird kaum mit einem unfreundlichen Nicken beantwortet. Ihr Geschäft läuft nicht mehr so gut. Ihre Öffnungszeiten sind schlecht für den Laden, doch die Dame wird das nicht ändern, es ist schließlich schon immer so.
Inzwischen bin ich in dieses Bild gerutscht und stehe neben ihr. Sie hat sich gade umgedreht um die Eintragungen in ihre Bücher zu machen. Akribisch trägt sie ein, wer wann kam, zu welchem Mädchen ging, wie lange dort blieb und wann wieder verschwand. Plötzlich kommt ein Auto angerauscht, vor dem Haus wird es langsamer. Aus den offenen Fenstrn lehnen sich Leute und schreien Obszönitäten, Verwünschungen und Spott. Die Konkurrenz. Vor Groll greift die Alte unter ihren Tisch und zieht ein Gewehr hervor. Anstatt selber anzulegen wirft sie es mir zu. Bevor ich zielen kann, ist das Auto schon hinter der nächsen Ecke verschwunden. Die Alte sieht mich an, ich schultere das Gewehr und wende mich zum Gehen. Ein Mann, welcher auch vor dem Haus stand, fragt mich: "Wer bist du?"
"Pinoccio", sage ich mit hoher Knabenstimme. Ich kann seinen Gesichtsausdruck nicht sehen, weil er genau unter der Straßenlaterne steht. "Aber ich hab mir die Nase machen lassen", füge ich mit normaler Stimme hinzu und wache auf.
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Sonntag, 2. Januar 2011
Der Puff und das Gewehr
geschwaetzt von
Madse
um
11:41
7
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Freitag, 16. Januar 2009
Von platzenden Reifen ...
und platzenden Traeumen.
Ich sitze im Bus. Weiter hinten, aber am Gang - was seltsam ist, ich sitz alleine und sonst immer am Fenster - und denke mir nichts weiter. Auf dem Platz neben mir, auf der anderen Seite des Ganges sitzt ein Kumpel von mir. Der Bus wirkt leer, doch trotzdem sitzen ein paar Leute drin. Es ist hell, aber nicht sonnig. Es liegt kein Schnee, es sieht eher nach einem feuchten Herbsttag aus. Der Bus faehrt auf einer Landstrasse die ich nicht kenne auf eine recht scharfe Kurve zu. Doch er lenkt erst sehr spaet - vor seinem panischen Lenkmanoever hatte ich noch Gelegenheit zu denken:
' Mensch, der laesst sich ja Zeit... JETZ LENK HALT!!! ' - und es kommt wie es kommen musste ( jedenfalls nach Traumlogik ): ein Reifen platzt.
Doch anstatt anzuhalten, faehrt der Busfahrer schnell weiter, vielleicht weil er denkt, es haette keiner gemerkt. Die anderen Fahrgaesten wirken auch kein bisschen beunruhigt. Derweil schiesst der Bus auf einen Baum zu, nach der Kurve beginnt offensichtlich eine Allee. Ich klammere mich an den Sitz vor mir, indem ich die Lehne mit beiden Armen umschlinge. Dann werfe ich einen Blick zu meinem Kumpel neben mir: der schnallt sich grade an. Eigentlich eine hervorragende Idee, dumm nur dass eigentlich nur eine Handvoll Sitze Gurte haben. Eben. Eigentlich. Da springt dann die Traumlogik wieder ein und stattet mal schnell alle Sitze mit Gurten aus. Tolle Sache das, denk ich mir und schnalle mich an. Doch irgendwie schafft es der Busfahrer, dem Baum auszuweichen. Weil das aber zu langweilig waere, schiessen wir nun samt Bus auf das Meer zu. Weiss der Fuchs warum da Meer ist oder wo das herkommt, es ist in dem Moment einfach da. Ich beeile mich, mich abzuschnallen und dann wieder an den Sitz zu plammern, sodass ich im Wasser - es stand fuer mich schon fest, dass ich gleich drin landen wuerde - nicht erst mit dem Gurt kaempfen muss ( schliesslich wissen wir aus jedem schlechteren Actionfilm/Drama, dass Sicherheitsgurtschloesser unter Wasser grundsaetzlich blockieren ). Ein kurzer Seitenblick bestaetigte, was ich mir schon gedacht hatte, er war zu dem gleichen Shluss gekommen wie ich, auch er schnallte sich ab und hielt sich mit aller Kraft fest.
Dann hob der Bus ab. Die Strasse war einfach zu Ende, aber der Bus fuhr, nein flog einfach weiter. Langsam kippte das Bild, die Front des Busses neigte sich nach unten und es schien mir fast als wollte der Bus frontal eintauchen, doch er stibbte nur mit der Schnauze aufs Wasser, vollfuehrte einen perfekten Ueberschlag - bei dem ich mich gut festhalten konnte und nicht den Halt verlor - und landete dann erst im Wasser. Doch der bus sank schnell, also beeilte ich mich, zu einem der Fenster zu gelangen. Warum ich nicht das versuchte, neben dem ich sass, weiss ich nicht, warscheinlich gab es an meinem keinen Nothammer. Blitzschnell lief der us voll Wasser, mir blieb nur noch Zeit fuer ein paar tiefe Atemzuege, bevor ich untertauchte und an einem anderen Fahrgast vorbeischwamm, der gerade eins der kleinen, 100x15cm Fenster aufmachte um durchzuschwimmen. Ein eher fruchtloses Unterfangen, ich glaubte nicht mal im Ansatz, dass er da durchschwimmen koennte. Ich zerschlug derweil problemlos mit dem Nothammer ein Fenster und schwamm nach draussen. Als ich auftauchte, war mir sofort bewusst, dass das Wasser kalt sein musste und mir somit nicht viel Zeit blieg, wieder an Land zu schwimmen. Als ich mir grade noch Gedanken machte, welche Schwimmtechnik denn anzwenden sei und ob ich nicht Ballast loswerden sollte, begann das BlaBla. Dieses BlaBla kam von einem polnischen Nachrichtensprecher, der mich aus meinem Wecker zulabern wollte und meinen Traum wie eine Seifenblase platzen liess.
geschwaetzt von
Madse
um
14:39
8
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Dienstag, 26. August 2008
Dreamland III
Heute hab ich wieder getraeumt. Und das tolle daran is, ich kann mich dran errinnern! Also:
Ich bin mit dem elerlichen Auto in die Schule gefahren. Es war dunkel ( und ist es auch im gesamten Traum geblieben ). Ich hab den roten Citroen Xara Picasso schoen mittig auf zwei Parkplaetze gestellt und gleich danach waren haufenweise bekannte Gesichter um mich rum. Nach eigener Aussage und Traumlogik waren das alles Fussballspieler, die aber komischerweise alle in US-Army Sandtarnfarben gekleidet waren. Und zwar den alten, grossflaechigen, nichmal den neuen DigiTarn. Traumlogik halt. Dann *schnipp* war ich im Schulhaus und bin mit meiner " Klasse " bestehend aus mindestens 50 Leuten Treppen runtergelaufen, die alle nur 2-Mann-Breite hatte. Und es sind uns die ganze Zeit Leute entgegen gekommen. Als wir dann ganz unten waren, mussten wir die ( gefuehlt gleichen ) Treppen wieder hoch um in einen raum zu kommen, in dem in einer alten, dunklen DDR-Schrankwand ( Pressspan, lackiert, ohne Schnoerkel, alles ganz grade, scharfe Kanten ) ein alter, schwarzer Fernseher stand. Auf dem flimmerten in laecherlich kleiner Schrift Matheaufgaben. Also haben sich die anderen 50 Mitschueler um den Fernseher geschart udn versucht die Aufgaben abzuschreiben. Mit dicken, schwarzen Eddings. Auf kleine weisse Papierstuecke, nicht groesser als ne normale Hand. Dann wurde ich aber ausgerufen, so nach dem Motto: " der Besitzer des roten Citroen Xara Picasso mit dem Kennzeichen *tralala* bitte zum Parkplatz ". Ich musste aber erst mit der Lehrkraft diskutieren, die wollte nicht einsehen, dass ich Angst um "mein" Auto hatte, zwecks Abschleppen und so. Irgendwann hats mir dann gereicht und ich bin einfach abgehauen, die Lehrkraft rief mir nur " Aber beeil dich gefaelligst " hinterher. Ich also zum Auto. Da standen immernoch die Fussballer in tarnfarben drumrum. Die haben mich nur ausgerufen, um mit mir Bier zu trinken! Also hab ich denen erstmal erklaert, dass ich - da ich ja mitm Auto war und noch nach Hause FAHREN musste - nix trinken koenne.
Dann bin ich aufgewacht. Haette gerne noch erfahren, was die Fussballer drarauf gemacht haben ....
geschwaetzt von
Madse
um
12:08
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