--- Meinungen, Berichte und Sinnloses aus meinem Nachrichtenbunker in der regnerischen Hansestadt ---

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Dienstag, 17. März 2015

Neuer Sommerfilm

Da ich schon das Buch - und dessen Nachfolger - gefeiert habe, freue ich mich umso mehr auf die Verfilmung. Noch dazu mit Noomi Rapace!



Neben Kind 44 kann ich auch die beiden Fortsetzungsromane Kolyma und Agent 6 empfehlen.Warscheinlich nichts für Zartbesaitete und Harmoniebedürftige, denn das war ja in der Sowjetunion der Fünfziger- bis Siebziger Jahre immer ausverkauft, aber was Thriller angeht das Beste was ich in den letzten Jahren gelesen habe.

Montag, 1. August 2011

KGB - Kurzreport

Lukainenko - Spektrum
Hat wirklich nur den Urkeim der Idee von Stargate (das mit den Toren). Ansprechend und durchaus spannend geschriebenes Buch. Ich seh da Parallelen zu Metro2034: wenn man will, kann man viel in die Philosophiererei (sic) interpretieren, wenn mans nicht macht, wird man immer noch gut unterhalten. Trotzdem nur was für ausdrückliche Phantastik-Fans.






Abnett - Blutpakt
Der (wohl vorerst) letzte Teil der grossartigen Romanreihe. Wenns nicht WH40K wäre, würde mans warscheinlich Epos oder Opera nennen. So ist das nur der grossartige Abschluss der besten und längsten Romanreihe die ich kenne und liebe. Leider wird mehr gelabert und weniger gekämpft als in den vorherigen Teilen, aber es bringt einen schönen Abschluss, da es Gaunt wieder auf Balhaut führt, wo alles (mehr oder weniger) begann.

 


Abnett - Schlangeschwur
Wieder WH40K, aber anders: ne Kurzgeschichtensammlung über einen Space Marine der Iron Snakes. Gibt in der von Abnett gewohnt hohen Qualität den Werdegang des Bruders Priad wieder. Empfehlenswert, wenn man sich für die Space Marines interessiert und die ganz wichtigen Sachen schon gelesen hat.





Jaroshinskaja - Verschlusssache Tschernobyl
Eine betroffende Mutter und engagierte Politikerin schildert die Situation der Bevölkerung im verseuchten Gebiet um Tschernobyl. Sie berichtet von ihren eigenen Ängsten, den Briefen von anderen Betroffenen und dem jahrelangen Kampf um Anerkennung und Hilfe. 
Was recht spannend beginnt, ruft nach ein paar Kapiteln Empörung und Wut hervor, wird aber - da sich ein und die gleiche Geschichte (Vertuschung, Verzweiflung, "Denkt doch an unsere Kinder") auf 140 Seiten breitwalzt - anstrengend und langweilig. Die Protokolle danach sind wiederum sehr interessant, geben sie doch einen Einblick in die Arbeitsweise des obersten Sowjets. Was für beinharte Fans der Thematik.

Dienstag, 28. Juni 2011

Gildentreffen: Ein Versprechen

Ihr Gebrechlichen, wappnet euch: ich komme, ob ihr wollt oder nicht!
 
Will sagen: Ich freu mich drauf. 
 
 
 
 
 
P.S.: Ich konnte im Kiosk beim Bahnhof wieder nicht wiederstehen. Aber wie soll ich auch, als Gründer des KGB... Diesmal: Lukanienko - Spektrum (klingt vom Klappentext erstmal schwer nach Stargate, ich hoffe es kommt nicht zu sehr danach).

Donnerstag, 19. Mai 2011

KGB - Besprechung

Die grenzdebilen Leser errinnern sich (oder schauen nach) noch an die Bilder aus dem Gründungspost? Speziell an Mutanten auf Andromeda und Unerkannt durch Freundesland? Gut, um die solls im Folgenden gehen.

Mutanten auf Andromeda ist meiner Meiung nach eins der krassesten Beispiele für die Phantastik, in dem Sinne, dass die kommunistische Weltrevolution stattgefunden hat. Es herrscht auf Erden und überall sonst, wo sich die Menschen der Erde rumtreiben Kommunismus vom Feinsten. Wirklich, echter Kommunismus, wo jeder so gleich ist wie alle andern, wo jeder sein Spezialgebiet hat, jeder ist intelligent, schön und steht mit beiden Beinen im Leben. Mir ist aufgefallen, dass diesen 'Neuen Menschen' jeder Gedanke an Religion fehlt. Im Buch trifft eine interstellare Expedition auf eine Zwei-Klassengesellschaft von degenerierten Humanoiden. Viele Vermutungen werden angestellt, wie es zum vorgefundenen Status kommen konnte, aber allen Teilnehmern des Ausflugs stellt sich die Frage, warum die Bewohner des Planeten nie versucht haben, ihre Situation (Beherrschung und Willkür durch die obere Klasse, Leben in Höhlen, ohne Beschäftigung irgendwelcher Art) zu verändern. Denen ist völlig unverständlich, wie sich 'intelligente' Lebewesen ihrem Schicksal ergeben können, ohne es zu hinterfragen. Der religiöse Aspekt der Geschichte, welche die Planetenbewohner wiedergeben (Strafe durch höhere Wesen, Vermachung der Macht an die obere Klasse) fällt den Teilnehmern der Expedition nichtmal auf. Warscheinlich könnte ich mich jetzt noch eine Weile über die teilweise seltsam anmutenden Merkmale und wiederauftretenden Fakten der Phantastik auslassen, aber einerseits ist das schonmal passiert und andererseits solls hier noch um ein anderes Buch gehen.

In Unerkannt durch Freundesland geht es, wie der Untertitel schon verrät, um Illegale Reisen durch das Sowjetreich. Diverse Bürger der ehemaligen DDR berichten von ihren Reisen durch die verschiedensten Teile der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken kurz UdSSR, was damals wohl nicht direkt verboten, aber doch auf jeden Fall reglementiert und streng überwacht war. Ausser, wie es die Mitglieder der UdF-Bewegung (ob es diese gab, oder nur für dieses Buch so benannt wurde, sei mal dahingestellt) taten, man reiste mit einem Transitvisum in die UdSSR ein und ging dann wohin man wollte. Alle Berichte, die ich bisher gelesen habe, haben einige Sachen gemeinsam: die Menschen der Ziel- und Durchreiseländer sind extrem gastfreundlich, sehen auch (selbst die in den muslimisch geprägten Republiken) über gesellschaftliche Fehler der Fremden hinweg und teilen das Wenige was sie haben. Die grösste Gefahr denen sich die UdF-ler stellen mussten, war die Miliz; schliesslich waren sie ja Illegal und konnten deshalb ausgewiesen werden. Seltsamerweise kam ihnen nie der Gedanke, dass man in Russland durch den (echten) KGB leicht mal verschwinden konnte, auch an Gefahren wie Raub, Mord und Diebstahl wurde nie ein Gedanke verschwendet. Scheint es damals wirklich in der Wahrnehmung der Menschen nicht gegeben zu haben, wie es auch in Kind44 thematisiert wird.

Montag, 9. Mai 2011

KGB - Gründung

Werte Freunde der schwarzen Sonne, hiermit und für die Zukunft rufe ich den KGB ins Leben.
Den Kreis der grenzdebilen Buchsüchtigen. Als Gründungsmitglied obliegt es mir, euch zu informieren, dass sich jeder für den KGB melden kann, wenn er denn a) weiss was ein Kreis ist (selbst wenn nicht, Google zählt auch und malen muss ihn niemand), b) von sich selbst oder durch Andere für grenzdebil was Bücher angeht befunden wurde und c) buchsüchtig ist, in dem Sinne dass er/sie keinen Buchladen/Kiosk/Zeitschriftenhandel/Büchersektion eines beliebigen Internetversandhauses/Antiquariat/Trödelmarkt/etc betreten/besuchen/sehen kann, ohne ein Buch zu kaufen. (Oder, im Fall des Trödelmarkts, anderweitig zu erstehen/erwerben/ertauschen/wasauchimmer). Ganz einfach also.

Mir schwebt der Gedanke nach einem solchen Verbund von Leidensgenossen (schliesslich sind Bücher trotz ihres Bildungsgehaltes nicht grad billig) schon länger vor, aber letzte Woche kam der Auslöser in Form von 3 oder 4 (wer weiss das schon so genau) Paketen des allseitsbekannten Internetversandhauses mit dem "A" im Namen. 

Alle und jedes Einzelne enthielten Bücher. Zu sehen nebenstehen, wobei die beiden KOMPASS-Bücher oben inner Mitte ein unrationaler Spontankauf in einem herrliche kleinen, ungeordneten Buchladen in nem Kloster waren.
Wem jetzt bei dem zweiten Bild aufgefallen ist, dass da 'doch noch zwei Bücher mehr drauf sind', darf sich einen Keks nehmen für diese grossartige Beobachtungsgabe (was bei der Brillenträgerdichte unter Buchfans durchaus aussergewönlich ist). Beide, also Exit Mundi und Deutschland schafft sich ab, waren schon hier bevor die anderen bestellt wurden. Ersteres aus einem früheren Kaufanfall und letzteres endlich einem Freund entliehen (Trotz damals fast Sofortkauf ist das schon eins der 6. (!) Auflage). Nutzloser Funfact #2245: Der Stapel enthält etwa 3690 Seiten.


Durchgelesen hab ich das Oberste, DSSA hab ich angefangen, aber durch den doch spannenderen Inhalt von Mutanten auf Andromeda und Unerkannt durch Freundesland liegt das jetzt erstmal wieder im Regal.


Jemandem die Russland-Lastigkeit der Buchinhalte aufgefallen (Nummern 2 und 3 von Oben sind der Phantastik, also der sozialistischen Science Fiction zuzurechnen)? Darf sich noch einen Keks nehmen.



PS: Wie ist man früher mit 4:3 15" Bildschirmen beim Bildbearbeiten klargekommen? Ich hab auf nem 16:9 20"er jetzt Platzprobleme...

PS²: Warum ist Blogger immer noch so biestig zu Bildern? Nich dass es nicht schon besser geworden wäre (was es ist) aber einfach nur 2 Bilder nebeneinander machen geht immer noch nich so einfach.