--- Meinungen, Berichte und Sinnloses aus meinem Nachrichtenbunker in der regnerischen Hansestadt ---

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Donnerstag, 2. April 2015

Heute wieder: Militärisches Gerät, diesmal Panzer

Wie zu Beginn der Woche angekündigt, geht es heute um einen neuen russischen Panzer: den T-14 "Armata"

Konzeptgrafik von Miniarmour
Nach vielen Jahre, in denen ein neuer Hauptkampfpanzer aus dem Osten immer nur ein Gerücht war, mit diversen mehr oder weniger warscheinlichen Ausrüstungsvarianten und Fähigkeiten1 gibt es jetzt bewegte Bilder und 'offizielle' Daten.
Zuerst gesehen habe ich ihn bei War is Boring (bitte klicken, da gibts auch das Video), allerdings hat auch schon SpOn davon Wind bekommen (allerdings haben die soweit ich das sehe nur den WiB-Post übersetzt).

Zu den Gerüchten aus dem Umfeld des mal als T-95, T-99 oder "Black Eagle" bekannten Waffensystems gehörte praktisch schon immer die Vermutung, dass dies der erste moderne (Kampf-)Panzer ohne Turmbesatzung werden sollte. Wenn man sich durch diesen Forumsthread arbeitet, kann man einen Post mit Standbildern aus dem Video finden, welche diese Information untermauern. Sollte das der Wahrheit entsprechen, wäre das wirklich mal etwas Neues. Der russische Panzerbau setzt zwar schon seit vielen Jahrzehnten auf Autoloader für die Kanone (weshalb russische Panzerbesetzungen seit dem T-64 aus nur 3 Soldaten bestehen, im Gegensatz zu 4 in westlichen Systemen), aber die Besatzungen aus dem Turm zu nehmen und in die wesentlich besser geschützte Wanne zu setzen hat bisher meines Wissens nach in einem MBT² noch keiner gemacht.
Das ist also neu und ungewöhnlich, ansonsten scheint mir der Rest bis auf den passiven und aktiven Schutz recht traditionell. Den passiven Schutz besorgt rundum³ verbaute Reaktivpanzerung4, für den Aktivschutz gibt es ein "Afganit" genanntes System. Auf einigen Fotos sind allerdings noch Teile von "Shtora" zu sehen, dem (passiven) Abwehrsystem vom T-90.

Ansonsten finde ich nicht viel Außergewöhnliches: die Minigun und die 30mm MK von der Konzeptgrafik finden sich nicht wieder und wie im Forum gut dargestellt ist der "Armata" nicht sonderlich kleiner als die modernen westlichen Panzer. Die Wanne und das Fahrwerk als Grundlage für eine Familie von Fahrzeugen (u.a. Bergepanzer und Selbstfahrartillerie mit Rohr und Raketen) zu nutzen ist auch nichts neues, das haben die Russen schon mit dem T-72 selbst gemacht. Eine Neuheit ist vielleicht von dem Chassis mehrere Schützenpanzer abzuleiten, inwiefern sich die Teile da noch ähneln muss sich zeigen. Vielleicht steht das auch schon irgendwo, ich habe meine Recherche bisher nur auf den Kampfpanzer T-14 konzentriert.

 Wir werden mehr wissen (und ich werde vielleicht etwas dazu schreiben) wenn die große Militärparade auf Moskaus Rotem Platz am 9. Mai durch ist. 





1 Im militärischen Sinn: Panzerung, Beweglichkeit im Gelände, Reichweiten, Bewaffnung, Funk- und Datenverbindungen, etc.
² Main Battle Tank - Hauptkampfpanzer, die Turmvariante ohne Besatzung gab es im leichten Panzer AMX-30 und im Jagdpanzer Kürassier
³ Normalerweise befindet sich Reaktivpanzerung nur an der Wannenfront und dem Turm
4 Reaktivpanzerung sind Kacheln, deren Aufbau von Panzerstahlplatte - Plastiksprengstoff - Panzerstahlplatte den Stachel von Hohlladungsgeschossen aufbrechen und ablenken soll 

Dienstag, 31. März 2015

Heute mal: Militärisches Gerät

Jetzt haben wir einen neuen Tiefpunkt erreicht, der aber sicher nicht das Ende der Geschichte ist. Es geht um das Standardgewehr der Bundeswehr, das G36. Jetzt hat das Ministerium aufgrund der Ergebnisse des durch die damals neue Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen eingesetzten Untersuchungsausschusses festgestellt, was schon lange durch verschiedenste Quellen - darunter auch Erfahrungsberichte aus den Einsätzen in Afghanistan und Afrika - behauptet worden war: Das Gewehr ist bei starker Umgebungshitze und langen Feuerstößen nicht mehr zielgenau.
Schon komisch bei einer Waffe, die zu großen Teilen aus Kunststoffen besteht, bei der das Rohr in Kunststoffe eingepresst ist und was für den mitteleuropäischen Kriegsschauplatz des Kalten Krieges entwickelt wurde (Vorsicht: Ironie!)

Augen Geradeaus hat dazu wieder mal sowohl die Fakten, als auch die Diskussion. Auch mit Links zu der Geschichte, bis zurück ins Jahr 2012 (!).

Ich für meinen Teil mag das G36. Leicht, einfach zu bedienen und sehr genau (in Deutschland...). Was die oben beschriebenen Probleme angeht, mag ich mir kein Urteil anmaßen. Mir graut es nur vor der Entwicklung die sich aus der Schlussfolgerung des Ministeriums ergibt: "Übergangslösung" und "mittelfristig" (in Bezug auf das seit 20 Jahren genutzte G36) stoßen mir da besonders sauer auf. Da wird in der Pressemitteilung auch schon wieder davon gesprochen, ein neues Gewehr zu beschaffen. Ich sehe da folgendes Problem: wenn wir ein System aus irgendeiner anderen Waffenfamilie beschaffen, geben wir im besten Fall eine und im schlimmsten Fall alle guten Eigenschaften des G36 auf.
Bevor jetzt noch das Geschrei nach einer öffentlichen Diskussion laut wird: bitte nicht. Die Öffentlichkeit hat  - mit Verlaub - absolut keine Ahnung von einem dermaßen technischen Problem. Im Gegensatz zur Dronenfrage ist das hier keine moralische Entscheidung, welche die Gesellschaft klären muss, sondern die in einem ministerialen, noch besser militärischen Hinterzimmer getroffen werden sollte.


An sich hatte ich geplant noch was über den neuen russischen Panzer zu schreiben, der inzwischen gesichtet wurde. Das werde ich aber auf einen anderen Wochentag verschieben. Oder interessiert das am Ende keinen?

Freitag, 28. November 2014

Erkenntnis des Tages

"Is doch egal, ob man Fahnenjunker oder Leutnant ist" sagt man nur, wenn man schon den Stern auf den Schultern trägt.

Und als Lesestoff fürs Wochenende ein Text über Angela Merkel von der anderen Seite des Teichs

Mittwoch, 5. November 2014

Manischer Mittwoch

Heute ist doch Mittwoch, oder?

Sonntag: Stiff Little Fingers im Knust in Hamburg. Die letzte der großen britischen Punkbands. Meine Güte, die Kerle haben 35 Jahre Bandgeschichte hinter sich und lassen dem Publikum immer noch die Ohren schlackern. Da hat der Schweiß von der Decke getropft! Neben Illdisposed und Six Feet Under vor ein paar Jahren das lauteste Konzert, auf dem ich bisher gewesen bin.
Im Zuge des Konzerts wurde auch endlich meine Kutte getauft (Für die Nicht-Eingeweihten: Mit Bier übergossen).

Gestern: In einem akuten Anfall von Wahnsinn habe ich mir universitär noch mehr Arbeit aufgeladen, als ich sowieso dort und im militärischen Bereich habe. Außerdem hab ich angefangen mit meinem Nachbarn Starcraft (das Erste!) und UT2004 zu daddeln. Hatte ja ganz vergessen, wie anstrengend RTS sein können, da ist UT im Vergleich richtiggehend entspannend.

Heute: Die Lokführergewerkschaft streikt schon wieder. Diesmal nicht nur ein oder zwei Tage sondern eine halbe Woche. Erstens bin ich froh, dass ich diese Woche nirgends hin muss (ausser vielleicht in die Bib, aber da komme ich ja zum Glück mit dem Fahrrad hin) und zweitens bin ich gespannt, wie lange sich die GDL das noch erlauben kann. Normalerweise sind die Deutschen was Arbeitskampf angeht ja relativ tolerant, jeder darf mal, da nimmt man murrend aber verständnisvoll Verspätungen und Ausfälle hin. Betrachtet man aber diese Woche die Kommentare der Medien und hört auf den Tenor, lassen sich die Kunden das nich mehr lange gefallen. Es mag und wird bis zu einem bestimmten Punkt Falschinformation und Meinungsmache sein, aber normal es nicht mehr, dass eine Gewerkschaft
einfach so für 100 Stunden den deutschen Nah-, Fern- und Güterverkehr lahm legt. Kann mir gut vorstellen, dass das der letzte lange GDL Streik wird.
Am Rande: Ich bin ein Freund und Verfechter des Streikrechts, das hat sich die deutsche Arbeiterschaft hart erkämpft und ich finde es gut begründet. Allerdings ist es wie mit sehr vielen anderen Rechten: man kann es auch übertreiben. Die GDL will das offenbar tun. Der Gesetzgeber kann und darf das nicht rechtlich einschränken, aber die Verantwortlichen von Gewerkschaft und Arbeitgeber sollten sich mal hinsetzen und ansehen, welche gesellschaftlichen Auswirkungen ihre Handlungen haben. 

Sonntag, 5. Oktober 2014

Neues aus dem Norden

Nach mehr als nur einer gefühlten Ewigkeit gibt es ein Lebenszeichen von mir. (Hier bitte allgemeinen, kleinen Jubel vorstellen)

Es gibt ein paar weitere Neuigkeiten! Der Dienstherr hat mir einen Levelup verpasst, damit bin ich nun nach über 4 Jahren an einer Position, zu der ich immer nur aufblicken konnte. Ums kurz zu machen: der Madse ist jetzt Offizier. Jedenfalls steht das jetzt auf den Schulterschlaufen (und der monatlichen Gehaltsabrechnung)
Inwiefern sich das auf mein allgemeines Verhalten auswirken wird, ist eine spannende Frage. Vielleicht lässt sich das hier bald wieder nachvollziehen und verfolgen. Vielleicht...

Des Weiteren: mir gefällt mein Wohnort Hamburg auch nach 2 Jahren immer noch und immer mehr! Im Zuge der persönlichen Feierlichkeiten zu oben genanntem Anlass hab ich mich dieses verlängerte Wochenende wieder viel in der Stadt rumgetrieben. Nicht nur Reeperbahn, nicht nur St. Pauli. Nicht die schönste oder sauberste Stadt, aber angenehme, weil meistens ehrliche Menschen. Auch wenn aufgrund der Oktoberfeste viele falsche Trachten unterwegs waren. Passt hier einfach gar nicht ins Stadtbild.

Einige haben es ja schon beim Gesichtsbuch zur Kenntnis genommen: ich war im Südkaukasus und bin (beinahe) unbeschädigt wieder zurückgekommen. Eine sehr eindrucksvolle (im Wortsinn: voller Eindrücke) und interessante Studienreise. Wie unser Professor schon im Vorbereitungsseminar angekündigt hat, haben wir die Konflikte nicht gelöst, aber aufschlussreiche Gespräche geführt, Workshops gemacht und neue Bekanntschaften und vielleicht auch die eine oder andere Freundschaft geschlossen. Direkt dazu: wollt ihr nur Bilder sehen, oder soll ich auch möglichst ausführlich die Geschichten dazu erzählen?

So, mehr fällt mir vor Schreck jetzt auch nicht ein. Reicht ja aber nach so lange Abstinenz auch, oder?

(PS: dieser Beitrag entstand unter völlig neuen technischen Möglichkeiten: mit der Blogger-App auf meinem Nexus 7 [welches ich mir letztes Jahr zu Weihnachten - oder wars mein Geburtstag? - geschenkt habe] in Verbindung mit der neuen Bluetooth-Tastatur. Die kleinen Tasten sind noch etwas fummelig, insbesondere zum Mehrfingerschreiben, aber die Kombo könnte trotzdem wieder zu mehr Content führen. So wie heute eben)

Dienstag, 1. Juli 2014

Übrig geblieben?

Nachdem mir vergangenes Wochenende von vertrauenswürdiger Seite nahe gelegt wurde, "doch halt endlich mal wieder IRGENDWAS" in diesem Rahmen von mir zu geben: Bitteschön, hier isses.

Seit heute bin ich wiedermal einer der Letzten einer bestimmten Art. Letzter FWDLer und letzter HG / HG(OA) war ich ja schon. Aber bis zum Ende des Sommers - und damit auch im Land zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer - bin ich Uffz m.P..
Was also machen? Na das Gleiche wie immer: die Arbeit für die Offze machen, weil die es ja nicht selbst können :-P



DUCS - Oldschool
Eine der wenigen Bands, die ihren Live-Sound 1:1 auf eine CD bekommen. Jedenfalls in der Liga ...

Freitag, 10. Januar 2014

Botten an und Los!

Eins ist klar: Jay ist Schuld. Mir ist schon länger klar, dass ich mehr Sport machen muss. Nicht nur, weil mein Arbeitgeber Leistungsfähigkeit von mir verlangt, sondern weil ich klare Defizite bei mir erkannt habe: Ich habe eine beschissene Ausdauer.
Okay, 12km mit 15kg Gepäck machen mir nichts aus. 3000m in unter 15 Minuten kann ich auch. Da hört es aber auch schon wieder auf, nach 3km rennen und einer Zeit von knapp unter 12 Minuten bin ich kaputt. Zu kaputt für meinen Geschmack. Also muss ich was für meine Ausdauer tun und da kam mir Jay Nightwinds neue Reihe Powerhouse gerade Recht.
Ich mache zwar auch so Sport, bin in der HSU-Volleyballmannschaft, aber die zweimal zwei Stunden pro Woche reichen mir nicht. Ihr braucht das auch garnicht belächeln, unser Training ist mehr als nur ein bisschen aufm Platz rumstehen und den Ball übers Netz pebbeln. Könnt ja gern mal vorbeikommen und euch das Aufwärmen anschauen.
Na jedenfalls reicht mir das nicht, also hab ichs gestern kurz und schmerzlos gemacht, mir die dienstlich gelieferten Laufschuhe (die schwarzen mit der griffign Sohle) angezogen, hab mir mein Handy mit der Endomondo-App geschnappt und bin ins Wandsbecker Gehölz gelaufen.
Der Plan sieht eigentlich folgendermassen aus: immer Donnerstag Nachmittags, sowieso die Zeit für AMA, mache ich meine persönliche AMILA. Mindestens 30 Minuten durchlaufen wie Jay, nur halt nur einmal pro Woche und ohne Aufwärmen vor ner Konsole.

Gestern also. Strecke 5,44km, Zeit 29,43 Minuten. Nicht mehr als ein Anfang, obwohl ich mich zwingen musste bis zum Ende durchzulaufen weiss ich, dass ich zu mehr in der Lage bin. Ich habe auch heute kaum Muskelkater, das drückt meine Laune ein wenig. Vielleicht mach ich das am Wochenende einfach nochmal.

Eine HiBa wäre nicht schlecht, da konnte ich mich immer noch am Besten auspowern...

PS: Bevor ichs vergesse: Masseumverteilung (von Bauch nach...) spielt auch eine Rolle. Natürlich. 

AbkVz: 
AMA - Allgemeine Militärische Ausbildung - Zeit für alle mehr oder wenigen militärischen Ausbildungen und Veranstaltungen an der HSU
AMILA - Allgemeine militärische Laufausbildung - auch gerne: Alle Müssen Im Laufanzug Antreten.
HiBa - Hindernisbahn - kompakte, mit Hinternissen gespickte Laufbahn, beansprucht den ganzen Soldaten. 

Montag, 25. November 2013

Öffentlichkeitsarbeit

Für alle, die keine(n) Soldaten im Facebookfeed haben oder denen der Artikel aus anderen Gründen bisher unbekannt ist:

Soldaten: Was glaubt ihr eigentlich, wer wir sind?

und dazu die Diskussion auf Augen Geradeaus.

Die Kommentare auf Zeit.de kann man sich durchaus mal anschauen, dann versteht man auch besser, warum sich der Kamerad dazu entschieden hat seinen Artikel mit solcher Reichweite zu veröffentlichen. Die Gegenbewegung zeigt sich dann wiederrum auf AG, was aber aufgrund der unterschiedlichen Zielgruppen nicht verwundern kann.

Ich kann den Kameraden verstehen, auch teilweise die Kritik an seiner Person. Letztes Jahr hat sich der Verein Deutsche Soldaten e.V. meinem Studentenjahrgang vorgestellt und besagter Hauptmann hat die kurze Eröffnugsrede gehalten. Der Mann findet überdeutliche Worte. Ein wirklich wütender Mensch, was ich aber durchaus verstehen kann. Er stellt praktisch die Spitze des Eisberges dar, er ist einer der Wenigen, die sich öffentlich äussern. Die Resonanz auf den Artikel unter Soldaten ist gross, was sich insbesondere wieder im Facebookfeed zeigt. Mag es teilweise auch sozialer Druck sein, aber den Meisten, die ihn teilen unterstelle ich einfach, dass sie mit dem Gedanken übereinstimmen.

Das dürfte diese Woche wiedermal die öffentlich Debatte anregen.

Dienstag, 12. November 2013

Patchology

Ich muss immer wieder unwillkührlich grinsen, wenn ein - als solcher für den aufmerksamen Betrachter auch in Zivil erkennbarer - Soldat versucht, diesen Patch einzuordnen.



Es geht mir so, weil ihr verwirrter bis fragender Blick berechtigt ist: diesen Patch kann kaum jemand kennen. Er wurde auch nur in einer Auflage von 25 Stück produziert, schon 2 davon sind in meinem Besitz.
Wir haben ihn damals für unseren Hörsaal an der OSLw machen lassen, dafür steht auch das 2/B ( 2. Inspektion, Hörsaal Bravo). Das Hörsaalmotto 'fortis et fidelis' - Stark und Treu - habe ich damals vorgeschlagen, ich habe es aus einer Einheit mitgebracht, die es meines Wissens nach durch die Reform nicht mehr gibt, die 6./LwAusbRgt in Roth. Die langjährigen Leser errinnern sich vielleicht, dort begann vor fast 2 1/2 Jahren meine Karriere bei der Bundeswehr mit dem Wehrdienst.
Den roten Greif haben wir zur Freude unserer Hörsaalführung übernommen, der prangte an deren Bürotür. Das generelle Farbschema aus Schwarz-Rot-Gold muss ich wohl nicht weiter erkläutern.
Im Gegensatz zu anderen Patches finden sich auf unserem keine Verweise auf überordnete Einheiten oder auch nur die Teilstreitkraft, was ihn sehr untypisch und für Nichtkenner unmöglich zuzuordnen macht. Man könnte höchstens durch die sehr bunte Gestaltung auf die Luftwaffe tippen, die Patches des Heeres sind überwiegend in Schwarz und Grün gehalten.

Für jene, die bis hier gelesen haben: Glückwunsch, ihr seid jetzt Teil des kleinen Kreises der Wissenden. Trefft ihr irgendwo in Deutschland oder dem Rest der Welt jemanden, der diesen Patch an sich trägt, steht ihr einem meiner Kameraden (oder mir selbst) gegenüber!

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Regionaler Bundesbürger

Immer wenn es in meinem Studium im die politische Geschichte wie zum Beispiel Entwicklung des Parteiensystems in der BRD vor der Wende geht, betrachte ich irgendwie nicht mein Heimatland. Was mir meine Eltern und Großeltern an Wissen und Erfahrungen vermittelt haben, stimmt halt nicht mit dem überein, was ich in den Lehrbüchern lese. Erstere sprachen und sprechen nunmal auch über die DDR und letztere befassen sich mit der BRD. Logisch oder?
Dabei sehe und fühle ich mich als Einheitsdeutscher, für mich gibt es kein höheres Gut als das Grundgesetz. Klingt nach Pathos und Bw-Gehirnwäsche, ist aber so. 
Für mich ist die Herkunft bzw. das Label Ossi nur eine Möglichkeit Scherze zu machen, ich sehe es eher als Herkunftsregion, denn als Herkunftsland. Schließlich bin ich geburtstechnisch Bundesbürger, nur ist meine Heimatregion so besonders und gleichzeitig so normal wie Ostfriesland oder Schwaben. Da gibt es auch genug Vorurteile, welche für mehr oder weniger gute Witze herhalten müssen.

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Heute wegen Nationalfeiertag ...

... ausser Betrieb.

Montag, 22. Juli 2013

Diese Woche: low ops

Der Herr nimmt sich diese Woche meine Zeit um sich in vielfältiger Form huldigen zu lassen. Mit Ausbildungen, Schweiss und Spass auf Hindernisbahnen und Geschiesse.
Daher wird es diese Woche etwas länger dauern, bis Nicht-GG-Kommentare veröffentlicht werden. Das Punktezählen bleibt davon unberührt.

Mittwoch, 21. November 2012

Richtigstellung - Update

Die Lage hat sich seit meinem letzten Post etwas konkretisiert.
Wie es scheint, wollen die Türken unsere Luftverteidigungsfähigkeit mit Patriot doch zur Sicherung ihrer Grenzen. Wenn dem wirklich so ist, sind die politischen Bedenken angebracht.

Militärisch ist das aber Schwachsinn, Patriot kann Objekte schützen, aber keine Flächen oder Grenzen. Dazu ist das System einfach nicht in der Lage. Dementsprechend ist auch die Durchsetzung einer möglichen Flugverbotszone über Nordsyrien nicht allein damit machbar, schon garnicht mit dem diskutierten Kräfteansatz von ein oder zwo Staffeln und 200 Mann.
Flugverbotszone bedeutet Luftüberlegenheit und die stellt man nicht mit bodengestützten Luftabwehrsystemen dar, sondern klassischerweise mit Fliegern, speziell Luftüberlegenheitsjägern (womit sich auch die Bezeichnung erklärt, oder :-P)

Dienstag, 20. November 2012

Eine Richtigstellung

Habt ihr in den letzten 2 Tagen Nachrichten gesehen? Die Berichterstattung über die "Bitte der Türken nach Patriot-Systemen"? Gut.
Denn jetzt vergesst praktisch alles bis auf Türkei, Deutschland und Patriot. Was N24 oder Pro7 newstime oder wie sie alle heissen wollen (Ich hab leider die Berichterstattung der ARD dazu noch nicht gesehen, aber ich gehe nicht davon aus, dass dort mehr Klarheit bei den Redakteuren herrscht) berichten, ist Unsinn, Halbwarheiten und Populismus. Warum ich mich dann grade jetzt erst bei diesem Thema aufrege? Weil ich es hier wirklich mal besser weiss und ich der Meinung bin, dass unsere Politiker dem Volk die Wahrheit über eine so wichtige Sache erzählen sollten.
Also, zurück zur Türkei und den Patroit-Stellungen. Dabei geht es um folgendes: es soll doch diesen Raketenabwehrschirm in Europa geben, gegen Mittel- und Langstreckenraketen aus dem Nahen Osten, unter anderem dem Iran. Um so eine Rakete abfangen zu können, muss ich sie sehr zeitig sehen, sprich so kurz wie möglich nach dem Abschuss. Einen Interkontinentalsprengkopf zu zerstören, wenn er schon im Endanflug aus der Stratosphäre fällt ist wie einem Selbstmörder von einer Brücke hinterherzuspringen. Gut gemeint aber sinnlos.
Im Rahmen dieses Raketenabwehrschirms soll in der Türkei (aha!) eine Radarstellung errichtet werden, die sich nur darauf konzentriert, wann und wo, welche Rakete wohin abgeschossen wird. Damit ist diese Stellung - in der Türkei! - ein Hochwertziel, sollte es wirklich mal zur Eskalation kommen. Da sagen die Türken völlig berechtigt, dass sie als Gegenlistung für die Aufstellung des Radars Schutz von der Nato wollen. Diesen Schutz können derzeit in Europa (die USA lasse ich mal aussen vor) theoretisch nur Deutschland und die Niederlande. Letztere kämpfen aber wegen Sparzwängen derzeit um den Erhalt ihrer 3 Patriotstaffeln, womit die faktisch ausfallen.
Daher geht es eigentlich darum: Es könnte dazu kommen, dass Deutschland in der Türkei ein paar Patriotsysteme hinstellt und bedient um ein Radar zu schützen, was die NATO da hat installieren lassen. So weit alles klar? Fragen bitte in die Kommentare.

Noch eins: Wie wir uns damit zur Partei im Konflikt zwischen der Türkei und Syrien machen, soll mir die SPD mal erklären. Ich dachte bisher, fürs kiffen wären die "Gebt-das-Hanf-frei"-Grünen zuständig.

PS: Ich ziehe meine Kenntnisse übrigens aus einem Vortrag den der stellvertretende Kommandeur von MANTIS für die IG FlaRak am letzten Donnerstag in Hamburg gehalten hat. Dabei ging es nicht nur um unser neuestes Element im System Luftverteidigung, sondern auch um oben beschriebenen Sachverhalt. Nice to know: MANTIS macht das Gleiche wie der IRON DOME der Israelis, nur mit 35mm Kanonen statt Raketen.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Hamburg - Beginn

Also schön. Dann lass ich mich mal über meine ersten anderthalb Wochen im neuen Lebensabschnitt aus.
Ich bin überraschend gut angekommen, die Strecke über A13, Ostberliner Ring und A24 ist wunderbar störungsfrei. Die erste Woche war im Vergleich zu Dieser (dazu später mehr) noch stressig, wir wurden praktisch 5 Tage lang mit ausschliesslich wichtigen Informationen vollgepumpt, es haben sich alle Teilbereiche vorgestellt; von Bibliothek über Interessenverbände und Rechenzentrum bis hin zur Bekleidungskammer.
Befördert wurden die Luftwaffenkameraden (daher inlusive mir) auch noch, womit meine Tage als Mannschafter nun endgültig vorbei sind. Willkommen im Unteroffizierkorps....

Zu dieser Woche: von 8 Verantstaltungen (sprich Vorlesungen, Übungen und Sprachkurs) haben nur 2 stattgefunden, dazu noch der gestrige Nationalfeiertag und schon hat man eine irritierend ereignislose Woche. Mal sehen was die heute noch anstehende Immatrikulationsfeier so bringt.

Aber mal so ganz unter uns: wenn ich sehe, dass ich nur von Montag bis Mittwoch Veranstaltungen und damit Donnerstag und Freitag frei habe, fühle ich mich doch etwas als Sozialschmarotzer. So gings mir bisher noch nicht, aber meine Arbeitsbelastung hat damit - an Dienst-/Stundenplänen gemessen - einen neuen, fast schon historischen Tiefpunkt erreicht. Es muss sich allerdings noch zeigen, was an Lesestoff (Politikwissenschaften sind ein sehr leseintensive Studium) so anfällt und inwiefern weitere Verpflichtungen auf mich zukommen.


Hab ich was vergessen? Wollt ihr mehr wissen? Schreibts in die Kommentare, ich beantworte eure Anfragen dann im nächsten (möglichst zeitnahen) Post.

Sonntag, 23. September 2012

Zeitenwechsel

So, nach anderthalb Jahren entspanntem Dienst, 11 Monaten OSLw und 3 Wochen Urlaub beginnt morgen ein neuer Abschnitt. Dann wird geschuftet, geschunden und hart gearbeitet. Dann  gehts nach Hamburg ins Studium ^^
Von den vielen Sachen, die ich mir vorgenommen hatte, konnte ich doch einige abarbeiten: von der Bootstour ganz am Anfang vom Urlaub bis zum Kurzurlaub in Helsinki Anfang dieser Woche. Letzteres kommt mir trotzdem schon viel länger her vor. Der Kalender muss lügen....

Von allen Freunden und Verwandten kommt in letzter Zeit so ziemlich immer irgendwann Die Eine Frage, in der einen oder anderen Formulierung: "Junge, wie in Gottes Namen wirst du da wohnen? Wissen die, dass du kommst und ein Dach über dem Kopf brauchst? Musst du etwa die ersten Wochen, wenn nicht die gesamte Studienzeit, im Zelt hausen?" (dramatisierte Darstellung)
Ich weiss bisher nur so viel: es soll wie Studentenwohnheim sein. Mehr muss ich auch garnicht wissen, die Bundeswehr und der jeweilige Spieß sind zwar eine manchmal harte und unnachgiebige Mutter aber doch fürsorglich.  So lange ich einen Platz für meine Technik, ein Bett und ne Stelle zum Bier kaltstellen habe, bin ich zufrieden. Alles andere ergibt sich.

Dienstag, 7. August 2012

*ping*

Ein Echo aus den ozeanischen Tiefen des echten Lebens. Ich tauche sozusagen mal wieder auf dem Sonat der Bloggerwelt auf. Nur kurz. Nur damit meine Leserschaft noch weiss, dass es mich gibt. Daher auch wieder nur eine lose Zusammenstücklung von Interessantem und Belanglosem.

Dienst: Diese Woche CQC-Ausbildung. Close Quarters Combat, militärischer Nahkampf also. Körperliche Ausseinandersetzung mit allen Mitteln auf kürzeste und kurze Dienstanz, nicht mit dem klassischen Häuserkampf zu verwechseln. Auch mit ausdrücklich "kiezfähigen" ( der Hauptausbilder kommt aus Hamburg ) Verfahren. Das ging bisher von waffenlosem Kampf in Angriff und Verteidigung ( Fäuste, Arme, Beine, Kopf ) über ( militärisch ) richtiges Hinfallen und Abrollen, bis zum Kampf gegen Gegner mit Messer und Gewehr. Es folgen noch Kampf mit Stöcken und wer weiss, was sich die Ausbilder noch so alles einfallen lassen. Bis auf einige blaue Flecken, ein paar Kratzer und Schürfwunden gabs noch keine grossen Verletzungen, was bei einigen Aktionen ( Ausbildung, wie einem Angreifer der Arm zu brechen ist, etc ) schon etwas verwunderlich ist. Wir werden in dieser Woche auch nicht zu Nahkampf-Experten, es geht nur darum, einen Einblick in die Materie zu geben und Grundlagen zu legen. Aber sehr entspannt, spassig und hoch interressant.

Musik: Hab mich an Debauchery und Illdisposed festgehört. Komischerweise zusätzlich auch noch an Dubstep. Vielleicht ne logische Folge. Vielleicht muss man Musik aber auch nicht logisch erklären. Noch was gemerkt durch die Lernmarathi (sic) in den letzten Wochen: Cannibal Corpse und Corpse Grinder eignen sich hervorragend zum Abschotten und Konzentrieren.

Spiele: Zuviele.
Max Payne 3 (PC), GTA IV (PC), Resistance - Burning Skies (PSV), Wipeout HD und Fury (PSV), Uncharted - Golden Abyss (PSV), wieder Battlefield 3 (PC), aber weder Premiun (Abzocke!) noch Close Quarters (kann ich auch gleich CoD zocken) und ne ganze Stange angefangene, zB Duke Nukem Forever, Dead Space 2, Arkham City, Deus Ex - Human Revolution

Veranstaltungen: Gildentreffen kommendes Wochenden!! EINSELF w00t!

Mittwoch, 20. Juni 2012

Stereo

Aufgrund akuter Notwendigkeit musste ich mir vor kurzem einen zweiten Monitor für meinen Arbeitsplatz hier an der OSLw zulegen. Wie man auf unten zu sehendem Bild sehr gut erkennen kann, ist mehr Bildschirmoberfläche zum Lernen - von in dem Fall Menschenführung - unabdingbar. Nur so ist es möglich, während des Lernprozesses auf ALLE Lernunterlagen gleichzeitig zuzugreifen xD




Dass sich dieser Monitor auch im normalen Alltag als nützlich erweist und gaaanz zufällig auch einen DVB-T Receiver hat und Picture-in-Picture (siehe unteres Bild, linke, obere Ecke) beherrscht, sollte man als günstige Fügung des Schicksals sehen. Mitnichten war das vom Einkäufer beabsichtigt...


Sonntag, 27. Mai 2012

Nix los

... weil zu viel passiert.
Ich bin mir selbst nicht sicher, ob, wann und wie ich den Blog am Leben halten soll. Aufgeben kommt aber nicht in Frage! Hoffentlich kann ich mich im Studium ab Oktober mehr dauf konzentrieren.

Daher nur jetzt nur wahlloses Durcheinander!

Dienst: ein bisschen Sport, viel Theorie, viel Lernen für total unfassbar exorbitant wichtige Klausuren, demnächst wieder Führen üben. Highlights der letzten Wochen: Schiesstage. Ballern, schwitzen und zwischendurch rumsitzen und Skat spielen. Und dafür bezahlt werden xD

Kino: Dark Shadows - Unterhaltsam (ist echt der kleine Bruder von Scheisse, daher) Gut gemacht. Johnny Depp ist wieder cool bis in die Spitzen seiner Vampirzähne.
The Avengers - Lange nicht so überproduziert wie Transformers (warum auch immer ich die beiden vergleiche), sehr coole Sprüche, viel Aktion. Gefiel
Iron Sky - Leider nicht der Bombast, den ich von den ersten (uralten) Trailern erwartet habe, trotzdem klasse. Die USA und Nazis verarschen geht halt immer.

Beziehung: seit neuestem in festen Händen.

Der Mensch: Immer noch total verkorkst und seit neuestem auch auf Schlafentzug zusteuernd.

Die Maschinen: Nokia E7 - Robust, zuverlässig, vielseitig, Traumkauf. Nur der Akku nervt.
PSV - Geiles Gerät, nimmt man zu gern in die Hand. Technisch beeindruckend, immer noch!

Unternehmungen: In letzter Zeit - DTM (Super!) - Wiesbaden (Geiler Abend!) - München Zoo + shoppen (Klasse!, FACE äusserst enttäuschend) - Himmelfahrt (Legendär!)
In nächster Zeit - Campingwochenende in Heimatnähe - Gildentreffen - ....

Samstag, 10. März 2012

Überleben Land

Ich Habe Es Überlebt!
Und bestanden. Die letzte Woche war wirklcih die körperlich anstrengenste Woche meines Lebens bisher. Montag ging es nach dem Verlegen nach Schongau mit dem Bus gleich mit einem Eilmarsch los, praktisch natlos übergehend in die Überwindung der Hindernisbahn (zu der es einiges an Videomaterial auf Youtube gibt) im Gruppenrahmen.
Ich will auch eigentlich nicht auf alles im Detail eingehen, daher nur ein paar Eckdaten: gesamte Kilometerleistung in der Woche ganz grob geschätzt 70 bis 80 km, täglich etwa 2 bis 3 Stunden Schlaf im Schlafsack auf dem Boden (ohne Zelt, also verdammt ich hab jedes Mal die Nacht durchgezittert!), Dienstag Morgen was zu Essen, Mittwoch Nachmittag einen Fisch (Selbstgefangen, getötet [was stört einen alles nicht, wenn man Hunger hat], ausgenommen und gebraten) und dann Donnerstag noch etwas EPA. Freitag noch Krankenbergetransport um uns richtig fertig zu machen, aber da war es mir schon völlig egal, was die mit mir anstellen. Der Lehrgang war bestanden, SERE-Level B erhalten, das Ende nur noch eine Frage der Zeit. Also drauf gesch***** und bis zum Ende durchgekämpft.
Fazit: Heftige Woche, geile Erfahrung aber nie wieder! :-D

PS: Schlaf nach Schongau: 20 Stunden am Stück.