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Dienstag, 18. Juni 2013

Metro Last Light: Mobius


 Unbedingt in HD anschauen!


Demnächst folgt mein Review zum Spiel.

Sonntag, 28. März 2010

Metro2033 - (M)Eine Art von Review

Es folgt die mehr oder weniger gefilterte Widergabe meiner Eindrucke und Gedanken zum Spiel.

Metro - doof
- keine Angabe wieviel wirksamer Militärmun gegenüber Dreckiger ist.
- sehr hoher Schwierigkeitsgrad.
- keine Alternativrouten, zwar Zugeständnis an Atmosphäre, aber Stalker ist Openworld und schafft diese Dichte trotzdem.
- wenige mentale Feinde/Anomalien. Viel mehr Geballer als im Roman.
- Gesichter in manchen Dialogen nicht animiert.
- weniger Visionen als im Buch
- keine Karte, keine Ahnung, keine Filter, keine Rettung
- kein eigener Körper ingame
- Filter intelligent verteilt
- trotzdem nur an einer Stelle zu kaufen, effektiveres Druckmittel als Uhr oder Monster
- 'Geizt mit Hinweisen' ist meilenweit untertrieben!
- zum Ende unfair.
- keine zerstörbare Umgebung, von ein paar Türen in der Bibo mal abgesehn.
- Endsequenz ist Try&Error: das geht besser!

Metro - cool.
- flüssiger Übergang Spiel-Scriptsequenzen
- Händler vergleichen deine Waffe mit der, die du anschaust.
- die Uhr (ingame), weil Systemzeit, stimmt mit der Uhr am Arm (real) überein.
- KI-Begleiter, daher keine Hilfseinblendungen notwendig
- Mun muss wirklich aufgesammelt werden
- fair verteilte Autosavepunkte. ( aber kein freies Speichern )
- Spiel gibt und nimmt Begleiter, trotzdem starke Bindung.
- Polis umwerfend im Vergleich zu den anderen Stationen
- schönes 3D Menü
- in ausweglosen Situationen kann man sich der Hilfe durch Ranger fast immer sicher sein.
- technisch fast makellos, nur einmal ein bisschen laggy.
- bei Stalker soll die Mun am Anfang knapp gewesen sein (mir nie passiert). Bei Metro ist die es am Ende vom Spiel.

Metro - Fazit.
Metro ist unfair schwer. Aber es weiss auch zu begeistern. Die Faszination, welche von dem Spiel ausgeht ist schwer zu beschreiben, aber wenn man erstmal drin ist, vergisst man alles um sich herum. Ich habe in einem Spiel bisher selten eine solch starke und geschickte Bindung des Spielers an Nebencharaktere gefunden. Dabei macht Metro das so geschckt, dass ihr später nicht sagen könnt, warum ihr euch diesem Typen so verbunden gefuehlt habt. Trotzdem tat es mir ehrlich in der Seele weh, als beispielsweise der Ranger Pawel von der Draisine gerissen wurde und starb. Ich hab mich auch über das Wiedersehen und -Erkennen mit Hunter oder Khan gefreut. Um es alles auf eine Punkt zu bringen: Metro ist ein unfair schweres Spiel, erzählt aber seine Geschichte sehr gut und stellt bisher nie dagewesene Bindungen zu Spielcharakteren her. Nicht zu vergessen: zu alledem sieht Metro2033 noch umwerfend aus.

Metro2033 Tipps/Tricks. (erhebt keinen Anspruch auf Vollstaendigkeit)
Händler: kauft die bessere Waffen, die euch die Händler anbieten. Ihr werdet sie brauchen.
Tauscht Mun! Aus einer militerischen Kugel macht ihr so 5! Tauschkurse sind an allen Stationen gleich.
Verkauft nicht gebrauchte Kaliber wie zB die 5mm Kugeln oder die Pfeile,wenn ihr Schrotflinten benutzt. Für die Luftdruckwaffen gibts eh nur wenig Munition.
Sammeln: sammelt alles, was nicht festgenagelt ist! Selbst wenn ihr es nicht gebrauchen könnt, lässt es sich später zu Mun machen. Außerdem werdet ihr froh sein, wenn ihr mehr als die nötigen Filter habt. Achtet auf rote Kisten, welche in den Tunnels rumstehe und -hängen. Da ist fast immer Mun oder sogar Waffen drin.
Kommt so früh wie möglich an ein Nachtsichtgerät. In einem so dunklen Spiel mit Stealthmöglichkeit ist passives Sehen in einem Gefecht überlebenswichtig. Durchsucht alle Leichen auf eurem Wegen, auch wenn ihr grade hinter einem NPC her rennt. Der wartet hinter der nächsten Ecke auf euch und kann sowieso nicht sterben (Bis auf die überhaupt schwerste stelle im gesamten Spiel, dazu aber: die Amoebennester lassen sich durch Beschuss zersören)
Levels: nehmt euch in den Tunneln Zeit. Auch wenn euch das Spiel was andres erzählt, ihr habt mehr als genug davon.
Anders draussen in Moskau. Hier gilt: Eile! Laufen! Wem an der Oberfläche schonmal die Filter für die Gasmaske ausgegangen sind, weiss wovon ich rede. Metro geizt oben mit Hinweisen. Aber nicht verzweifeln, irgendwann findet ihr den Weg immer, am besten ihr richtet euch nach Gegnern die ihr hören könnt. Flugmonster lasst ihr besser in Ruhe, ich hab bisher noch nicht einen vom Himmel geholt und deren Attacken sind oftmals schlicht tödlich.
Nicht vergessen: Metro ist streng linear. Kommt ihr an einer Stelle wo ihr euch entscheiden könnt, recht weit, seit ihr richtig. Zurück müsst ihr auch nie. Trotzdem: wenn ihr euch richtig entschieden hat, lauft zurück, am Ende des anderen Weges liegt bestimmt ein bisschen Mun rum oder ihr bekommt einen Steam-Erfolg.

Sonntag, 21. März 2010

Meldung aus Moskau

In Moskau ist es kalt. Sehr kalt, windig und irgendwann sind alle Fenster der grossen Bibliothek kaputt gegangen. Also ziehts hier drin wie Hechtsuppe. Finster ist es und dann beschlaegt mir auch andauernd die Gasmaske. Den einen von den Kerlen, die mit mir hier reingegangen sind, wurde von einem gefluegelten Moster angefallen und der Andere hat ihn zur Polis zurueckgebracht. Ich bin also noch dazu vollkommen alleine hier din.
Naja, so allein wie man heutzutage in Moskaus grosser Bibliothek sein kann, mit Tentakeln, die von der Decke haengen, den gefluegelten Daemonen und den Bibliothekaren. Letztere sind echt hart. Sehen aus wie grosse Gorillas, verdammt aggressiv und stinken tun die auch noch!
Aber der Gestank ist nicht das schlimmste. Mir ist in meinem ganzen Leben noch nichts begegnet, was so dermassen viel aushalten kann. Selbst der Panzer der Faschisten war schneller zerstoert, als Einer von denen zu Boden geht. Nichtmal ein 40-Schuss Magazin mit dreckiger Mun aus meiner AK2012 direkt in den Kopf haelt die auf! Okay, wenn ich mit meiner vollautomatischen Schrotflinte auf PointBlank nachhelfe, komme ich dran vorbei, aber fuer die ist mir schon vor laengerer Zeit die Munition ausgegangen.
Jetzt stehen nur noch mein 6-schuessiger Revolver Kaliber 0.44 und meine Ausdauer ( "Rennen, rennen, rennen!" ) zwischen den Bewachern des Wissens und meinem Leben.
Aber wenn ich an das Schicksal meiner Freunde von der WDNCh denke, wenn ich es nicht schaffe....
Kommt nur, kommt!

Donnerstag, 18. März 2010

Metro2033 SE - Ersteindruck - nachgereicht

Heute wars dann endlich so weit. Ungeduldig hab ich das Amazonpaket gleich aufgerissen und zum Vorschein kam die auf den ersten Blick eher unscheinbare Special Edtion. Erst auf den zweiten und dritten Blick und ein bisschen Gegrabbel offenbart sich die Hochwertigkeit und das raffinierte Design der Verpackung.
Nachdem Plasteschuber und der feste Karton voneinander getrennt waren, lagen die Objekte meiner Begierde vor mir: die Schluesselanhaenger, die Uhr, unter dem Spiel die Kurzgeschichte und natuerlich das Spiel selbst!
Zuerst zu den Schluessenanhaengern: ein unwirklich schwerer Teddy und eine verkleinerte Version der EKM, die Hunter euch im Spiel (!) gibt. Beides richtig gut verarbeitet.
( Ich hatte eigentlich geplant, euch jeweils Bilder zu zeigen, aber nachdem mir die Cam grade dummerweise runtergefallen ist, bockt die jetz und will keine Bilder machen. Wird moeglichweise nachgereicht )
Die Uhr: das Armband passt richtig gut und ist auf der Innenseite angenehm weich. Leider ist die tolle Timer-Funktion von Artjom aus den Spiel nicht dabei, aber es bleibt eine ansehnliche, leicht ablesbare und - wenn man richtig gestellt hat - genaue Uhr.
Die Kurzgeschichte versteckt sich unter der Spiel-DVD, muss sie aber eigentlich nicht, ist nett in Buchform aufgemacht, hat ein Vorwort vom Autor ( der ja auch Metro2033 geschrieben hat ) und erzaehlt eine Geschichte aus der Zeit vor, bzw sehr kurz nach dem Atomkrieg, der ja Setting fuer die Buecher und das Spiel ist. Kurz, gut geschrieben, aber hat ehrlich gesagt nicht sooviel mit dem Spiel zu tun.

Das Spiel. Steamgebunden, aber was tut man nicht alles fuer ein hervorragendes Spiel. Atmosphaerisch zum schneiden dicht, haelt sich bisher in Sachen Umgebung und Charaktere sehr an das Buch, in Handlungsdetails sieht man das nicht so eng, hier waren 4A Games ein bisschen kreativ. Schadet aber nicht. Der Detailgrad sowohl der Levels als auch der Charaktere und sogar der Waffen steht ganz nah an der Schwelle zur Ueberladenheit, aber wenn man sich viel Zeit nimmt, saugt einen dieses Spiel ein. Hier ein Mann, der seinem Kind beim Malen zuschaut, hinter einer halbverschlossenen Tuer ein Anderer, der aus einem Alptraum aufwacht und seinem Zimmergenossen davon erzaehlt, dort eine Koechin, die sich mit ihrer Kollegin unterhaelt. Eher zufaellig klopfte ich an eine verschlossene Tuer und die Frau dahinter hielt mich fuer ihren Trunkelbold von Mann, dachte ich/er haette seinen Schluessel verloren und solle ihn nun suchen gehen. Sie hat mir nicht geoeffnet, sooft ich auch geklopft habe.
Die Aktionsequenzen, die ich bisher erlebt habe sind hektisch gewesen, aber schaffbar. CoDMW2 war ueberladen, da war es zuviel. Metro2033 schafft es hier allerdings wieder an der Grenze entlangzuschreiten, ohne sie zu ueberschreiten. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefuehl, ueberfordert zu werden ( was mir bei MW2 mehrfach passiert ist, nur mal Stichwort Favela ), trotzdem war die Verzweiflung des Protaginisten und der anderen Leute in meiner Umgebung greifbar. Wirklich toll.
Allerdings habe ich bisher noch lange nicht alles gesehen und nur gegen Mutanten gekaempft. Wie sich die Gefechte gegen menschliche Gegner entwickeln, kann ich nocht nicht sagen. Zur Handlung kann ich auch noch nicht viel sagen, genauso zum Balancing oder zur Fuelle neben der Haupthandlung.

Trotzdem faellt mein Ersteindruck sowohl der Special Edition als auch des Spiels sehr positiv aus.

Nachgereicht: Bilder

Erstmal die Packung ohne den Plasteschuber


Und dann die geoeffnete Packung mit allem, was reingehoert; Spiel, Buch, Uhr, Teddy und EKM. Die Auto-Schrotfline gibs nur als Code, der wurde von Amazon per email hinterhergeschickt

Dienstag, 14. Juli 2009

Buecherrunde

Diesmal: Metro2033
Ein Endzeitroman. Die Welt liegt nach einem/dem Krieg in Truemmern, die Menscheit hat sich in die Erde zurueckgezogen. Auf den 764 Seiten der deutschen Erstausgabe erzaehlt Dmitry Glukhovsky die Geschichte von Artjom ( uebrigens ein selten bescheuerter Name, aber was solls, er ist schliesslich Russe ), einem jungen Mann, der zwar noch ueber der Erde - sprich vor dem Krieg - geboren wurde, aber in den Tunneln der Moskauer Metro aufgewachsen ist. Hier spielt das Buch auch groesstenteils: in der Metro und - richtig geraten - alles passiert im Jahr 2033. Da das nicht sehr weit weg ist und der nukleare Krieg, der die Erde zerstoerte um 2015 gewesen sein muesste, gleitet der Roman gluecklicherweise nicht allzu weit in die ScienceFiction ab. Es wird selbstgebrannter Vodka getrunken ( Hallo? Russland! ), mit Kalashnikows, Dragunovs, Makarows und Degtjarjows Waffen geschossen und somit blutig wie elend gestorben. Die Bewohner der Metro muessen sich allerhand verstrahltem, mutiertem Gesocks erwehren, sie sind so erfinderisch wie immer, wenns ums Toeten geht.
Artjom, der Held des Buches wohnt in einer kleinen Station am Rande der Metro. Zu Anfang des Buches wird die Station immer wieder von umheimlichen Gestalten angegriffen, von denen er glaubt, seine Freunde und er haetten ihnen vor vielen Jahren sprichwortlich Tuer und Tor in die Metro geoeffnet. Eines Tages/Nachts ( weiss man unter Tage nie so genau, geht ja auch keiner Nachschauen ) wird Artjom von einem Fremden beauftragt, Hilfe zu holen. Diese Hilfe muss er im Zentrum der Metro holen, was nicht einfach ist, da sich viele Stationen zu den verschiedensten Regierungs- und Gesellschaftsformen zusammengeschlossen haben. Da gibt es die rote, kommunistische Linie, welche das Sowjetreich widerauferstehen lassen will, das Vierte Reich ( die Faschisten der Metro ), die Hanse ( die Haendler auf der Ringbahn ), und viele andere. Dass sich all diese Fraktionen nicht grade leiden koennen liegt sowohl auf der Hand, als auch tramaturgisch notwendig. Also begibt sich der junge, unerfahrene Mann auf seine bisher laengste Reise.
Einmal quer durch die Metro, bitteschoen, danke, macht 30 Rubel.
Ganz so einfach ist es allerdings nicht, Zuege fahren seit Jahren nichtmehr und das Durchkommen ist auf manchen Strecken ein wahres Gluecksspiel. Artjom passieren auf seiner Reise die wahnsinnigsten Dinge, er begegnet Skalvenhaendlern, Mutanten, wird zum Tode verurteilt, etc...
Alle diese dollen Zufaelle dienen dem Autor mit Gott, dem Zufall und der Welt abzurechnen. Durch die unterschiedlichen Stationen und Zusammenschluesse nimmt er alle gaengigen politischen und gesellschaftlichen Systeme auseinander, die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Charakteren der Moskauer U-Bahn sind ihm Mittel zum Zwecke der Frage nach dem Umgang des Menschen mit seiner Umwelt und umgekehrt. Die irrwitzigen 'Zufaelle', deren Zeuge und Gegenstand Artjom wird, dienen dem Autor dazu, diverse Ansichten zu Gott, Schicksal, und Zufall durchzuspielen. Das ist durchaus spannend, nur zieht es das dritte Viertel des Buches leicht in die Laenge.
Insgesamt schreibt Glukhovsky sehr bildhaft, detailliert und spannend. Er treibt die Geschichte voran, wo es notwendig ist, besinnt sich aber auch in den schnelleren Momenten auf Details. Er arbeitet viel mit inneren Monologen Artjoms, bildet dabei den Charakter des Protagonisten heraus, laesst aber auch die Handlung nicht aus den Augen. Trotz der monolotischen 780 Seiten ( incl sehr informativen und ausfuehrlichen Anhangs ) ist Metro2033 kurzweilig und macht Spass zu lesen. Die 20 Kapitel hab ich an 5 Schultagen und nem Wochenende verschlungen. Ich war und bin immer noch begeistert.
Bestimmte, anfangs nur sporadisch auftauchende Bilder verdichten sich mit der Zeit zu einem grandiosen Finale und einem unerwartetem Ende. Eins sei gesagt: kein happy End, aber lest selbst!