... vom SanDienst der Bw (ob wieder mal oder immer noch sei mal dahin gestellt). Dienstag hab ich zwar meinen 90/5er bekommen, bin also 'gesundheitlich geeignet', aber das betrifft nur den Allgemeinen. Den 90/5er für meine Wehrfliegerverwendungsfähigkeit (die mich köperlich zum Fliegen befähigen soll, ausserdem ein herrlich langes Wort) wiederum hab ich nicht bekommen. Den hat man beim Durchsehen meiner Dokumente am Dienstag mehr so zufällig gefunden (obwohl der gesamte Scheiss schon seit Monaten da inner SanStff rumliegt). Nicht das ich erwarte, die (CopyPaste) Wehrfliegerverwendungsfähigkeit zu bekommen, schliesslich bin ich ohne Brille blinder als Agnar der Augenlose, aber trotzdem muss dieser spezielle Wisch von einem Fliegerarzt unterzeichnet werden, das dürfen unsere normalen Truppenärzte nicht. Aber ich glaub nichtmal ne ganze Woche vor meinem Termin an der OPZ ist mir das egal. Frustriert bin ich daher in erster Linie vom Personal. Welches ganz nebenbei auch noch die G-Akte eines Kameraden verschlampt hat. Was so ziemlich das wichtigste Dokument eines Soldaten in dieser Verwaltungsarmee ist.
... von Resistance Retribution für die PSP. Es macht Spass, keine Frage, aber ich hab es grade recht geschickt hinbekommen, mich ohne Munition an eine Stelle zu manövrieren, bei der entweder ich oder, wenn ich mal in Deckung gehe und mit Ruhe und Gelassenheit den Raum leerballere, die Frau stirbt, welche ich eigentlich retten soll. Eine etwas ausweglose Situation (aber das dachte ich auch von der Bibliothek und dem Amöbenabschnitt bei Metro2033), welche auch durch einen sonst recht verlässlichen Walkthrough nicht zu lösen ist. In dem heisst es nur lapidar: 'Da kommen dann je 4 Standartgegner in 2 Wellen, die du töten musst. Achja, das Weib was nur statisch hinter dir rumliegt und sich keine Deckung sucht, darf nicht sterben'. Loving it.
Last but least: ein Lichtblick. Einer der Austauschschüler aus dem Israelprogramm, inzwischen nenne ich ihn Freund, war übers Wochenende da. Es hat wahnsinnig viel Spass gemacht und ich habe festgestellt, dass das bilinguale Programm an dem ich teilgenommen habe, vielleicht ein wenig zu erfolgreich war. Seit Tage denke und träume ich wieder auf Englisch. Aber ich liebe diese Sprache trotzdem.
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Mittwoch, 16. Februar 2011
Dezent frustriert
geschwaetzt von
Madse
um
18:31
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Labels: Bundeswehr, Erlebtes, Games, Geschwaetz, Sinnlos, Soldat Madse
Donnerstag, 10. Februar 2011
Für den Körper, für die Ohren, auf die Nerven
Bin heute dienstlich in Leipzig gewesen. Im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus (BwK), welches inzwischen nur noch als FachSanZ geführt wird.Da hab ich mich zum ersten Mal bei nem Bundeswehrarzt in guten Händen gefühlt. Endlich mal jemand, bzw Mehrere, die genau wussten was sie tun. Mag sein, dass das im Rest der Republik Gang und Gebe ist, aber was ich bisher an Sanitätseinrichtungen der Bw kennen gelernt habe und drüber gehört habe, ist kompetentes Personal schwer zu finden. Und ich bin in letzter Zeit echt oft bei Sanis, alles im Zuge meiner körperlichen Eignungsfeststellung für die Offizierlaufbahn. Übrigens (grösstenteils) genau die Gleiche, die auch die auf der Gorch Fock abgestürzte Kadettin hat über sich ergehen lassen müssen. Mir sind die genauen Zeitabstände bei der Marine zwar nicht bekannt, aber zwischen dieser Eigenungsfeststellung inklusive der Bordverwendungsfähigkeit, im Bundeswehrjargon aufgrund des dafür verwendeten Formulars nur "Neunzig Fünfer" genannt, vergehen durchaus mehrere Jahre. Soll heissen, da können ein paar Kilo Gewichtsdifferenz ohne weiteres auftreten.
Ganz anderes Thema. Musik nämlich. Namentlich von Facebreaker. Old School Death Metal vom Feinsten. Wer die Breeding Death EP und Resurrection Through Carnage von Bloodbath schon (wie auch immer das gehen sollte, aber mal angenommen) totgehört hat, dem wird das Album Infected mehr als gefallen. Laut, Brutal, verbrüllt, mit stampfenden Drums und fiesen Frickelriffs ein Fest der schwedischen Musik für den Langhaarmattenschwinger. Längster Track: 5:13. 'nuff said.
Drittes Thema des heutigen Abends: ein weiteres Mal Ägypten. Schon klar, dass derzeit die gesamte Medienwelt, die was auf sich hält, grade dort hinschaut. Aber es macht meiner Meinung nach wenig Sinn, unbestätigte Meldungen in stundenlangen Sondersendungen breit zu labern. Schliesslich hatten wir das diese Woche schon, wobei sich die Meldung von Al Arabija letztlich als Falschmeldung herausgestellt hat. Ja, die Leute sitzen seit mehr als 2 Wochen auf diesem Platz. Ja, es hat Zusammenstöße gegeben. Aber nein, ich will nicht, dass die Reportage, die ich grade (ehrlich) interessiert geschaut habe, durch eine Sendung unterbrochen wird, bei der eine richtige Meldung und reichtlichst Vermutungen ins Land gesendet werden. Und weiterhin nein, ich will mir nicht jedes Mal die unüberlegte Meinung einer deutschsprachigen Ägypterin am Telefon anhören, die offenbar grade auch mit mitten in Kairo sitzt. Es interessiert mich einfach nicht mehr. Der Notstand und die ganz große Aufregung sind vorbei, jetzt ist die Zeit der Strippenzieher und der Schattenverhandler. Richtig Politik machen halt.
Bevor die Prediger der political correctness mir gleich wieder aufs Dach steigen: Lest euch den folgenden Absatz NICHT durch. Danke. Allen Anderen: Viel Spass.
Warum sitzen Leute auch noch nach Wochen auf der Strasse? Wollen sie wirklich den Druck auf den Staat aufrecht erhalten? Oder doch lieber ein paar Tage länger nicht arbeiten gehen? Vielleicht sollten wir das auch mal probieren. Schliesslich hat unsere Regierung auch ihre Fehler, siehe grade 'gescheiterte' Verhandlungen über den Hartz IV-Satz. Oder den schon wieder verschwundenen 'Diskurs' über das Atomendlager-Problem in Verbindung mit der Laufzeitverlängerung. Oder sei es nur die Unpünktlichkeit der Berliner S-Bahn. Sollten wir vielleicht auch den Platz vor dem Reichstag besetzen, mit (eigens herangeschafften) Pflastersteinen schmeissen und den bedingungslosen Rücktritt des Apparates fordern? Warscheinlich ist es dann aber angenehmer, wir machen das im Sommer irgendwann. Derzeit ist es ja noch recht kalt....
Aber denkt mal drüber nach, wann ihr noch keinen Urlaub habt, aber trotzdem Lust ein paar Tage/Wochen auf dem Grünen mit vielen Gleichgesinnten zu kampieren und - als Hintergedanken - nicht zu arbeiten.
geschwaetzt von
Madse
um
20:21
6
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Labels: Bundeswehr, Erlebtes, Geschwaetz, Musik, Politik, Sinnlos
Samstag, 5. Februar 2011
Krawalle, Tote, Untätige und langweilige Kameraeinstellungen
Also Ägypten. Am Mittwoch hab ich ganz ungläubig auf den Fernseher im Break-Room gestarrt, weil ich erst garnicht recht glauben wollte, was da auf dem Tahrir-Platz in Kairo passiert. Aus friedlichen Protesten wurden Straßenschlachten, gegen die die 1. Mai-Krawalle in Berlin oder die Jugendaufstände in Paris wie Kindergeburtstag aussehen. Den Rest der Woche hatte ich praktischerweise die Möglichkeit die total-Berichterstattung auf ntv verfolgen zu können.
Wie auf Facebook schon vermutet, wurde es insbesondere Nachts richtig heftig, mit Molotovcoktails, Schiessereien und offensichtlich von Regimenahen bzw. -treuen Kräften inszinierten Vorfällen am Rande der Stadt oder der Proteste (Ich errinner nur mal an die Überfälle auf die SOS-Kinderdörfer). Die ganze Zeit hielt sich die Armee aus der Sache mehrheitlich raus, aber was will man mit den Paar einzelnen Hanseln und Panzern auch groß gegen diese gigantischen Massen machen?
Mal ganz davon abgesehen, wieviel Menschen noch sterben werden, wieviele noch verletzt werden oder wie lange dieser Zustand noch andauert: was wird dann passieren?
Husni Mubarak geht. Das steht praktisch fest. Seinen Sohn oder andere, ihm nahe Stehende werden auch nicht an die Macht kommen. Wie auch, das Militär scheint nicht hinter ihm zu stehen und sein Polizeiapparat ist wohl nicht gross und einflussreich genug, um das selbst zu regeln. Zumal im Ernstfall im Kampf gegen die Armee. Der Großteil der Pro-Mubarak-Demonstranten ist imho durch die Sicherheitsorgane (Polizei, Geheimdienste, etc) aufgewiegelt und danach koordiniert worden. Wozu das geführt hat und wie erfolgreich das war (unter der Vorraussetzung, dass das Ziel eine Auflösung der Proteste war) ist ja ersichtlich, wenn man die Zeitung aufschlägt oder die Glotze auf den einschlägigen Kanälen einschaltet.
Dann wäre da noch die (verbotene) Islamische Bruderschaft. Wird wohl auch nicht an die Macht kommen, da das den sunnitischen Ägyptern sicher gegen den Strich geht und selbst wenn der Fall doch eintritt, dann halten sich die Extremisten nicht lange, die geforderte Demokratie wirds von denen niemals geben.
Baradei halte ich ehrlich gesagt höchstens für eine Übergangslösung, aber nicht für die Zukunft des politisch wichtigsten Staates in Nordafrika.
Mag es noch eine Weile dauern, aber die Lage wird interessant. Zumal ich nicht mit einer Einmischung 'des Westens' rechne. Damit würde man definitiv mehr Schaden als Nutzen in der Region verursachen
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Madse
um
11:34
2
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Labels: Politik
Freitag, 21. Januar 2011
Sind sie ein besserer Blogger?
Zählen sie auch zu den Bloggern, welche nur Tiefsinniges und Relevantes veröffentlichen? Die ihr Template so verändert haben, daß dem - natürlich ausschliesslich ihrem - Inhalt mehr Platz zur Verfügung steht, als dem Rest? Oder sind sie gar einer von denen, die alles Andere (Links, Impressum, Archiv, Labels, etc) gänzlich von ihrer Startseite verbannt haben? Sehr gut. Ihre Ideen brauchen schliesslich Platz um zu wirken und Raum sich zu entfalten. Damit auch der letzte Depp (der allerdings auf ihrem Blog nicht gern gesehen ist) versteht was sie da schreiben. Oder besser nicht, dann kommt er garnicht in die Verlegenheit sich eine Lobhymne auf ihre Grossartigkeit zusammenstammeln zu müssen.
Gehören sie weiterhin zu diesen Bloggern, die auf Short-Blogger (denen Twitter zu wenig Platz bietet und deren Blogs hoffnungslos mit irgendwelchen Bildchen, Apps und Ähnlichem überfrachtet sind) herabsehen und sich als etwas Besseres sehen, weil ihre Einmal-im-Monat-Posts länger sind als deren gesamter Halbjahresoutput? Belächeln sie, dass deren Feed täglich mehr Einträge hat, als weissrussische Oppositionelle verhaftet werden?
Schmunzeln sie, wenn sie einen Vergleich mit weissrussischen Oppositionellen machen? Vergleiche mit verhafteten russischen Oppositionellen und Ex-Oligarchen macht ja heutzutage jeder Dummkopf.
Also machen sie ihren Vergleich anders, um unmissverständlich klar zu machen, wie gebildet, belesen, allzeit gut informiert und politisch sie sind.
Sind sie stolz darauf, dass sie bei jedem ihrer langwierig entstandenen, auf echtem Briefpapier handschriftlich entworfenen Posts die Rechtschreibung selbst prüfen, weil sie sowieso schlauer sind als das Rechtschreibprogramm des dominantesten PC-Betriebssystemherstellers der Welt?
Dann, werter hochgebildeter, hochgradig intelligenter und nebenbei noch natuerlich wunderschöner Blogbetreiber, ja dann sind sie ein Besserer Blogger. Sie Arsch!
Selbsthass kann manchmal echt schön sein, oder?^^
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Madse
um
14:17
10
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Labels: Geschwaetz, Sinnlos, Tiefsinnig
Donnerstag, 13. Januar 2011
RockNRolla
Lasst dieses Lied laufen und stellt euch dazu einen Film vor. Einen Film, der nur so vor britischem Witz tropft, gekonnt durchchoegrafiert ist und am besten in Englisch genossen wird. Einen Film, der eine und mehrere Geschichten erzaehlt. Mehrere, weil jede irgendwie eigenständig sein könnte. Eine, weil alle diese Einzelnen doch zusammengehören.
Da ist der Londoner Old School Immobilienhai, der alles und jeden in Geld wickelt und sich damit die gesamte Stadt ergaunert hat. So ein bisschen ne Mischung aus Mafia, Hooligan und Gentleman. Stilecht mit nem zweiten Mann namens Arch(iebald).
Dann 'The wild bunch', 3 Gelegenheitsgauner, die ihre Zeit gerne in ner Kneipe mit all den andern Versagern, Kleinkriminellen und Ex-Knastis aus ihrem Viertel totschlagen.
Dazu die Buchhalterin, in einer Zweckehe mit nem schwulen Anwalt, die sich mal nach Aufregung sehnt und ein Russe mit richtig Geld und einem Glücksgemälde.
Fehlt nur noch der RockNRolla, der sich als dauerhaft zugekifft und extrem gebildet herausstellt. Erzaehler und heimlicher Held des Films, dreht er am Ende nochmal richtig auf.
Auf Papier oder im Fenster eures Browsers würde die Geschichte / würden die Geschichten nicht gut aussehen, weil kurz und nicht wirklich spannend. Aber in bewegtem Bild und Ton trotz etwas flacher Charaktere wunderbar. Wie gesagt: unbedingt in Englisch schauen. 9/10 von Archies berühmten Ohrfeigen
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Madse
um
20:29
4
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Mittwoch, 5. Januar 2011
Skandalös! Abartig! Unglaublich!
Der aktuelle Skandal um Dioxin-"verseuchte" Eier und Geflügelprodukte hebt mich von der Sache her so total...
garnicht an. "Es könnt' mir nichts egaler sein", so sang Farin mal (ob allein oder als Arzt weiss ich nicht mehr). Was mich allerdings stört ist die Panik und der mediale Aufwand.
Ich seh es kommen: in ein paar Jahren werden die Leute am Totenbett von sich sagen: "Mich hat dieses eine dioxinbelastete Ei am Jahresende 2010 dahingerafft!" Nicht der Lungenkrebs von 30 Jahren Asbestwellpappe schneiden, oder die 50 Jahre Kettenrauchen oder der Gehirntumor vom telefonieren mit dem Handy, noch die Geschwüre an den Augen vom vielen Fernsehen auf alten Röhrenmonitoren oder die vom Alkohol zerfressene Leber, nein! Es war dieses eine Ei, damals aus dem dunklen Zeitalter 2010 als die Eier dioxinbelastet waren und man vom einem Besuch bei KFC fettige Finger, Cholesterin und Krebs mit nach Hause nahm! Damals.... Als uns die Medien mit ihrer objektiven, zurückhaltenden und professionellen Berichterstattung die Augen öffneten für das Böse dieser Welt.
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Madse
um
18:36
5
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Labels: Geschwaetz, semi-Tiefsinnig, Zyniker
Sonntag, 2. Januar 2011
Der Puff und das Gewehr
Ich finde mich in einer Indy-Kunstaustellung. Die findet in einem alten Schulgebäude aus der Jahrhundertwende statt, richtig mit hohen Decken und laut plautzenden Türen in massiven Holzrahmen. Die Art, die man nie leise schliessen kann, so sehr man sich auch anstrengt. Dort sitze ich auf dem Boden, jemand anderes hat sich von dem Stapel alter Stühle aus einer der Ecken einen genommen und sitzt darauf. Eine junge Frau mit langen naturblonden Haaren und Eifer in den Augen zeigt uns ihre Bilder und erzählt dazu. Nach mehreren bunten, aber recht banalen Bildern nimmt sie ein schwarz-weißes.
Man sieht einen vom Gehweg zurückgesetzten Eingang, daneben hängt ein Schild an der Wand mit der Aufschrift: "Nicht mehr als 11 Personen." Neben dem Schild sitzt eine alte Dame vor einem Tisch. Die junge Frau in der Ausstellung, die Künstlerin erzählt. Das sei die Puffmutter, sie sitzt vor ihrem Geschäft und das Schild sei von ihr, weil sie Ordnung vor ihrem Haus haben will. Auch wenn bis zu 11 Personen dort stehen könnten, bleibt selten überhaupt jemand länger als um die Dame zu grüßen. Selbst das wird kaum mit einem unfreundlichen Nicken beantwortet. Ihr Geschäft läuft nicht mehr so gut. Ihre Öffnungszeiten sind schlecht für den Laden, doch die Dame wird das nicht ändern, es ist schließlich schon immer so.
Inzwischen bin ich in dieses Bild gerutscht und stehe neben ihr. Sie hat sich gade umgedreht um die Eintragungen in ihre Bücher zu machen. Akribisch trägt sie ein, wer wann kam, zu welchem Mädchen ging, wie lange dort blieb und wann wieder verschwand. Plötzlich kommt ein Auto angerauscht, vor dem Haus wird es langsamer. Aus den offenen Fenstrn lehnen sich Leute und schreien Obszönitäten, Verwünschungen und Spott. Die Konkurrenz. Vor Groll greift die Alte unter ihren Tisch und zieht ein Gewehr hervor. Anstatt selber anzulegen wirft sie es mir zu. Bevor ich zielen kann, ist das Auto schon hinter der nächsen Ecke verschwunden. Die Alte sieht mich an, ich schultere das Gewehr und wende mich zum Gehen. Ein Mann, welcher auch vor dem Haus stand, fragt mich: "Wer bist du?"
"Pinoccio", sage ich mit hoher Knabenstimme. Ich kann seinen Gesichtsausdruck nicht sehen, weil er genau unter der Straßenlaterne steht. "Aber ich hab mir die Nase machen lassen", füge ich mit normaler Stimme hinzu und wache auf.
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Madse
um
11:41
7
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Freitag, 24. Dezember 2010
Frohe Weinachten!
Jedenfalls schoene Feiertage der gesamten Leserschaft. Im Februar wird die Abteilung 4 Jahre alt. Viele Leser und Mitblogger sind gegangen, viele gekommen. Also dazugekommen. Danke, dass ihr so lange dabei wart, dass ihr auch dieses Jahr dabei gewesen seit, trotz magerer Postzahl ( grademal 80, im Gegensatz zu so um 150 in den letzten Jahren ) und dem thematisch monotonen Sommer.
Achso: ab heute geh ich auf die 30 zu.
PS: Das da ganz oben ist mein persoenlicher, schwarzer, 30cm kleiner Plaste-( Ja, Plaste, der steht im Osten, da heisst das numal nich Plastik!)-Weihnachtsbaum mit roten LED-Sternen. Meine Interpretation vom traditionellen Wohnzimmernadler.
geschwaetzt von
Madse
um
09:31
7
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Labels: Blogger, Geschwaetz, Stats, Tiefsinnig

